Begleitbienen

  • Liebe Züchter,


    ich hab' schon wieder in einem Zuchtbuch gelesen und auch unterschwellig aus einem anderen Thema (Beutenkäfer) rausgehört, daß Begleitbienen niemals mit zugesetzt werden sollen. Ich setzte begattete Königinnen immer im Kreise ihrer Begleitbienen zu und habe damit sehr sehr gute Erfahrungen gemacht. Das mache ich am eigenen Stand (wenn nötig) sowieso, aber auch wenn die Königinnen von weit her (Mettlach) kommen. Königinnen aus dem Ausland brauche ich nicht, weshalb sich diese Frage nicht gestellt hat. Die Begleitbienen, auch wenn es nicht viele sind erfüllen doch die Funktion des Hofstaates und je mehr eigene Bienen die Königin mitbringt desto sicherer die Annahme (so die allgemeine Annahme :wink: ) Zur Sicherheit setzt man ja sogar ganze EWK's voller Begleitbienen zu. Einige Imker bestellen ihre Königinnen ausdrücklich im EWK und geben dafür EWK's leer ab.


    Deshalb meine Frage, wie handhabt Ihr's?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    auf deine eigentliche Frage komme ich später, jetzt nur mal soviel:
    Die Begleitbienen im Fall Königinnenimport werden abgetötet, weil es die EU-Gesetzgebung zum Schutz vor dem Beutenkäfer so vorschreibt.
    Wenn bis heute Abend keiner auf deine eigentliche Frage antwortet, gibt es eine von mir, muss jetzt dringend weg.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Begleitbienen aus Transportkäfigen bringe ich auch alle um. Einmal, um eventuelle Krankeiten nicht zu verbreiten zum Anderen aber, weil es i.d.R. so ist, dass diese Bienen, wenn sie mit der Königinnn zugesetzt werden, diese vor den fremden Bienen schützen wollen und einknäulen.


    Zusetzen mit EWK ist etwas anderes, da müssen sich die Bienen beidseitig durch Zeitungspapier fressen, über einen längeren Zeitraum.
    Auch scheint das Raumangebot eine Rolle zu spielen, im Zusetzkäfig kann die Königinn nicht flüchten, im EWK kann sie sich sehr wohl längere Zeit "weit weg" von den fremden Bienen flüchten.


    Allerdings bevorzuge ich bei EWK die Königinn herauszufangen und im "Wohlgemuth-Käfig" unter Futterteig zuzusetzen. Mit den Bienen der eigenen EWK mache ich meist einen Kunstschwarm. Bienen von "fremden" EWK (solche, die ich gekauft habe oder mir schenken lasse), werden umgebracht.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin G. Wustmann,


    man bist Du brutal. Begleitbienen bringst Du um und Bienen aus EWK's auch. Und ich hab Gewissensbisse wenn ich eine Königin abmurksen muß.


    Hast Du das mit dem Einknäulen im Zusetzkäfig wirklich so erlebt? Ich hatte eher das Gefühl, daß die Begleitbienen nachdem sie im neuen Volk in einer normalen schmalen Wabengasse hängen, anfangen den Honig oder Zuckerteigverschluß rauszureichen und so vielleicht die Weiselsubstanz besser verteilen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern schon mal eine Königin beim Zusetzten mit Begleitbienen zugesetzt zu haben.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo euch allen :)


    Ich setze auch immer meine Königinnen mit Begleitbienen zu und habe noch nie eine Königin verloren.
    Nur einmal habe ich die Begleitbienen abfliegen lassen (umbringen konnte ich sie nicht) und die Königin war
    nach einer Woche nicht mehr da ich weis ja nicht, ob sie mit den Bienen noch leben würde?


    Gruß
    Markus