Bienen Vergiftung durch Varrox

  • Hallo zusammen
    Ich habe eine kleine Imkerei in Italien (Turin) ca. 200 Voelker.
    Seit 3 Jahren behandle ich meine Voelker mit dem Oxalsaeureverdamfper Varrox, mit sehr gutem Erfolg.
    Heuer sind mir 2 Voelker abgefallen, sprich ein Grossteil der Bienen ist Bewustlos auf den Gitterboden gefallen.
    Da die Temperatur noch relativ angenehm war konnte ein Teil der Bienen wieder zurueck in die Waben.
    Ich verdampfe ca. 2 Gr. mit offenem Flugloch.
    Bei den Besagten Voelkern war das Varrox ca. 10 Min. im Volk.
    Im "Pfaennchen" waren viele verkohlte Bienen und es roch auch ziehmlich nach verbranten Bienen.
    Was kann die Ursache sein??!
    Viele Gruesse Edi

  • Hallo Edi,


    "Ferndiagnosen" sind natürlich so eine Sache.
    Das einzige, was mir so einfällt ist, dass du die Beuten eventuell zu stark abgedichtet hast und die Bienen unter Luftnot litten?
    Wenn sie stark aufgebraust sind, sind einige auf dem Pfännchen gelandet und dort verbrannt. Das wird die Panik noch vergrößert haben.
    Wie gesagt, so aus der Distanz ...

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Edi,
    warum Du bei offenem Flugloch verdampfst ist mir ein Rätsel. :roll: 
    Falls der Verdampfer für 10 Minuten eingeschaltet sein sollte,was Deinem Text nicht genau zu entnehmen ist,wundert es mich nicht,daß Du viele Bienen in gegrilltem Zustand auf dem Boden liegen hast.
    Wenn es aber doch so sein sollte,würde ich Dir empfehlen die Gebrauchsanleitung noch einmal zu lesen. :oops: 
    Ich nehme für 2 Zandermagazine 2 Gramm Oxalsäure.
    Nachdem ich den Verdampfer eingeschoben habe,wird das Flugloch mit einem Stück Schwamm gut abgedichtet.
    Danach heize ich für ca.2,5 Minuten. (Wenn der Verdampfer noch kalt ist etwas länger.)
    Dann kommt der Verdamfer vom Strom und ich warte ca.5 Minuten,bis er gut abgekühlt ist.
    Nun ziehe ich den Verdampfer wieder raus und verschließe das Flugloch sofort wieder für ca.15 Minuten mit dem Schwamm.
    Danach wird das Flugloch wieder frei gegeben.
    Ich habe den Varrox schon einige Jahre und war bisher immer zufrieden!

  • Hei Dieter
    Danke fuer deine Antwort.
    Ob ich mit offenem Flugloch behandle, oder mit geschlossenem, das Risultat bleibt in etwa das selbe. Ich verdampfe lieber 0.5 Gr mehr Oxalseaure, was in etwa soviel ist wie bei offenem Flugloch entweicht.
    Ich will jetzt niehmanden verleiten nicht nach Gebrauchsanleitung zu Behandeln.
    Da ich mit 2 Varrox arbeite, kann es vorkommen dass ein Gereat leanger als vorgesehen im Volk bleibt (Des oefteren leauft nicht alles nach Plan).
    Das Problem war nicht dass ein par Bienen verkohlt sind, aber dass sich ein Gas freisetzte das die Bienen beteaubt hat.
    gruss Edi

  • Hallo, Edi,


    war das wirklich der Oxalsäuretopf, oder hat da jemand Ammoniumnitrat 'reingetan? Wenn man das erhitzt, entsteht Lachgas, und das betäubt die Bienen ganz ordentlich. Die fallen (wie ich gelesen habe) reglos auf den Beutenboden und bekrabbeln sich nach ein paar Minuten wieder.


    Ich glaube, man kann mit dieser Methode Königinnen zusetzen.


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    Lachgas (N²0) ist nicht vonnöten, um Bienen zu narkotisieren.
    Beim Bilden von EWK narkotisieren wir unsere gesiebten Kunstschwärme immer mit Kohlendioxid.
    Übrigens kinderleicht und wirkt hervorragend.
    Kohlenmonoxid wirkt genau so, und da dies bei Verbrennungsvorgängen mit wenig Sauerstoffzufuhr entsteht, fragte ich, ob die Fluglöcher geschlossen waren.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Johannes,


    Lachgas (N²0) ist nicht vonnöten, um Bienen zu narkotisieren.
    Beim Bilden von EWK narkotisieren wir unsere gesiebten Kunstschwärme immer mit Kohlendioxid.
    Übrigens kinderleicht und wirkt hervorragend.
    Kohlenmonoxid wirkt genau so, und da dies bei Verbrennungsvorgängen mit wenig Sauerstoffzufuhr entsteht, fragte ich, ob die Fluglöcher geschlossen waren.



    Geht es also doch mit Kohlendionxid (CO²) aber kann es da nicht zum erstiken der Bienen kommen und wie machst du das in einen Eimer Co² über die Bienen oder wie? :-?

  • War auch nicht böse gemeint :wink:


    Im Zierpflanzenbau wird unter Glas auch oft mit CO2 begast.
    Habe da mal ne Nase von genommen :roll:


    Da hast Du dann schlagartig keinen Sauerstoff mehr in der Lunge.
    Das würde ich keiner Biene antun :-(

  • Hei, Edi,
    die verkokelten Bienen können schon den Restsauerstoff verbraucht haben, Verbrennung ist Verbrennung und braucht Luft.
    Ich empfehle dir http://www.alp.admin.ch/themen/00502/00515/00519/index.html?lang=de&download=M3wBPgDB/8ull6Du36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmmc7Zi6rZnqCkkIN0fXaCbKbXrZ6lhuDZz8mMps2gpKfo und http://www.alp.admin.ch/themen/00502/00515/00519/index.html?lang=de&download=M3wBPgDB/8ull6Du36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmmc7Zi6rZnqCkkIN3g3x+bKbXrZ6lhuDZz8mMps2gpKfo


    Mit Ventilator dran und/oder von oben geht's entschieden besser, und dann kommt es auch nicht auf die Minute an.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich dachte die OS wird nicht verbrannt, sondern nur verdampft. Da geschieht keine chemische Reaktion


    Das stimmt, aber 10 Min volle Pulle den Glutofen unten rein...


    Da drüber kokelts dann aber gewaltig.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.