Schmeckt Honig aus bebrüteten Waben lecker!?

  • Hallo,


    ich probiere mich ja durch Honige aller möglicher Imker, aus Neugierde und Liebhaberei. Neulich hatte ich einen Honig, der nicht ausschließlich, sondern nur größtenteils aus unbebrüteten Waben stammte. Es waren einige wenige leicht bebrütete Waben in der Ernte, der große Rest unbebrütet. Nun wird's interessant:


    1. Man schmeckte es.


    2. Es schmeckte aber nicht schlecht!!!


    :oops:


    Ich war ganz durcheinander. Alles Hervorkramen erlernter Schleudermoral (niemals bebrütete Waben ernten!!!) half nichts. Der Honig schmeckte einfach klasse. Nicht besser als der ganz unbebrütete, auch nicht schlechter, aber deutlich anders. Das Aroma war wärmer, würziger, etwas schwerer und bodenständiger. Ähnlicher Honig aus unbebrüteten Waben schmeckte kühler, transparenter, leichter (sorry für die abgehobene Beschreibung, aber wie soll man's sonst in Worte fassen?). Er hatte auch gar keinen unappetitlichen, muffigen Beigeschmack von vielen dunklen Schwarten im Honigraum, so was hatte ich auch schon auf dem Tisch. Wie gesagt, nur ein paar leicht bebrütete Waben unter den unbebrüteten.


    Mir fiel da diese Geschichte mit der Kuhmilch aus Tretmistställen ein: Es ist ein paar Jahre her, und ich weiß leider nicht mehr, wo das veröffentlicht war. Da hat man Leute Milch aus neutralen Gläsern testen lassen. Und siehe da: eine große Mehrheit fand die Milch aus Tretmistställen deutlich leckerer als die aus "konventionell" ausgemisteten Ställen...


    Verwirrte Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes
    Leider verfüge ich nicht über einen solchen feinen Geschmacksinn wie Du und kann damit unterschieden aus was für Waben der Honig kommt.
    In meiner Region kommt aber die Mehrheit des Honigs aus gemischten Waben weil in Bienenhäusern mit dem Schweizerkasten geimkert wird.
    Dort wird meistens kein Absperrgitter zwischen den Brutwaben und den Honigwaben eingesetzt. Das gleiche gilt für die Mehrheit der Magazinimker, da Sie ja das Handwerk mit den Schweizerkasten gelernt haben.
    Normalerweise wird einzig darauf geachtet, dass man keine Waben mit Brut schleudert sondern man wartet, bis die Wabe Brutfrei ist.
    Der Honig hat aber immer einen positiven Charakter, da es sich um einen gemischten Blütenhonig handelt weil wir über keine Monokulturen verfügen.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  • N' Morgen
    der Johannes meint sicherlich bebrütete Waben.
    Seit der Varroamilbe und der Rückstansproblematik ist es modern geworden, Honig aus unbebrüteten Waben gewinnen zu wollen. Meiner Meinung nach wird da auch übertrieben, besonders die Kunsstoffwaben sind wohl vor allem für ihre Hersteller am sinnvollsten.
    Beim Schleudern merkt man an der Haltbarkeit, daß eine ein- bis zweimal bebrütete Wabe haltbarer ist, und dem Honig bstimmt nicht schaden wird.
    Der Honig lebt nunmal auch von den typischen Beimengungen, die im Bienenvolk vorhanden sind.
    Keinesfalls möchte ich mich für "alte Schwarten" im Honigraum aussprechen, aber nur ausgezogene Mittelwände mit verdeckeltem Honig gehen trotz vier Drähten (bei Kuntzsch bzw. DNM) meist gnadenlos zu Bruch, wenn der Honig schon etwas reifer ist.
    meint ralf_2

  • Moin Ralf Nr. 2,


    Zitat

    ausgezogene Mittelwände mit verdeckeltem Honig gehen trotz vier Drähten (bei Kuntzsch bzw. DNM) meist gnadenlos zu Bruch, wenn der Honig schon etwas reifer ist


    Dann nimm halt 6fach oder 7fach gedrahtete mit Wellenspannung oder nimm Waben mit 4 Querdrähten oder schleudere vorsichtiger. Ich will ja nicht pranzen, denn auch mir zerhaut's die eine oder andere Wabe, aber Beton kriegst Du auch nicht aus bebrüteten Waben raus. Und wer Raps erst im Juli schleudert (was ich Dir ja nicht unterstellen will) oder Zementhonig verpaßt, der macht nichts bei den Waben falsch, sondern bei der Völkerführung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • @ henry


    jetzt verstehe ich was du mit "johannes kennen" meinst.


    schreib doch einfach,:johannes ist hier der clown! :wink:

  • Hallo Stubenhocker,


    Wenn ich in ein/en Forum/Raum eintrete stelle ich mich eigentlich erst einmal vor, um mich in einem guten Licht zu präsentieren.
    Nun gut, es gibt Menschen die fallen auch gleich mit der Tür ins Haus, ist auch eine Vorstellung?
    Eigentlich freut man sich über jeden Neuankömmling, frische Ideen neue Themen und Fragen.
    Dabei ist es auch ohne Wert, ob er schon, noch oder nicht mehr und wie viel Bienen hat, wertvoll ist die Frage und die ernsthafte Diskussion derselben um eine fachgerechte Antwort zu finden.
    Selbst für Späße und auch für nicht ganz ernst gemeinte Themen ist Platz und Zeit, aber mit Stil!
    Ich persönlich mag es nicht wenn mir jemand übers Maul fährt, der damit nur seine Anwesenheit kundtun will, aber sonst nichts vorweisen kann.
    Deinem Profil entnehme ich das du dich noch in einer spätpubertären Phase befindest, das lässt vielleicht noch hoffen!
    Auch bezeichnest du dich als Neurotiker, vielleicht darf ich dich kurz aufklären was das bedeutet; Neuro~ Nerven und rotik~ drehend/kreisend oder auf gut deutsch - Nervensäge -.
    Jedoch möchte ich eine echte Neurose nicht der Lächerlichkeit preisgeben.
    Deine Aufrichtigkeit beschämt mich, leider kann ich dir nicht helfen denn dies ist ein Imkerforum, aber wenn du möchtest, bitte ich den Webmaster dir ein Neuroforum einzurichten.
    Oder hast du dich gar verschrieben und die Neuroptere gemeint und willst uns in die Welt der Neuroptera einführen?
    Du bemerkst, dass mit dem –Neu(en)- kann einem ganz schön auf die Nerven gehen?


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret (keine Platzhirschkuh)