Varroose Behandlung auch im Frühjahr?

  • Kann mir einer mal erklären, ob er auch im Frühjar behandelt, und nicht nur im Herbst und im Winter?
    Ich wende im Herbst Ameisensäure, im Winter Oxalsäure und im Frühjahr Api Life Var an! Diese Mischung hat sich letztes Jahr Bewährt.

  • hoefer-chr schrieb:

    Kann mir einer mal erklären, ob er auch im Frühjar behandelt, und nicht nur im Herbst und im Winter?
    Ich wende im Herbst Ameisensäure, im Winter Oxalsäure und im Frühjahr Api Life Var an! Diese Mischung hat sich letztes Jahr Bewährt.


    Keine Behandlung im Frühjahr, da man Perizin nicht anwenden darf, andere Mittel, so auch dein Api Life Var sich negativ auf die Honigqualität auswirken können, ausserdem wirken diese Mittel ohnehin nicht in die Brut., also wenig Erfolge und die paar Milben, die bei einer erfolgreicher Wintervarroabehandlung übrig bleiben richten keinen Schaden an, aber gleich nach der Endabschleuderung im Juli ist das Brechen der Spitze, der bis dahin wieder gut entwickelten Varraopopulation sehr , sehr wichtig.
    Varroabekämfung im Frühjahr ja, aber dann nur in Form von Drohnenbauentfernung., wenn man dies machen möchte

  • Hallo Xare,
    das sehe ich anders.
    Jetzt, bevor die allererste Brut angelegt wird, noch einmal behandeln,
    bringt meiner Ansicht folgenden Erfolg: Jede Milbe, die j e t z t noch
    abfällt, wird sich nicht mehr vermehren können und entlastet das Volk von höheren Befall.Es muss ja nicht Perizin sein, mit dem man die Behandlung macht.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    Hallo Xare,
    das sehe ich anders.
    Jetzt, bevor die allererste Brut angelegt wird, noch einmal behandeln,
    bringt meiner Ansicht folgenden Erfolg:
    Lothar


    Hallo Lothar,
    die erste Eiablage tätigt die Königin oft schon mitten im Hochwinter, wenn es auch nur ein sehr kleines Brutnest, dass oft nur 2 Euro Stück groß ist, dass hier versorgt wird. Sollen die Brutflächen größer werden benötigt das Volk einen Wärmeanreiz von außen. Steigen die Mittagstemperaturen auf 5-6°+ an und dauert diese Wärmeperiode ca. 2 Wochen, beginnt die Königin das Brutnest zu vergrößern. Wenn du mit deinem Mittel kommst, das kann erst bei wärmeren Temperaturen erfolgen, sind die Brutnster schon zu groß und die meisten Milben in der Brut und nicht auf den Bienen und effektiv bekämpfen zu können.
    Eigentlich kenne ich kein Lehrbuch, dass Frühjahrsbehandlungen als erfolgversprechend bezeichnet.
    Aber wenn einer meint, es nützt, dann will ich ihm die Frühjahrsbehandlung nicht ausreden.

  • Das Mittel Api Life Var wird übermehrere Wochen eingesetzt, uns so kommen auch die Mlben aus der Brut hinzu! Ich weis auch dss man das noch lange vor dem Honigen rausnehmen muss, ich sehe das jedoch als eine Vervollständigung im Behandlungskonzept.

  • hoefer-chr schrieb:

    Das Mittel Api Life Var wird übermehrere Wochen eingesetzt, uns so kommen auch die Mlben aus der Brut hinzu! Ich weis auch dss man das noch lange vor dem Honigen rausnehmen muss, ich sehe das jedoch als eine Vervollständigung im Behandlungskonzept.



    Beschreibung Api Life VAR:
    Absetzfristen:
    Für Honig behandelter Völker ist keine Absetzfrist nötig . Bei der Gewinnung von Frühjahrshonig dürfen keine Waben aus dem Brutraum mitgeschleudert werden.

  • Lothar schrieb:


    Jetzt, bevor die allererste Brut angelegt wird, noch einmal behandeln,
    bringt meiner Ansicht folgenden Erfolg: Jede Milbe, die j e t z t noch
    abfällt, wird sich nicht mehr vermehren können und entlastet das Volk von höheren Befall.Es muss ja nicht Perizin sein, mit dem man die Behandlung macht.


    Was nützt es Dir, "die allerletzte Milbe" zu erwischen, wenn die Milben im Frühjahr doch wieder huckepack ins Volk kommen?


    Vielfach kann man mit einer zwei Behandlungsintervallen mit Ameisensäure im Hochsommer und im Herbst auskommen.


    Wenn man dann noch einmal im Winter mit Oxalsäure behandelt dann sollte meiner Meinung nach eigentlich keine zusätzliche Behandlung im Frühjahr nötig sein.


    Grüße


    Ulrich

  • Moin Christan,


    wie verhinderst Du das Ernten von Frühjahrshonig? Wenn der Löwenzahn blüht oder die Weide honigt, werden dann Deine Bienen weggeschlossen, damit sie nüschd sammeln oder kannst Du selektiv schleudern? Oder wartset Du einfach so lange mit der Schleuderung, daß hoffentlich nichts mehr schmeckbar ist?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich meine natürlich dass ich das Api Life Var nocht noch im April einsetze!
    Zu Löwenzahnzeiten, ist das bei mir natürlich wieder heraußen!
    Mit Frühtracht, habe ich diejenigen gemeint, die schon im April ihren ersten Honig Schleudern!

  • hoefer-chr schrieb:

    Ich meine natürlich dass ich das Api Life Var nocht noch im April einsetze!
    Zu Löwenzahnzeiten, ist das bei mir natürlich wieder heraußen!
    Mit Frühtracht, habe ich diejenigen gemeint, die schon im April ihren ersten Honig Schleudern!


    Hallo Christian,
    bei uns in Niederbayern sind die Witterungsverhältnisse ähnlich wie bei euch und bei uns ist normalerweise die erste Schleúderung E. Mai. Im April können wir noch nicht mal den Honigraum aufsetzen.

  • hoefer-chr schrieb:

    Ich meine natürlich dass ich das Api Life Var nocht noch im April einsetze!
    Zu Löwenzahnzeiten, ist das bei mir natürlich wieder heraußen!
    Mit Frühtracht, habe ich diejenigen gemeint, die schon im April ihren ersten Honig Schleudern!


    Und was bringt es?


    Selbst wenn Du theoretisch die letzte Milbe abtöten würdest, so kommt es doch immer wieder durch Drohnen, Verflug von Arbeiterinnen, etc. zu Neuinfektionen.


    Zudem erscheint auch mir der Zeitabstand zum Beginn der Tracht reichlich kurz.


    Im Sommer und im Herbst mit Ameisensäure zu behandeln reicht in den meisten Fällen. Wendet man dann noch im Winter, bevor die Völker wieder in Brut gehen Oxalsäure an dann ist man meiner Meinung nach vollkommen auf der sicheren Seite.


    Grüße


    Ulrich


    P.S.: Auch mein erster Beitrag bezog sich natürlich auf Dich und nicht auf Lothar. Aus Zeitmangel war ich allerdings ein wenig (zu) schnell.

  • Natürlich ist klar dass das Ganze von vorne losgeht.
    Aber ich meine ich Versuche halt so viele Milben wie Möglich zu "erwischen"! Ich wollte eigentlich nicht wissen was ihr von dem Mittel haltet, sondern eher, ob ihr es sinnvoll findet auch im Frühjahr zu behandeln!

  • Zitat

    Ich wollte eigentlich nicht wissen was ihr von dem Mittel haltet, sondern eher, ob ihr es sinnvoll findet auch im Frühjahr zu behandeln!


    nö! ist NICHT sinnvoll.
    Im Winter sollten die Milben reduziert worden sein. Denn Varroen brauchen zur Vermehrung Brut und die ist im Winter nicht gegeben, so dass die Milbenvernichtung am effektivsten ist. Im Frühjahr sollten sehr wenige (vielleicht auch gar keine in manchen Völker???) Milben in den Völkern sein. Und diese sind in der Brut. Also nur mit Ameisensäure zu bekämpfen. Aus eigener schmerzlicher Erfahrung muß ich dringendst vor einer Frühjahrbehandlung mit Ameisensäure abraten! Königinnenverluste in großem Unfang.......
    Jetzt ,wo die Völker noch brutfrei sein sollten, ist die letzte gute Möglichkeit noch Milben zu vernichten. Danach erst wieder nach der Honigernte.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"