Viele tote Bienen

  • Hallo,
    und schon wieder ne Frage: bei unseren 4 Völker (auf Zander, 2-3stöckig, offener Gitterboden) liegen überall auf dem Boden viele (grobe Schätzung etwa 100 pro Volk) tote Bienen. Da dies unser erster Bienenwinter ist, sind wir etwas verunsichert. Ist das normal?
    Wenn nicht, was sind mögliche Fehler? Varroabehandlung wurde ordnungsgemäß und erfolgreich :-? durchgeführt, es liegen auch nur wenige Varroen auf der Einlage.
    Bin euch für jede Idee und jeden Tip dankbar.
    Grüßle
    Soni

  • Hallo Soni,


    in welcher Zeit sind die Bienen abgefallen? Wenn sie sich seit Oktober dort gesammelt haben, ist alles in Ordnung. Das sind Altbienen, die es nicht mehr aus dem Stock geschafft haben. Sind sie jedoch in den letzten zwei Wochen gefallen, würde das auf Probleme (Varroa, Verhungern, ...) hinweisen.


    Grüße, Thomas

  • Hallo,
    und erst mal Danke für eure Antworten.
    An Drohne: es ist schwer zu sagen wie viele Milben pro Tag, ich würde mal sagen so 2-5 pro Woche...
    Thomas, die Bienen sammeln sich da so seit Ende Oktober. Da wir direkt neben den Kästen ein Feld mit Phacelia und Gelbsenf haben, war bei den Bienen bis in den späten November "Action".
    Bei einer Beute haben wir einen Teil der toten Bienen entfernt vor etwa 2 Wochen, auf dieser Fläche sind kaum mehr neue hinzugekommen (ca. 3-5 Stück auf 1/4 Bodengrundfläche). Also kein Grund zur Beunruhigung??
    Danke und Grüßle
    Soni

  • Hallo Soni,


    so, wie du dies geschildert hast, sehe ich keinerlei Grund zur Beunruhigung.
    Es sind größtenteils, wie schon oben gesagt, tote Altbienen.
    Völlig normal.
    Du wirst dich in späteren Jahren noch wundern, vieviele Bienen manchmal auf dem Bodenbrett liegen können, und im Frühjahr fliegt das betreffende Volk wie all die anderen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Also ich habe auch in einem Volk viele tote Bienen, in einem anderen wiederrum keine toten Bienen, die Völker sind auch auf dem Gleichen stand, die Varoose Behandlung wurde sehr erfolgreich ausgeführt. Woran kann das Liegen? oder Was hab ich Falsch gemacht?

  • Hallo Christian,


    du schreibst:

    Zitat

    Woran kann das Liegen?


    Na, an der "Gaußschen Normalverteilungskurve" :o


    Hört sich blöd an, is aber so.
    Heute würde man sagen: "Statistik"
    Es ist ganz einfach, und ganz einfach normal, dass ein Volk anders überwintert als das andere.
    Und was zählt, ist "was hinten rauskommt", wie ein deutscher Bundeskanzler mal treffend gesagt hat.
    Mach dir keine Sorgen und freu dich aufs Frühjahr.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Ich bin nur bei dem Vok etwas beunruhigt, weil da eben viele tote Bienen drin Liegen, mir ist halt noch kein Volk Gestorben, auch letzten Winter net!

  • hallo liebe mitimker!
    war heute auch mal wieder bei meinen bienen und hab nach dem rechten(und linken :wink:) geschaut. hab mal unten in die beuten reingeschaut und da genau wie soni für mein empfinden sehr viele tote bienen gesehen(bei meinem ableger(2 zargen) bestimmt 100-200,bei meinem w-volk (3 zargen) so um die 100). nu hab ich aber dieses jahr wie immer gegen varroa behandet und zwar mit o- und a-säure und genug gefüttert hab ich sicher auch. bin ein wenig irritiert/besorgt, allerdings hatte besonders der ableger (mit diesjähriger königin)auch bis in den november rein verdammt viele flugbienen.was meint ihr, is auh das so normal oder stimmt was net?!würd mich sehr über baldige antworte freuen.


    schönen gruß aus dem frostigen erkelenz
    patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Moin Patrick,


    langsam mußt Du dochemal merken, daß es egal iss, weil, wenn's schlimm wär könntes Du auch nichts machen. Laß sie in Frieden. Bitte.
    Und wenn ein Volk im Herbst 10.000 Bienen hat und im Frühjahr 5.000 oder weniger, dann nimm den paar hundert nicht übel, daß sie's zum Draußensterben nicht mehr geschafft haben. 4.000 sind dann immerhin ohne Dich in große Sorge zu bringen, still und duldsam davongeflogen also von uns geflogen oder gegangen oder so.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Logischerweise verliert ein Bienenvolk über den Winter Bienen. Der Schwund kann viele Ursachen haben. Wenn die Bienen ihr Lebensende merken, entziehen sie sich der Gemeinschaft und fliegen zum Sterben aus. Wenn sie das wegen tiefer Temperaturen nicht mehr schaffen, fallen sie runter. Was der Imker auf dem Gitter liegen sieht, kann über den tatsächlichen Schwund hinwegtäuschen. Anscheinend gibt es zwischen Träufelbehandlungen (Perizin/OS) auch einen Unterschied auf den sichtbaren Totenfall. Eine weitere Ursache für sichtbaren Totenfall kann der Abriss der Außengasse zum Kontakt zur Traube oder dem Futter sein. Ich beurteile den Totenfall von 200 Bienen seit dem letzten größeren Flugtermin als normal. Wenn 2-3 Wabengassen kein Futter mehr haben, liegen erheblich mehr Bienen auf dem Boden. Varroabedingten Winterverluste können in zwei Klassen eingeteilt werden: Kahle Bienenvölker die sich bis Dezember leergeflogen haben oder schwaches Bienenvolk liegt auf dem Gitterboden im Januar/Februar. Zwischen normalem und abnormalem Verlust entscheidet auch der Einwinterungsszustand des Volkes. Ein starkes Altvolk kann, aufgrund der Altersstruktur, erheblich mehr Bienen als ein Jungvolk verlieren. Dann ist ein Schwund von 10 000 auf 6 000 Bienen gut zu erklären. Bei einem Jungvolk kann ein Schwund von 6 000 auf 5 000 auch noch normal sein. Ich bin mal gespannt wie mein Altvolk mit 20 000 Bienen auswintert.
    Gruß
    Simon

  • Hallo alle Miteinander,


    Es geht mir wie alle Jahre vorher, ich lebe auf Entzug und es sollte eigentlich Gewohnheit sein.
    Es ist wie im wahren Leben, man lernt etwas besonders zu schätzen erst dann, wenn man darauf verzichten muss.
    Mir fehlen die Beobachtungen am Flugloch, der Duft der geöffneten Beute, die Eigenarten und nicht zuletzt die wenn auch wenigen Stiche meiner Lieben und, und….
    Aber Weihnachten werde ich sie noch einmal sehen, zur letzten Varroa- Behandlung und dann, - wieder warten!
    Wie alle Jahre, so auch wieder.
    Und ich freue mich schon wieder auf den Frühling, den Sommer und auf meine Bienen, die nur Überlebt haben weil ich sie gut versorgt und ihnen ihre Ruhe gegönnt habe.
    Liebe Kollegen, bleibt stark!
    Wissen wir doch wofür.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen
    Margret

  • Hallöchen!
    Vielen Dank für eure schnellen Antworten :D !
    Bin jetzt schon wesentlich beruhigter und warte ganz entspannt aufs Frühjahr 8) .
    @Henry:Keine Sorge, ich lass die Mädels schon in Ruhe, hab ja nur ganz vorsichtig durchs Flugloch gelinst und tu z.Z auch sonst nix an den Beuten!!! P.S.:Fällt dir was auf?! :D


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!