Mit Puderzucker gegen die Varroa

  • Wie lange ist nicht zu lange ?


    ..Deine erwähnten 7 Tage halte ich für zu lange.
    In diesem Fall nun sofort.


    Zitat

    Wenn du nicht wöchentlich behandeln möchtest, dann nutze PZ in der brutfreien Zeit. KS, TBE, Ableger, ...


    Richtig. Um die Anwendung mit der PZM auch hier leichter zu machen, wird nächstes Jahr ein Set angeboten der aus 2 Teilen besteht: einem neuentwickelten Schwarmfangsack und einer Gitterbox. Dort können alle Bienen aus KS, Schwärme oder TBE eingeschlagen und behandelt/bestäubt werden und nach 10-15 Minuten dann in ihre neue Beute 'entlassen'. Falls Milben es geschafft haben sollten, diese Bestäubung auf den Bienen zu überstehen und nicht abgefallen sind, so läuft die Anzahl aber gegen Null. Wir haben heuer sehr gute Ergebnisse damit erreicht.


    Zitat

    250g pro Volk? Nicht schlecht. Das geht dann bei 10 Völkern und wöchentlicher Behandlung schon auch ins Geld.


    ???
    Was soll ich dazu sagen. Ein Päckchen PZ kostet so um die 40-50 Cent. Rechne mal durch, wenn das schon zu viel Geld ist Dich, wieviel PZ Du für eine Glas Honig kaufen kannst.


    Grundsätzlich würde ich Dir raten meine Tabelle zur Mengenangabe zur Hand zu nehmen.
    Die empfohlene 250 g sollten ja Dir nur zeigen, dass Du auch was auf dem Bodenbrettchen sehen kannst und den Unterschied zu Deinen selbstgemachten PZ deutlicher siehst. Zudem würde die Restmenge von 50 g bei einer Anwendung von 200g ebenfalls Wasser ziehen und dadurch bei der nächsten Anwendung ein schlechteres Ergebnis bringen. Der reine PZ zieht sofort Wasser und die Kristallstruktur verändert sich sehr schnell. Auch wenn man so einen PZ dann mittels Sieb in die Beuten siebt, ist er 'grobkörniger' und weniger wirksam.
    OK, ich berichtige mich hiermit und empfehle Dir: nimm' die Menge aus meiner Tabelle.


    Jonas


    Nachtrag: An die reinen PZ-Anwender.
    Ich rate davon ab, einfach nach Schätzung die Menge an PZ vorzunehmen. Die Menge sollte dahier eher etwas großzügiger bemessen sein ... auch weil die Wirkung stark von der aktuellen Luftfeuchtigkeit außerhalb und auch von der Luftfeuchtigkeit innerhalb des Stockes abhängt. Einmal einen Plastikbecker 'eichen' und gut ist.

  • Ja, Wartezeit muss nicht sein. Bei den Amis gibts auch ne Art Blockbehandlung an 5-6 Tagen hintereinander.


    Jonas du behandelst die KS nur einmal mit PZ. Kannst du dazu genaueres schreiben ?

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ja, Wartezeit muss nicht sein. Bei den Amis gibts auch ne Art Blockbehandlung an 5-6 Tagen hintereinander.


    Jonas du behandelst die KS nur einmal mit PZ. Kannst du dazu genaueres schreiben ?


    1. Frage: Ja.
    2. Frage: Der KS, Schwarm oder alle AF (mein persönliches Kürzel für alle Arten von Abfegebienen aus der TBE, von den Honigzargen oder AF vor dem Flugloch), werden in meine Gitterbox gestoßen/gefüllt. Diese Bienen wird dann mit .bienenhilfe mit 200-300 g bestäubt - reiner PZ geht natürlich auch, doch da sollte man schon 500g nehmen. Das sind m(r)eine Erfahrungswerte. Das Ganze wird dann sachte geschüttelt und gedreht, sodaß alle Bienen bestäubt werden. Die Bestäubung kann man auch gut sehen. Alle Milben (ich behaupte das jetzt einfach mal) fallen ab, oder lassen sich fallen und fallen durch das Gitter - bei mir in eine große Kunststoffwanne. Dann kann ich den Abfall sehr gut sehen.
    Diese Art der Bestäubung mit der PZM dauert ca. 10-15 Minuten. Die Box bleibt dann einfach solange stehen. Dann ist der Großteil des PZ bzw. .bienenhilfe durchgefallen; die Bienen putzen sich aber noch. Den Bienen paßt das alles natürlich nicht. Sie brausen auf und eine große Staubwolke wird durch das Fächeln der Bienen erzeugt und durch das Gitter nach außen gestoßen. Gut so, dann wird der feine Staub nochmals intensiv verteilt. Anschließend wird der komplette Inhalt der Gitterbox in eine Beute eingeschlagen. Ein erhöhter oder auffälligen Totenfall konnte ich bei dieser Art der Behandlung noch nicht feststellen. Weder bei der Behandlung selbst, noch später auf dem Bodengitter der Beute. KÖ habe ich in den letzten 2 Jahren dadurch noch keine einzige verloren. Das Einschütten sollte aber sachte und mit Gefühl geschehen. Die Bienen laufen i.d.R. ganz normal in die Wabengassen. Bei .bienenhilfe spielt das Wetter keine große Rolle - geht selbst unter dem Regenschirm. Bei reinem PZ sollte es zumindest trocken sein.
    Die Volumen/Gewicht der Bienen darf für meine Gitterbox bis max. 4 kg sein.


    Im frühen Frühjahr wird auf meine Internetseite das Ganze ausführlicher vorgestellt.


    Jonas


  • Jonas du behandelst die KS nur einmal mit PZ.


    …Nachtrag:
    Mit ja meinte ich jeden KS. Ob ich diesen dann später erneut mit der PZM behandle, hängt vom Zeitpunkt ab, wann dieser KS erstellt wurde. Gleiches glbt für Schwärme und für AF. Wenn der KS im Herbst aus AF erstellt wird, dann nur einmal bei der Erstellung des KS. Ich hoffe, dass ich mich jetzt besser ausgedrückt habe.
    Jonas

  • Randy Oliver schreibt von ca. 1/6 der Varroa pro PZbehandlung die abfällt, zwar brutlos aber auf Waben...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Randy Oliver schreibt von ca. 1/6 der Varroa pro PZbehandlung die abfällt, zwar brutlos aber auf Waben...


    ???
    Was soll ich zu Randy's Aussagen nun sagen?
    Er war mein Ideengeber in der Übertragung der PZM hier auf meine Bienenstände. Wenn er diese Erfahrung gemacht hat, betrachte ich das als richtig. Nicht umsonst habe ich die Tabelle 'Mite Population' übernommen. Allerdings behandelt er mit reinem PZ. Wobei in den USA nicht ganz sicher ist, ob da - erlaubte - Zusätze wie Stärke beigefügt wurde. Diese dient der geringen (!) Verhinderung einer Verklumpung des PZ. Meine Versuche mit Mais-Stärke waren weniger erfolgreich (die Wirkung war nur Minimal) und ich habe diese wieder aufgegeben. Das wurde ja hier im Forum schon an anderer Stelle diskutiert.


    Die Behandlung/Bestäubung im Stock selbst unterscheidet sich gänzlich von der Behandlung in meiner Gitterbox. Da gebe ich Dir die 'Garantie', dass da alle Milben erwischt werden und abfallen. Das mal die eine oder die andere nicht erwischt wird und mit dem KS/Schwarm/AF in die Beute gelangt, möchte ich aber nicht ausschließen. Es wäre dazu ein gänzliches Abtöten dieses Volkes erforderlich um dann per Handarbeit alle Bienen zu untersuchen um meine Behautung zu wiederlegen/bestätigen. Dazu ist es mir um jede Biene zu schade. Garantie deshalb in '...'.


    Jonas

  • He Jonas, die ham cornstarch drin.


    Du könntest die 'Garantie' geben, wenn du gepuderte Svhwarmboxvölker mal mit Amitraz behandeln würdest...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Wieso abtöten?!
    In üblichen Studien gibt es ermittelte Differenzen zu Kontrollbehandlungen z. B. mit OS. Perizin brutfrei wäre auch ok.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Du könntest die 'Garantie' geben, wenn du gepuderte Svhwarmboxvölker mal mit Amitraz behandeln würdest...



    In üblichen Studien gibt es ermittelte Differenzen zu Kontrollbehandlungen z. B. mit OS. Perizin brutfrei wäre auch ok.


    ...ich bin jetzt aber etwas verwundert darüber, dass Ihr beiden wirklich anzunehmen scheint, dass Amitraz, OS, Perizin ein Volk Milbenfrei machen könnte. Ich bin da nicht Eurer Ansicht. Jedes Mittelchen hat seine Stärke und auch seine Schwäche, was für mich bedeutet, dass immer ein paar Milben nicht erwischt werden und da weiter machen, wo sie aufgehört haben > Fortpflanzung.


    Gleiches gilt natürlich auch für die Behandlung nach der PZM in oben erwähnten Gitterbox.
    Ich habe ja auch deshalb Garantie in '....' geschrieben.


    Ich freue mich auf die erste Studie - bis heute ist mir da noch nichts untergekommen - in welcher z.B. mehrere Völker in einer entsprechend großen, hermetisch geschlossenen Umgebung (z.B. unter Folie) mit AS, OS, Perizin oder Amitraz oder einem anderem Mittel nach Vorschrift behandelt und dort 3-4 Jahre gehalten wurden - ohne Kontakt nach draußen bzw. es gibt keine Re-Invasion. Ich will damit auch ausdrücken, dass es nicht nur die Re-Invasion sein kann, die unseren Völken jeden Jahr zu schaffen machen.


    Jonas

  • Wo steht denn, dass wer davon ausgeht, man könne ein Volk milbenfrei machen damit?


    Es geht um den bekannten hohen Wirkungsgrad und um einen Referenzwert (muss nicht 0 sein). Man will wissen, ob noch relevant was übrig blieb, und dafür sind diese Kontrollbehandlungen schon öfter zum Einsatz gekommen. Ich hab mir das nicht spontan ausgedacht:wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Perizin ist nach wie vor die Referenz und wird neben OS-träufeln zur Bestimmung der Restbelastung eingesetzt. Gerade, wenn man sein Verfahren bewerten will, sollte man keine Angst davor haben, daß Perizin nach der Behandlung mit dem Testverfahren noch jede Menge Milben fallen läßt. Gerade bei Schwärmen ist die Perizinwirkung nahe 100%. Das geben unumwunden auch alle Perizinverächter zu. Es geht immer nur darum, daß eine andere Methode genauso gut entmilbt wie dieses Medikament.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • .. oder einem anderem Mittel nach Vorschrift behandelt und dort 3-4 Jahre gehalten wurden - ohne Kontakt nach draußen


    ja das wäre was!


    Es gibt aber auch dann keinen Einfluss aus PSM


    das ist dir auch klar?


    bzw. es gibt keine Re-Invasion. Ich will damit auch ausdrücken, dass es nicht nur die Re-Invasion sein kann, die unseren Völken jeden Jahr zu schaffen machen.


    Wenn dem so wäre, dass Re-Invasion trotz Behandlung (mit irgend welchen Standartverfahren) zum Zusammenbruch von Völkern führt, dann hab ich eine Konkrete Frage zu folgendem


    An der A5 zwischen Appenweier und Offenburg war im ehemaligen Baustellenbereich ein großer Bienenstand mit nahezu 100 Völkern. In Frühjahr war dieser Stand zusammengebrochen auf schwache 6 Völker!


    Laut dem Betreuer der Völker alle an Varroa eingegangen! Es waren Ableger!


    Gegenüber der A5 also auf der andern Autobahnseite gibt es einen Bienenstand mit rund 30 Völkern


    Laut diesem Imker gab es bei ihm keinen einzigen Verlust zu verbuchen


    Wie kann so was möglich sein? :confused:


    Laufen die Milben zu den Völkern


    dann wurden die wohl alle Platt gefahren?


    also das Märchen mit der Re-Invasion ich kann es nicht glauben


    Gut ich bin ja traumatisiert aber es gibt Erklärungen für diese sprunghaft ansteigenden Milbendruck in den Völkern!


    und diese Erklärung heißt PSM!


    und erklärt sich letztlich über den negativ-Einfluss auf die Bruttemperatur

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!