Marktpreis Waldhonig

  • Hallo Zusammen,


    ich werde demnächst an einen Bekannten einen Eimer (12, 5 kg) Waldhonig
    (mit Tanne) aus dem Jahr 2003 abgeben.


    Er war sogar noch flüssig.


    Wie schätzt ihr den Marktpreis ein ?


    Er ist sicher regional unterschiedlich.



    Ich selbst hab mal was gehört von 4 € je kg.




    Grüße


    buchneria

  • Oh je,


    ich hab mich verschrieben.


    Ich meinte eigentlich 8 €/kg..


    Sabine,


    für 5 € das Kilo würde ich keinen einzigen Eimer weitergeben.
    Denn ich verkaufe das 500 gr. Glas für 5,50 € .


    Gruß


    buchneria

  • Die 5 plus beziehen sich auch nicht auf Endverbraucher, sondern auf Großhandelseinkäufer...
    Die bieten im Moment nämlich noch zuwenig.
    Nach einhelliger Meinung der Experten müßte es nach der derzeitigen Witterung nächstes Jahr wieder ein Waldhonigjahr werden; was sagst du dazu? :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    2003 war ein Waldhonigjahr, 2004 war ein Waldhonigjahr, 2005 wird ....


    Wenn ich das schon wüßte :wink: .


    Hab noch keine Läuschen, Eierchen oder Larven gezählt.


    Hoffe aber, daß im nächsten Jahr die Tanne etwas verbreiteter tropft als in diesem Jahr.


    Viele Grüße


    buchneria

  • Die Aussichten für ein gutes Tannenjahr
    verschlechtern sich momentan leider von Tag zu Tag.
    Die Temeraturen sollten im November möglichst weit über dem Monatsdurchnitt liegen.
    Die guten Tannenhonigjahre wiesen fast immer eine hohe Duchschnittstemperatur
    im November auf.


    Gruß
    Rainer

  • Hallo buchneria


    wenn Du dem Bekannten für 8,00 Euro/ kg Honig verkaufst, wie soll denn der einen vernünftigen Marktpreis kalkulieren ? Du selber verkaufst den Tannen- Waldhonig für 5,50 / 500g Glas. Der Endverbraucher wird bei Waldhonig ca. 5,00 Euro / 500 Glas akzeptieren bei wirklichen Tannenhonig ca. 6,50 Euro.


    Nun rechnen wir mal. Einkaufspreis pro 500 g. = 4,00 E
    Glas + Etikett 0,40 "
    Abfüllverlust ca. 0,10 "
    Betriebskosten, Energie, Wasser, Miete etc. 0.50 "
    Arbeitszeit ?? ______
    Einstandspreis 5,00 Euro
    =======
    Bei Waldhonig also einen Deckungsbeitrag von 0,00 Euro / Glas
    Bei Tannenhonig 1,50 Euro / Glas


    Bei solchen Deckungsbeiträgen wird jeder die Finger von solch einem Einkauf lassen ! Oder ist meine These richtig , das die Imkerei ein Zuschußgeschäft ist ?


    Gruß Fridolin

  • Hallo buchneria


    Ein Nachtrag zur Preiskalkulation.


    Der erwähnte Deckungsbeitrag ist nicht gleich Gewinn. Dieser muß noch zu dem Deckungsbeitrag hinzugerechnent werden.


    Der Deckungsbeitrag deckt nur die allgemeinen Kosten des Betriebes. Dazu gehört auch, wie oben beschrieben, Wareneinkauf, Fracht u. Verpackung, Steuern und Abgaben und evtl. Personalkosten.
    Kaufmännisch gesehen wird zur Errechnung des Deckungsbeitrages die sogenannte Kostenstellenrechnung herangezogen. Nur so läßt sich die Rentabilität der Imkerei berechnen.
    Neben dem noch hinzuzurechnenden Gewinn , wird noch die Umsatzsteuer , falls erforderlich, eingerechnet.


    Gruß Fridolin

  • Hallo Friedolin,



    sicher hast du recht mit deiner Kalkulation.
    Ich werde wenig Imkerkollegen finden , die mir derzeit den Honig für diesen Preis abnehmen und es bleibt kaum was übrig.


    Aber es handelt sich hier um einen Sonderfall:
    Ich muß den Honig nicht loswerden und der Kollege sucht welchen, um seine Kunden zu beliefern.



    buchneria

  • Hallo buchneria,


    mein provozierender Rat an den Kollegen wäre folgender :


    Er möge chinesischen Honig importieren, Preis frei Haus z. Zt. 2,13 $ / kg.


    Wenn nötigt verflüssigen. Das fast schwarze Aussehen des Honigs wurde durch Lebensmittelfarbe (nicht nachweisbar )erreicht. Sein eigenes Waldhonigetikett auf das Glas und schon kann der Verkauf losgehen.


    Gesehen und geschehen in München bei einem renomierten Feinkosthändler. Das 500 g. Glas hat 12,80 DM gekostet und wurde dem Händler aus den Händen gerissen.


    Zur dann folgenden französischen Woche wurde ein rötlich aussehender Honig aus Argentinien, als franz. Lavendelhonig verkauft. Verkaufspreis damals 11,90 DM. Sein EK war 1,80 DM / 500 g. Glas.


    Der Abfüllbetrieb dessen Kunde der Feinkosthändler ist, ist mir persönlich bekannt .


    Gruß Fridolin

  • Moin Imkers,


    Ich kenne einen, der regelmäßig in dem selben Internet surft in dem es auch ein Forum gibt indem ein anderer geschrieben hat:

    Zitat

    Der Abfüllbetrieb dessen Kunde der Feinkosthändler ist, ist mir persönlich bekannt .


    Na dann muß das ja so und nicht anders gewesen sein.


    PS: Ich habe gehört, daß man Informationen aus zweiter Hand selten vertrauen kann. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die Sache ist doch ganz einfach: Jeder verlangt, was der Markt hergibt.


    Da war zu lesen das Weltmarktangebot an Honig geht zurück und schon sind die Preise nach oben gegangen.


    Weiter ist zu lesen, dass die deutschen Imker nur etwa 25% der Nachfrage an Honig decken können. Daraus könnte man ableiten, dass für den Honig, der in dieser Nische angeboten wird (der zudem noch von Erzeugen direkt, aus der Region, wo man wohnt etc... kommt) zu einem eben elitären Preis engeboten wird.


    Dem ist nicht so.


    Natürlich kann man bei seinen Privatkunden nicht plötzlch 30% mehr verlangen, weil der Weltmarkt zur Zeit keinen Honig hergibt. Auch eine eigene knappe Ernte mit einem Preisaufschlag zu quittieren wird kaum Anklang bei den Kunden finden.


    Vergleicht man Honigpreise vor 50 Jahren mit denen von heute, so wird man feststellen, dass der Honig die allgemeine Preisentwicklung nicht mitgemacht hat. Warum ist das so?


    Vor hohe Honigpreisen der Kolleginnen und Kollegen Imker habe ich Respekt.
    Was mich immer wieder ärgert, wenn da Gläser stehen mit derselben Aufmachung, wie ich sie verwende deren Preis so niedrig ist, dass der Imker das nur rechtfertigen kann damit, dass er Hobbyimker sei und eh nichts verdienen will.


    Warum bieten diese Zeitgenossen ihren Honig nict gleich mit dem Slogan an:


    "Sie erhalten für jedes Glas Honig, das sie mitnehmen einen EU. Bringen sie das Glas zurück, so winken noch einmal 50 Cent"


    Warum wohl vermarktet eine großer weltweit agierender Biohonigabfüller nicht im grünen Einheitskleid?


    H. Watzl

  • Hallo 1957 ( H. Watzl )
    Also dass er Hobbyimker sei und eh nichts verdienen will
     
    Wenn man das mal wieder so liest frag ich mich warum diese Hetze immer wieder auf die Hobbyimker.Lasst es doch gut sein es bringt doch eh niemanden weiter,der Markt regelt sich doch von selber.
    warum immer gegenseitiges niedermachen hier im Forum????
    vielleicht mal drüber nachdenken
    naja auf jeden Fall mal
    imkerliche Grüße