OS wie oft verdampfen ? Welche Wartezeit ?

  • Hallo ,
    habe meine Völker nach Trachtende 2 mal mit AS und anfang Dezember einmal mit OS (verdampft) behandelt . Es fallen jetzt noch alle 1- 2 Tage 1 Milbe pro Volk .
    Solte ich nochmal behandeln ? Schadet eine zweite Behandlung den Bienen ? Wie lange sollte die letzte Behandlung her sein bevor man die Honigräume aufsetzt ?



    Wünsche Euch Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr .


    Gruß Florian

  • Hallo Florian
    Bin mal auf die Expertenmeinungen gespannt aber ich denke eigentlich mit drei Behandlungen müsste man hinkommen und im grünen Bereich sein, ein mehr ist eventuell schon zu viel und vielleicht für das eine oder andere Bienenvolk nicht zu empfehlen denn auch bei denen geht sowas doch irgendwie an die Gesundheit wenn man es übertreibt, oder seh ich das völlig falsch????? Der Milbenfall kann auch,nach meinen Erfahrungen,trügerisch sein und ein Behandlungswahn beim Imker auslösen.Hab schon erlebt das so innerhalb 1 bis 2 Wochen der Milbenfall zum Behandlungszwang beitrug und nach weiteren 2 Wochen kein Unterschied zu den unbehandelten Völkern im Milbenfall erbrachte.Aber da macht ja sicher jeder so seine eignen Erfahrungen.
    naja auf jeden Fall mal
    imkerliche Grüße und einen guten Rutsch

  • Hallo Miteinander,
    ich habe meine Varroabehandlungen nach einem bestimmten Plan ausgeführt und bin bisher gut zurechtgekommen.
    Nachstehend meine Behandlungsweise:
    Bei der Sommervarroabehandlung nach der Endabschleuderung kann man mit dem Oxalsäureverdampfer gute Ergebnisse erzielen, die Oxalsäure wirkt zwar nicht in die Brut, aber dafür wird in der Regel alle 5 - 7 Tage und das bis zu drei Mal das Volk bedampft. Durch dieses oftmalige Bedampfen erwischt man in der Regel sehr, sehr viele Varroamilben, da man einen ganzen Brutzyklus abdecken kann. Auch Ende Oktober bedampfe ich die Völker noch einmal, denn ich könnte mir auch von zusammenbrechenden Bienenvölker, sei es von Imkernachbarn oder wilden Schwärmen viele Varroas eingefangen haben. In der brutlosen Zeit, normalerweise sollte diese mit Sicherheit ca. 3 Wochen nach den ersten Frösten sein, kommt die für das nächste Jahr entscheidende und wichtigste Bedampfung oder eine anderweitige Varroabehandlung (Oxalsäurebeträufelung, Perizinträufelung oder Milchsäuresprühen). Hier sind oftmals >98 % der Milben zu erwischen. Diese letzte Behandlung des Bienenjahres (unbedingt auf brutlos achten) entscheidet normalerweise über das Überleben des Volkes im nächsten Jahr, denn wenn man im Frühjahr schon viele Milben im Volk hat und man bis zur Endabschleuderung im Julis keine vernünftige Varroabehandlung wegen des Honigs machen kann, kann es bis zum Juli dann schon zum Zusammenbruch des Bienenvolkes kommen, spätestens bei der Auffütterung ist das Volk tot.


    Lasst euch aber auch nicht verrückt machen, wenn Bienenvölker eingehen, denn 10 - 20 % ist eben die "Normalsterblichkeit" bei einer Überwinterung und schreibt nicht gleich alles der Varroa un den Giften zu.


    drohne : Oxalsäurebedampfen ist nicht gefährlicher für den Imker als Beträufeln, aber die Bienen überstehen die Bedampfung wesentlich besser als eine Beträufelung, die immer Bienenfleisch kostete und bei zweimaliger Anwendung der Beträufelung bei den Winterbienen dem ganzen Volk das Leben kosten kann.


    OS Säure ist genauso ungefährlich oder gefährlich als Bayvarol oder Perizin, der Imker alleine ist der Risikofaktor Nr. 1.


    Ich habe schon lange keine Varroawindel mehr in Betrieb, weil ich mir dem Erfolg meiner Behandlung sicher bin.