NEU BEPFLANZEN

  • Hallo zusammen,
    ich hab seit dieser Woche eine Wiese, wo ich ab dem kommenden Frühjahr Bienen hinstellen kann. Das Grundstück ist bereits eingezäunt und verschiedene Obstbäume stehen auch drauf.
    Ich möchte nun aber die eine Seite (zur Strasse hin) mit einer Hecke etwas "abschirmen".
    Die Höhe sollte ca. 1,5 bis 2 Meter betragen.


    Habt ihr hierfür einige Tipps für mich?
    Welche Sträucher sind gut als "Bienenfutter" geeignet?


    Vielen Dank!

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten

  • Nimm paar Schneebeeren.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    Weißdorn, Schlehe, Wildrose: die Bienen lieben die Blüten, Vögel finden da was zu fressen und allerbeste Nistmöglichkeiten.
    Kornelkirsche: blüht sehr früh (Feb - März)
    Mispel: braucht kalkhaltigen Boden, blüht und fruchtet sehr interessant
    Liguster
    Lonicera-Arten (Geißblatt, Jelängerjelieber): kletternd od strauchförmig
    kleine Weidenarten


    Das sind alles gängige Pflanzen, die du überall bekommen kannst.


    Übrigens sind Stauden nur in der Umgangssprache holzige Sträucher. Im gärtnerischen sind Stauden krautige ausdauernde Pflanzen (z.B. Narzissen, Pfingstrosen, Fetthenne etc.).


    Solange noch kein Frost im Boden ist, ist jetzt die beste Pflanzzeit für Sträucher. Viel Vergnügen und guten Anwachserfolg!


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Hallo,
    Ein Wiesenboden ist ausgeruht und ich schlage vor:
    säe im Frühjahr Sonnenblumen auf 1-2m Breite ein Blickfang und eine große Hilfe für die Gewinnung von Winterbienen
    MfG
    Helmuth

  • du willst stauden pflanzen, die brennnesseln verdrängen??? tut leid, aber mir ist keine staude bekannt, die es mit so einer konkurrenz auf dauer aufnehmen kann. nochdazu wenn das keine beetsituation ist wo ab und zu mal gejätet wird, sondern eine wiese.


    den ampfer und die brennnessel müsstes du zuerst mal loswerden und dann kannst du stauden pflanzen. für schwerden lehm gäbs einiges was in frage käme

  • Hallo Salvia
    Schade ,das es eine derartige Staude nicht gibt.
    Ich habe über die Jahre mehrmals sehr tief umpflügen lassen,leider ohne Erfolg.
    Es sind aber noch einige Stellen vorhanden,die noch nicht verbrennesselt sind.
    Wennes zB Stauden gäbe,die sich nicht so schnell verdrängen lassen,wäre mir auch schon geholfen.
    Bei der Goldrute hat es funktioniert,aber experimentieren wird mir langsam zu teuer.
    Von 50 Rosensorten haben es nur 12 geschafft,die Wild und Hundsrosen haben es aber gut überlebt und vermehren sich.
    Wäre nett wenn du mir einige Tips geben könntest für schweren Lehmbodenstauden.
    Werde diese dann bewusst pflegen,bis sie sich nicht mehr verdrängen lassen
    Danke im Voraus
    Gruß
    Helmut

  • Hallo Helmut,

    Zitat

    Ich habe über die Jahre mehrmals sehr tief umpflügen lassen,leider ohne Erfolg.


    bei Giersch und Brennnesseln reicht zu dessen Wachstum kleinste Wurzelteile aus, d.h. die Bekämpfung (bes. bei Giersch) ist sehr schwierig.
    Besorg dir doch für die zu bepflanzende Fläche ein Vlies. Am Pflanzort wird das Vlies eingeschnitten und die Staude gepflanzt. Danach über die gesamte Fläche Rindenmulch. Du hast für die nächsten Jahre erst einmal Ruhe und die Stauden können sich ohne Konkurrenzdruck entwickeln.
    Gruß Peter

  • Zitat

    Die Brennnesseln werden durch das Vlies auch erstickt ?


    Ja, bei mir jedenfalls. Sicherlich gibt es verschiedene Vliesstärken.
    Ausnahme bildet bei mir das Zinnkraut (auch Ackerschachtelhalm genannt), welches gelegentlich mit seinen spitzen Trieben das Vlies durchbricht. Aus dem Rindenmulch wird natürlich nach ein paar Jahren (je nach Qualität) eine Humusschicht entstehen und damit die Unkrautanfälligkeit erhöhen.
    Da hilft dann nur:
    1. Rindenmulchschicht erneuern
    2. akzeptieren, oder
    3. Bodendeckerstauden pflanzen, die Unkrautneubewuchs verhindern


    Unter den Bodendeckern gibt es einige die als gute Bienenweidepflanzen durchgehen und auch in meinem lehmigen Boden wachsen.
    z.B.
    http://imkerforum.de/showthread.php?t=10714&highlight=Bodendecker
    Gruß Peter

  • Hallo,
     
    anstelle des Vlies kann man auch Karton verwende.
    Die zu pflanzente Stelle wird dabei komplett mit Karton abgedecket. Dann wird die Pflanze eingeplanzt (Loch in den Karton) und alles dick mit Mulch abgedeckt.
    Der Karton ist nach ein paar Jahren genauso wie der Mulch verrottet. Wenn es doch noch ein paar Pflanzen schaffen den Karton zu durchdringen, sind diese leicht zu jäten.
     
    Gruß
    Werner

  • Hallo Helmut,
    wenn du möchtest schau ich nochmal in meinem Garten was alles für Gewächse funktionieren könnten. Hoffentlich fallen mir dann die Namen ein.:confused:
    Bedingung für all diese Pflanzen sind aber, wie Salvia schon schrieb, Beetähnliche Zustände (z. B. mit Vlies und Mulch).
    Gruß Peter

  • möchte folgendes zu bedenken geben:


    1) gegen brennnesseln und anderes wurzelunkraut hilft kein umpflügen - im gegenteil, man fördert die ausbreitung noch


    2) wenn man in das vlies ein loch schneidet und die pflanzen da rein gibt, dann geht das 1-2 jahre gut, aber in die breite wachsen kann da nix, denn die neuen seitlichen zuwächse der pflanzen können das vlies ja auch nicht durchdringen.


    bewährt hat sich hingegen einfach eine dicke schicht aus rindenmulch auftragen. die wurzelunkräuter wachsen in die mulchschicht hinein und lassen sich dann wie eine wurzelmatte leicht abheben.