"Alle Rähmchen hintereinander"-Beute???

  • Hallo,
    ich würde mir gerne eine Beute bauen in der alle Rähmchen hintereinander stehen (nennt man das Lagerbeute???),so ca.27 Zanderrähmchen, und frage mich jetzt, wo abgesehen vom kleinen Rähmchenmaß die Nachteile liegen, ich will das nur aus Neugier machen, also auf den Honigertrag kommts mir nicht an...
    Hat da jemand Erfahrung oder Tips?
    In der Adiz 12/04 ist doch ein Artikel über Beutenkunst, in dem ein Beispiel abgebildet ist, wo alle Rähmchen hintereinander stehen, müßte doch also gehen, oder?
    Freu mich auf Antworten
    Schwarzgelb

    Das Leben ist ein schleichender Prozeß...

  • Hallo Schwarzgelb,


    wie lang würde diese Beute dann werden ?
    bzw. wie lang sind deine Arme?
    Du mußt doch irgendwie an dem Ding arbeiten?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • also, die Beute soll etwa 1,10 m lang werden und ich kann sie entweder in der Freiaufstelung bearbeiten oder, wie ich eigentlich vorhatte in meinem Bienenstand auf Laufschienen stellen, so daß ich das ganze Ding rausziehen kann wie eine Schublade (so Laufschienen hab ich nämlich rumliegen und da kam mir eigentlich die Idee...)
    ...zu Franz-Xaver: Das mit den Rollstuhlfahrern kam mir dabei komischerweise auch in den Sinn (liegt vielleicht an meinem Beruf-Krankenpfleger) ,weil ich eigentlich finde, daß das eine tolle Möglichkeit ist auch Rollifahrern dieses Hobby zu versüßen und außerdem wär das ja ne Möglichkeit, wenn`s einen selber trifft...
    Ich hab mir gedacht der Vorteil dieser Beute liegt auch in beliebigen Erweiterungsmöglichkeit und den Honigraum würd ich mit nem senkrechten Absperrgitter trennen, also vorne Brutraum und hinten Honig, muß also nich nebeneinande, oder?
    Gruß Schwarzgelb

    Das Leben ist ein schleichender Prozeß...

  • Hallo Schwarzgelb,


    Die Vorteile der Lagerbeute sind bedingt dadurch, dass bei der Bearbeitung alle Waben von oben, einzeln, zugänglich sind, ohne dass das Brutnest mehr als unumgänglich gestört wird. Die Beuten nach Golz und Bremer bieten ausreichend Platz für starke Völker; sie werden bearbeitet wie Magazinbeuten und bieten deren Vorteile, ohne dass der Honigraum als Ganzes bewegt werden muss.
    Lagerbeuten sind die erste Wahl für die Imker, die eine Körperbehinderung haben, denn ein Magazin als 4. oder sogar 5. Magazin abzunehmen ist Kraftsport pur und wennn du nicht unbedingt ein Wanderimker oder Freilandimker werden willst und vielleicht in deinen sozialen Beruf mehr Möglickeiten hast Leute mit einer Behinderung als andere kennnen zu lernen und vielleicht zu dem schönen Hobby imkern bringen willst, kann man dich nur zur Auswahl dieser Beute beglückwünschen.

  • Morje, Schwarz-Gelb,
    bei der Anordnung der Waben richten sich die Bienen nach dem vorgefundenen Raum: also in afrikanischen Tonröhren oder Kainer Bauernkästen bauen sie von vorne nach hinten. Die Vorräte werden möglichst fern vom Flugloch gelagert. Die Imker Golz und Bremer wollten kein Langboot als Beute, darum liegt der Honigraum hinter oder neben dem Brutraum. Eine sehr gute Erklärung zu den Lagerbeuten findest Du bei www.unser-imker.de, imkerforum, betriebsweisen, lagerbeute.
    Nur für Lagerbeuten hat sich das Rähmchenmaß "Kuntzsch-hoch" durchgesetzt. Wenn Du mit Zander oder DN imkerst, dann imformiere Dich doch mal über die Trogbeute.


    Peter57

    Vernunft verwirrt Dogmatiker! (Prof. Dr. H. Lesch)
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    Start 2004 mit Eifel-Carnika; 5 Völker in Lagerbeuten nach Bremer und Golz; fast Öko-Betriebsweise.