Womit den Honig umrühren?

  • Hallo beisammen!


    Will mich erst mal kurz vorstellen: Ich heiße Daniela und bin 21 Jahre alt.
    Meine Eltern haben's nicht so mit dem Internet, darum nehme ich das hier mal in die Hand...:wink:
    Seit diesem Jahr hat mein Stiefpapa zwei Bienenvölker, und wir haben auch schon ziemlich viel Honig bekommen (jedenfalls mehr als wir Laien uns vorgestellt haben :lol: ).


    Nun muss man den Honig ja regelmäßig umrühren, damit er nicht hart wird, sondern cremig bleibt. Womit macht man das normalerweise?
    Wir dachten zuerst, das geht mit dem Handrührgerät, aber das Ding hat fast den Geist aufgegeben.
    Jetzt hatten wir die Idee, solch einen Mörtelrührer zu kaufen, den man in die Bohrmaschine einspannt.
    Meint Ihr das würde gehen? Und schadet es dem Honig, wenn das Teil verzinkt ist?


    Danke schon mal...
    Gruß Dani

  • Dr. Horn von der Uni Hohenheim empfiehlt in seinen Kursen den Honigstampfer "Auf und Ab". Ich hab das Gerät selber vor kurzem bei ebay für ein Appel und ein Ei neu ersteigert, aber noch nicht ausprobiert. Du bekommst ihn z.B. auch bei www.werner-seip.de. Mit der Bohrmaschine wirst Du eventuell zu schnell rühren und es soll anstrengender sein als mit dem Honigstampfer.

  • Hallo Dani,


    früher wurde der dreikantige Buchenholzstab empfohlen. Habe ihn selbst nie probiert. Es geht ersatzweise auch ein (Holz)Quirl, eingespannt in eine langsam drehende Bohrmaschine. Wenn diese aber nicht sehr kräftig ist, geht sie mit der Zeit kaputt. Besser sind Mörtelrührer, also spezielle langsam drehende Maschinen mit ordentlichem Drehmoment.


    Anstatt Stab wird heutzutage eine Rührspirale verwendet. Sie muß so herum drehen, daß der Honig nach oben gezogen wird, sonst rührt man Luft unter. Material: Edelstahl.


    Ach so. Nicht rühren, bis der Honig steif ist. Es reicht völlig, nur so lange zu rühren, bis genügend Kristallisationskeime erzeugt wurden. Das zeigt sich an einem leichten Perlmuttglanz des Honigs. Das Abfüllen geht dann noch flott und nicht mit einer "Schaufel".


    Grüße, Thomas

  • Hallo!


    Verzinktes Material ist für die Honigverarbeitung und Lagerung nicht geeignet, da durch die Säuren im Honig Zinkoxyd entsteht und das ist giftig! Daher nur Edelstahl verwenden (wie auch von Thomas empfohlen)! Zur Lagerung eignen sich auch Gefäße aus lebensmittelechtemPlastik und auch Emailgefäße (das Email muss aber in Ordnung sein - keine Risse oder Abgesprungen sonst kann es zu einer Reaktion mit dem Metall darunter kommen)!


    lg
    Andreas

  • Herr Horn verwendet aus gutem Grund den "Auf-und-ab-Rührer", obwohl er meines Kenntnisstandes nach ordentliche Honigmengen erntet. Er rührt drei Mal am Tag jeweils für wenige Minuten. Seit einiger Zeit verwende ich ebenfalls diesen Rührer mit guten Ergebnissen. (Buchen-)Hölzerne Geräte würde ich allein schon aus hygienischen Gründen nicht verwenden.
    Gruß Beemichael