• Hallo zusammen,


    ich imkere in falzlosen Zanderbeuten, wie sie der Herr Liebig empfiehlt. Nun möchte ich im nächsten Jahr vermehrt auf Königinnenzucht und Ablegerbildung setzen. Dazu überlege ich, statt Begattungskästchen einen Sammelableger/Viererböden einzusetzen. Nun meine Fragen:
    1) Habt Ihr eine Bezugsquelle für die Böden oder ist Do-It-Yourself angesagt?
    2) Habt Ihr Erfahrungswerte mit dieser Art der Ablegerbildung oder würdet Ihr eher doch die Begattungskästchen einsetzen. Oder eine kombinierte Betriebsweise (Königinnen im Kästchen begatten und anschließend Viererboden?)


    Bin für jede Anregung dankbar!


    Viele Grüße
    Erich

  • Hallo Erich
    In Zander hab ich sie noch nicht gesehen, aber als Segeberger.
    Meine Erfahrung: :-? 
    Ich hab einen S.-Viererboden, aber nur einmal benutzt. Es ist alles zu eng, man stört die anderen Völker, Fütterung ist fast unmöglich (nur Teigf.), außer du baust dir noch einen passenden Futtertrog dazu.
    Ich habe mir 5-Waben-Kästen gebaut, das geht gerade noch so, aber ich will auch davon abkommen und in ganzen Zargen meine Ableger bilden, denn die Umsetzerei beim Erweitern ist doch jedesmal eine erhebliche Störung .


    Wenn du auf der Belegstelle begatten lassen willst, mußt du eh in Begattungskästchen anliefern, also später die Ableger umweiseln.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Erich,


    Zitat

    Königinnen im Kästchen begatten und anschließend Viererboden

    ist keine sinnvolle Lösung, weil sie ja die Nachteile aller Systeme zusammensammelt aber die Vorteile vermeidet. Du hättest dann alle Unzulänglichkeiten der EWKs und zusätzlich noch die Probleme bei Verstellen und Beweiseln und Du würdest die Brut im EWK einbüßen oder umschneiden und wenn die neue Königin loslegt, sind die zwei Zanderwaben auch sehr schnell bestiftet und Du mußt schon wieder umsetzen ...


    Ich empfehle Dir (und ich mache das auf DNM so) eine mit einem Schied getrennte Beute mit je 5 Waben. Füttern kann man dann mit einer mittig geteilten Futterzarge, muß man aber nicht, weil man genug Futterwaben einhängen kann. erweitern kann man nach oben mit einer mit Schied geteilten Zarge und der Raum bleibt dabei halbwegs bienengerecht. Auf 5 Waben findet man eine Königin sicher nicht ganz so schnell wie auf zweien, aber man muß sie eigentlich auch nur noch zum Zeichnen suchen. Wenn man in die Breite erweitern will, stellt man einfach eine Beute daneben, setzt die fünf Waben um und rückt das Ganze so, daß da wo früher das Schied war, jetzt die Beuten aneinanderstoßen. Sowas kann man ohne Probleme bei vollstem Bienenfluge machen. Alle Bienen finden ja ihr Flugloch an der selben Stelle wieder.


    Derzeit überwintere ich zwei solcher Doppeltürme, also eine Beute mit zwei jeweils durch Schiede getrennten Zargen. Noch sitzen alle vier Ableger unten und ich hoffe, daß die Überwinterung ähnlich problemlos verläuft, wie in Völkern auf zwei Zargen. Überwinterung auf Viererböden würde ich nicht versuchen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry


    Danke Dir (und Guido) für die Antworten!


    Henry schrieb:

    Ich empfehle Dir (und ich mache das auf DNM so) eine mit einem Schied getrennte Beute mit je 5 Waben.


    Hast Du denn einen speziellen Boden (z.B. mit Flugloch A links außen, Flugloch B rechts außen)? Oder reicht es, einen normalen Boden mit einem bis zum Gitterboden reichenden Trennschied zu verwenden?
    Hmm, denkbar wäre - da bei Ablegern eh das Flugloch klein zu halten ist - einen Fluglogkeil zu verwenden, der links außen/rechts außen eine Öffnung bietet...


    Viele Grüße
    Erich

  • Hallo zusammen
    Hallo Henry
    Warum willst du mit den Ablegern in die Höhe wandern?
    Wenn du doch eh schon 10 Waben Pro Ableger hat, warum nicht auf 1 Zarge überwintern, und im Frühjahr das Umsetzen sparen?
    Also kann man doch gleich, wie von mir oben schon erwähnt, eine ganze Zarge für den Ableger nehmen. Entweder man hängt ein Schied ein (einengen, einzeln mit Mittelwänden erweitern), oder wie ich, mit Mittelwänden und einer Futtertasche auffüllen.
    Nachzulesen bei "Einfach Imkern/Liebig", Seite 126.
    Erich : Die Antwort hast du dir ja schon selbst gegeben (Fluglochkeil) ;-)

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Erich, Moin Guido,


    Zitat

    Oder reicht es, einen normalen Boden mit einem bis zum Gitterboden reichenden Trennschied zu verwenden?


    Ich habe den Gitterboden geteilt und habe Schiede in den Zargen, die genau auf dem Schied im Boden enden. Es ist genug Platz, weil die Beuten ja für 11 Waben gedacht sind und nun nur 10 und ein Schied drin sind. Man kann deshalb 10mm Sperrholz verwenden, das sich nicht verzieht. Im Flugloch steckt in der Mitte ein Holzstreifen so daß der Flugschlitz in zwei etwa 10 cm breite Schlitze geteilt wird. Dazwischen ist das etwa 15 cm lange Holzstück. Der Abstand reicht völlig und außerdem habe ich auf das Flugbrett in die Mitte noch einen Balkenrest gestellt. Dann gibt es auch kein Überlaufen.


    Zitat

    Warum willst du mit den Ablegern in die Höhe wandern?


    Ich habe pro Beute 2*5 Waben. 5 Waben sind mir zu wenig zur sicheren Überwinterung. (Mag sein, daß das oft auch gut geht) Deshalb will ich Reserveableger auf 10 Waben über den Winter nehmen, aber eben so daß die nach oben ins Futter wandern können und sich vielleicht gegenseitig wärmen. Natürlich kann man auch Ableger noch im alten Jahr auf einer ganzen Zarge einwintern, nur hab' ich damit keine guten Erfahrungen gemacht. Deshalb überwinterte ich bislang Völker nur, wenn die mit gutem Willen auf zwei Zargen eingefüttert werden konnten. (Dann muß man auch im Frühjahr nicht Erweitern :wink:) Die Beuten mit je Zwei Ablegern dienen als Reserven nicht zum Aufbau von Trachtvölkern aus sich herraus. Man könnte sie aber auch noch weiter nach oben erweitern und vielleicht werde ich das auf dem Balkon mal probieren.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Erich, Moin Guido,


    Zitat

    Oder reicht es, einen normalen Boden mit einem bis zum Gitterboden reichenden Trennschied zu verwenden?


    Ich habe den Gitterboden geteilt und habe Schiede in den Zargen, die genau auf dem Schied im Boden enden. Es ist genug Platz, weil die Beuten ja für 11 Waben gedacht sind und nun nur 10 und ein Schied drin sind. Man kann deshalb 10mm Sperrholz verwenden, das sich nicht verzieht. Im Flugloch steckt in der Mitte ein Holzstreifen so daß der Flugschlitz in zwei etwa 10 cm breite Schlitze geteilt wird. Dazwischen ist das etwa 15 cm lange Holzstück. Der Abstand reicht völlig und außerdem habe ich auf das Flugbrett in die Mitte noch einen Balkenrest gestellt. Dann gibt es auch kein Überlaufen.


    Zitat

    Warum willst du mit den Ablegern in die Höhe wandern?


    Ich habe pro Beute 2*5 Waben. 5 Waben sind mir zu wenig zur sicheren Überwinterung. (Mag sein, daß das oft auch gut geht) Deshalb will ich Reserveableger auf 10 Waben über den Winter nehmen, aber eben so daß die nach oben ins Futter wandern können und sich vielleicht gegenseitig wärmen. Natürlich kann man auch Ableger noch im alten Jahr auf einer ganzen Zarge einwintern, nur hab' ich damit keine guten Erfahrungen gemacht. Deshalb überwinterte ich bislang Völker nur, wenn die mit gutem Willen auf zwei Zargen eingefüttert werden konnten. (Dann muß man auch im Frühjahr nicht Erweitern :wink:) Die Beuten mit je Zwei Ablegern dienen als Reserven nicht zum Aufbau von Trachtvölkern aus sich herraus. Man könnte sie aber auch noch weiter nach oben erweitern und vielleicht werde ich das auf dem Balkon mal probieren.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ich bilde die Ableger (3-5) Waben in einem ganzen Magazin.
    da meine Erfahrung gezeigt hat ,daß hier das Begattungsergebnis besser ist als bei Doppelablegern und weitaus besser als bei Vierfachablegern.
    Diese Ableger können sich dann zu winterstarken Völkern aufbauen bei geringstem Arbeiteinsatz.
    (bei Fütterung von unten mit den 2,5 Kilo-Apifondapäckchen und Komplettes Ausfüllen des Magazins nach der Begattung mit Waben.)
    Gruß
    Rainer