Bienenstöcke im Garten?

  • Hallo!


    Ich möchte nächstes Frühjahr mit der Imkerei beginnen, bin jetzt aber nach ca. 1 Million Seiten im Imkerforum etwas verunsichert, weil immer wieder etwas von "wilden Stechern" zu lesen war. Ich plane, die Stöcke im Garten (500 m²) aufzustellen, die gesetzlichen Mindestabstände zum Nachbarn kann ich einhalten. Meine Sorge ist jetzt: werde ich mich ohne Imkeranzug in den Liegestuhl legen können, oder anders ausgedrückt: wie weit muss man von den Stöcken entfernt sein, dass man sich mit Freunden im Garten hinsetzen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass diese von den wilden Stecherinnen überfallen werden?


    LG Helene


    P.S.: Bin aus Österreich, also nix mit "Buckfast" ...

  • Hallo, Helene,


    Zitat

    nix mit "Buckfast"

    Hm, willst Du nicht oder darfst Du nicht? Letzteres kann ich nicht so ganz glauben; Wien liegt doch nicht im Carnicareinzuchtgebiet, oder? Einige hervorragende Buckfastzüchter halten ihre Bienen in Österreich. Vielleicht nicht gerade in der Steiermark.


    2004 hatte ich hier 2 Carnica- und eine Buckfastherkunft. Die Sache mit dem Liegestuhl geht bei diesen Buckis absolut problemlos, bei den Carnicas (auch der sanfteren von beiden) nicht. In der Regel wird Dir zwar auch da vor dem Flugloch nichts passieren, aber bei beiden bin ich von Fluglochwachen attackiert worden (einmal, weil ich mit dem Kopf zu dicht ans Flugloch kam, einmal weil ich abends 3 m vor dem Flugloch mit der Sichel Gras kürzte. Beim Bearbeiten waren zumindest letztere im großen und ganzen gut handhabbar.


    Bei den Buckis fand ich meinen Sohn mehrmals fast mit der Nase im Flugloch. Gestochen worden ist er noch nie.


    Disclaimer:
    Ich bestreite nicht, daß es auch noch sanftere Carnicas geben mag. (Also bitte keinen Rassensanftmutstreit... :roll: )


    Viele Grüße


    Johannes

  • ...aus irgendwelchen Gründen mögen Bienen Gras mähen nicht.....


    ....halte meine Feten meist im Garten neben dem Bienenhaus (und bei schlechtem Wetter darin) ab und Belästigung durch die Bienen sind unbekannt. o.k. näher als 2-3m vor der Flugfront sollte man nicht sitzen (weil man ein Hindernis in der Flugschneiße ist...).
    Stiche hat es bisher noch nicht gegeben. Und ich habe in der Mehrzahl Carnica-Völker.
    Einen Unterschied in der Sanftmut zwischen Carnica und Buckfast kann ich nicht finden. Meine sanftmütigsten Carnica-Herkünfte sind aus Österreich, aus dem Weinviertel!


    MfG

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo,


    ich habe meine Bienen in einer Hecke stehen. Das zwingt sie dazu spätestens zwei Meter vor dem Flugloch steil noch oben zu fliegen. Ca. 5 Meter von den Kästen entfernt (allerdings nicht in Flugrichtung) steht eine Wippe und eine Schaukel die auch rege von meinen und anderen Kindern genutzt werden. Das ist schon seit zwei Jahren so und es ist noch nie jemand gestochen worden.


    Also egal welche Rasse, man muss die Bienenkästen nur ausreichend abschirmen dann hat mein kein Problem. Zumindest bei kleinen Völkerzahlen sollte das so sein.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo,


    keine Angst mit den Bienen im Garten. Wenn du nicht gerade Rasen mähst, wenn es gewittrisch ist, dann wird dich keine einzige stechen. Bei meinem Außenstand kann ich mit dem Balkenmäher direkt vor den Fluglöchern mähen.


    Zu dem Rassengeplänkel sei noch gesagt, dass es egal ist, was du hältst. Ich habe eine robuste Feld-Wald-und-Wiesenmischung. Selektiere die Stecher aus. Von denen wird nicht nachgezogen. Bei normalen Wetter muss sich den Bienen der Honig in kurzen Hosen, T-Shirt und Schlappen entnehmen lassen, ansonsten schau dich nach sanftmütigeren "Königinnen" um.
    Zu bedenken ist noch, dass ein Stecher am Außenstand gar nicht schlecht ist... Hält lästige Besucher fern. Dafür kann man sich dann auch einen Schleier umwerfen.


    Du kannst bequem vor den Fluglöchern stehen. Mit meinen Neffen und Nichten sitze ich im Sommer oft davor, um ihnen die Bienen zu zeigen. Und die waren sehr skeptisch.


    So lange du ruhig bist...


    Gruß Frank

  • Hallo,
    wir hatten letztes Jahr unsere Bienen (Buckfast, eigentlich keine Stecher) im Garten - es hat sich nicht bewährt. Bilanz: 2 Stiche wegen Apres-sun-Mittel, das den Bienen nicht zusagte, 2 Stiche vor Gewittern, 1 Stich völlig unklarer Ursache, mehrere wilde Fluchten anderer Familienmitglieder nach Arbeiten im 7m-Radius rund ums Flugloch - dann haben wir aufgegeben und einen günstigeren Platz gesucht - und gefunden! :D 
    Grüßle
    Soni

  • Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor ...


    Trotzdem danke für die vielen Antworten! Ich glaube, ich werd's trotzdem wagen - ich habe ja sowieso nicht vor, in 2m Entfernung vom Flugloch Honigbrote zu schmieren. Dass man den Rasen nur noch mit Schleier mähen kann, habe ich auch schon gewusst, da hat man dann wenigstens auch Ruhe von den Gelsen :D


    @ G. Wustmann: von wo aus dem Weinviertel? aus Mistelbach?


    LG Helene

  • Hi,


    bei mir ist es noch ein wenig krasser, deshalb noch das posting. Ich hab einen Garten von etwa 100 qm und seit letztem Frühsommer zwei Stöcke drauf. Aus dem Flugloch raus fliegen die Bienen (Carnicas) direkt auf einen bewachsenen Zaun zu, vor dem noch Himbeeren wachsen. Der ist knappe 2 m entfernt. Seitlich neben der linken Beute ist in 1,50 m Entfernung unser Kanickelgehege. Zum Beobachten setze ich mich etwa 1,50 m schräg vorne vors Flugloch. Hinter den Beuten sind kleine Bäume, die die ganze Sache zur Rasenfläche abschotten. Auch bei mir gehen die Bienen ratz fatz nach oben auf etwa 3 Meter Höhe. Standortbedingt hatte ich bisher nur einen Stich, da mir auf meinem Beobachtungsstuhl ´ne Biene in die Hose gekrabbelt ist. Meine Frau pflückt fast direkt vorm Flugloch die Himbeeren. Nie was passiert. Allerdings hat´s unsern Hund schon gebeutelt. Der liebt schnelle Bewegungen.


  • hallo johannes,


    warum hast du nicht über deine erfahrungen mit deinen drei völkern geschrieben. man könnte bei deinen beitrag denken du hast ahnung von der bienenhaltung. eine empfehlung für die buckfastbiene ist ausgesprochener quatsch. so kann man sich bei den imkerkollegen gleich unbeliebt machen und es wird nichts mit der imkerei.



    @ helene


    hast du dir schon überklegt wie du anfangen willst und woher du dein erstes volk bekommst ? in wien wird es sicherlich imkerkurse geben. dabei wird dir das nötige wissen vermittelt um vor möglichen stechern gewapnet zu sein. es sollte keine probleme geben und ich wünsch dir viel spass bei der imkerei


    :wink:

  • Moin Stubenhocker,


    wirklich sehr nett Dein erster Beitrag. :evil: Damit machst Du Dich gleich superbeliebt, besonders bei den Imkerkollegen.


    Wieviele Völker betreust Du eigentlich so? Und seit wann? Warum hast Du was dagegen, daß Johannes findet, daß seine Buckis zahmer sind als seine Carnica? Warum denkst Du, daß wir nicht wissen, wieviele Völker Johannes hat und warum gehören wir in Fettschrift darauf hingewiesen? Ist an Deinen Computer eigentlich die "Groß-Mach-Taste" kaputt? Wir geben uns hier normalerweise Mühe, unsere Beiträge lesbar zu gestalten und wir benutzen normalerweise ein großes "Du", weil wir damit den Respekt vorm virtuellen Gegenüber zum Ausdruck bringen, das ja ein sehr reales Gegenüber ist.


    Wenn Du ein Forum zum Stänkern suchst, versuch's doch mal woanders.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Imkers,


    ich möchte ein Wenig davor warnen in allzukleinen Grundstücken oder in von Nachbargrundstücken eng umgebenen Grundstücken Bienen aufzustellen. Gerade in Gartenanlagen mit Kleingärten schlägt die Stimmung pro und contra Bienen sehr schnell um. Und, machen wir uns nichts vor, wer mit 3 Völkern startet, wird ja auch Ableger bilden und vielleicht dann doch 5 oder 6 Völker in den Winter nehmen und so Gott will auch auswintern. Auch starten viele Imkeranfänger mit Ablegern die nicht sehr stark in den Winter gehen und erst im nächsten Jahr zu Vollvölkern werden. (Weil der Anfänger ja mangels Masse nicht im Herbst vereinigt) Schwache Völker sind aber immer zahmer als starke. Probleme treten dann also erst auf wenn die Völker im Herbst vereinigt wurden und nun sehr stark ins neue Jahr starten. Und wenn man, mangels Erfahrung von Nachbars Bäumen Schwärme einsammeln muß, die vorher als "riesige, die Sonne verdunkelnde bedrohlich surrende Bienwolke" über die Gärten gefegt sind, dann erhöht sich die Anzahl der Bienenallergiker innerhalb von Sekunden.


    Deshalb empfehle ich, schon heute an morgen (also das Jahr nach dem übernächsten Winter :wink: ) zu denken und den Hauptstand irgendwo außerhalb aufzubauen und nur zur eigenen Freude ein, zwei Völker oder die Ableger im Garten aufzustellen. (Meine Völker "zur eigenen Freude" stehen ja auf Balkonien :D )

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo


    dass mit den grossen DU war mir auch neu. Aber GottSeiDank weiß ich es jetzt und kann in Zukunft angemessen schreiben :wink:


    Das Johannes drei Völker hat ist wirklich allgemein bekannt.


    Klaus

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.