DIE SALZBURGER ALPENLANDBIENE

  • Hallo
    Ich wohne auf der schwäbischen alb ca. 900m
    Würde dies Rasse sich hier wolfühlen und was sind iere vor-nachteile
    Oder soll ich bei meinen carnis bleiben.

  • Hallo Volle,
    die einheimische, autochthone Honigbiene würde sich "Zuhause" sicher wohlfühlen und wäre für ihre symbiotischen Blüten kein Nachteil.
    "Dunkle Biene" ist Arten- und Naturschutz. Wer nur etwas "Neues" oder "Seltenes" haben möchte, sollte lieber bei seinen "carnis" oder "buckis" beilben.
    Mit herzlichem Imkergruß
    Gerhard

  • Hallo Volle,
    probier´s aus...
    ... wenn Du an sie rankommst...
    ... ist nämlich nicht so einfach, die Züchter sind etwas misstrauisch, wenn sie einen nicht kennen.
    Irgendwie herrscht die Befürchtung, das man die Dunklen nur zu Vergleichszwecken verwendet, deren Urteil man schon im Voraus zu kennen meint.
    Bestätigung der vorherrschenden Meinung, das die Carnica die "bessere" Biene ist?
    Bevor es wieder und wieder zu einen Rassenstreit kommt, jede Bienenrasse hat Vorteile und Nachteile. Jeder soll mit der Biene imkern, mit der er am besten zu recht kommt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • hallo hier is dr älbler
    der Ansporn wäre Artenschutz
    Varoentoleranz(Langlebigkeit)
    und der wunsch das richtige zu tun


    da es ja zu Kreuzungen kommt würde ich gerne wissen ob in der 2,3,4 Generation es zu stechern kommt(wen Inzucht und reitzbare Völker ausgeschlossen sind)





    mit freundlichem gruss volle

  • Hallo Volle,
    beim Artenschutz kann sich jeder einbringen und ist herzlich willkommen.
    Apis mellifera mellifera ist wahrscheinlich die erste Aufspaltung nach der cerana, aber es gibt keine Varroatoleranz, jedoch Auffälligkeiten und Vorteile.
    Mit dem Thema Kreuzungen und Stechlust befassten wir uns in unserem letzten Rundbrief www.dunklebienen.de
    Mit herzlichem Imkergruß
    Gerhard

  • hallo
    danke für eure antworten komme gerade vom skifahren
    könte mir vieleicht jemand von euch einen buch tipp geben über die dunkle biene (betriebsweise,worauf man achten solte)

  • Hallo Volle,
    speziellen Tipp habe ich nicht.
    Gut beschrieben sind die Dunklen Bienen bei Bruder Adam "Auf der Suche..." und bei Ruttner "Naturgeschichte der Honigbienen".
    Was helfen könnte, wären antiquarische Bücher aus der "Vor-Carnica-Zeit".
    Nach meiner Meinung besteht hinsichtlich Betriebsweise und Beuten kaum Unterschiede zwischen Mellis und Carnis.
    Da mit gleichen Mitteln und Methoden weiter geimkert werden konnte, fiel die Umstellung auf Carnis ja auch relativ leicht.
    Anders wie bei der vorher
    gescheiterte Umstellung auf Ligustica, die ja mehr Futter und größere Beuten brauchte.
    Damit tut sich die Bucki ja auch schwer. Wer sich mit der Völkerführung und den Betriebsmittel nicht voll auf diese umstellt,
    wird von ihr enttäuscht sein.
    Ein Unterschied ist der, das die Mellis recht robust sind und nicht so
    "pflegeintensiv" wie die Carnis sind. Als Beispiel möchte ich dafür nennen, das bei der Umstelung auf Carnis angeführt wurde, das sie im Nachsommer, damals zwischen letzter Honigentnahme und Auffütterung,
    Futter brauchte. Die Mellis konnte man da der Selbstversorgung überlassen. Aber wegen schlechter werdenden Trachtgrundlagen ist das natürlich nicht mehr angebracht. Noch ein Unterschied besteht sicherlich in der späteren Frühjahrsentwicklung. Sie sind da vorsichtiger und nicht so rasant. Das spricht für eine Anpassung an das Klima und die (Früher)
    vorherrschende Sommer- und Spättracht.
    Auch in der Schwarmzeit besteht noch ein Unterschied, da die Mellis relativ schwarmträge sind (ausser die auf extreme Schwarmfreudigkeit ausgelesene Heidebiene, aber da gibt es ja ein Gegenstück bei den Carnis mit den Bienen aus dem Bauernstöcken).


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • hallo miteinander
    hab den Rat befolgt und bei meinem Opa Bücher von seinem Vater von 1887 bis 1934 geholt. Die Imker damals waren anderen Rassen gegenüber nicht so voreingenommen. Wenn ich das in den büchern lese
    beurteilten sie recht objektiv und versuchten nicht nur Reinrassig sondern
    Mischvölker mit hohem Honigertrag zu züchten. Schade dass es dabei nicht blieb. Wäre schön, so hätten wir unsere deutsche noch, auch wenn modernisiert.
    gruss volle

  • Hallo volle,
    Du beschreibst sehr "schön" und ausführlich warum es die heimischen, autochthonen Honigbienen nicht mehr gibt:
    Inzucht, Mischung und Modernisierung - leider ist es so geblieben.
    So haben wir heute die modernisierte "Deutsche Carnica" und die moderne Buckfast (so ein Mischt!).
    Mit herzlichem Imkergruß
    Gerhard

  • Hallo Konrad,
    Holunder wird von Fliegen und Schwebfliegen bestäubt.
    Er ist eine "Fliegenblüte".
    Der Aufbau der Blüte ist nicht "bienengerecht".
    Viele Grüße
    Lothar

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  • Hallo Lothar,


    haste den wenigstens jetzt mal in deine Beuten geguckt und kannst etwas über die Unterschiede zur Carnica berichten ?


    Grüsse


    8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • ... sollte ich großartig Wabe für Wabe in den Völkern rumwühlen?
    Sie bauen gut, sie fliegen fleissig (auch wenn die Carnis noch oder schon wieder in der Kiste sind), nichts auffälliges am Flugloch zu sehen.
    Kein Grund sie zu "skelettieren".
    Noch Ableger machen, damit dürfte das Gröbste getan sein.
    Eine schöne Biene, wenn man wenig Zeit hat.
    Allein dafür kann ich sie schon loben.
    Viele Grüße
    Lothar

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