Wie komm ich an Grundstücksbesitzer?

  • Hallo an alle!
    Wollte mal fragen wie ich herausfinden kann wer der Grundstücksbesitzer des mich interessierenden Grundstücks ist?


    Gruß Dennis

  • Hallo Helmut,
    die Leute kenn ich nicht und Bauern auch nicht. Ohh, und die Ämter wollen wieder Geld sehen. Ich denk werd´s wohl beim Katasteramt peilen.
    Es müßte da was öffentliches geben. Vielleicht weiß ja noch Jemand obs was im Netz gibt? ....

  • Hallo Dennis,


    im Netz gibts da in D. nix.
    Eigentum ist Privatsache.
    Wenn Du aber -wenigstens im Saarland- zum Katasteramt gehst und klar machst, dass du ein berechtigtes Interesse an einem Grundstück hast, weil du z.B. kaufwillig oder angrenzender Nachbar bist, bekommst Du einen kostenlosen Ausdruck, auf dem dann zwar keine Grenzen usw. aber wenigstens die Adressen der Besitzer stehen.
    Wenn Du zum Liegenschaftsamt deiner Stadt oder Gemeinde gehst, erhälst Du, wenn Du denen klar machst, dass du Imker bist, einen kostenlosen Plan aller Gemeinde-eigenen Grundstücke oder Wälder.
    So habe ich es bei mehreren Gemeinden erlebt und die Erfahrung zeigt, dass die "Öffentliche Hand" ein größeres Interesse daran hat, an Imker zu vermieten oder zu verpachten als so manch kleiner Kuhbauer.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Helmut, Moin Michael,


    "Kaufinteresse" oder "Pachtinteresse" ist beim Katasteramt das Totschlagargument. Wenn Du das dort vorbringst, fliegst Du (zumindest im Osten) sofort achtkantig raus. Hier zählt als berechtigtes Interesse nur Anliegerschaft, die dann auch immer erst nachgewiesen werden muß oder Querungsbegehren, sprich ich will da drüber fahren oder darauf eine Baustelle errichten oder darüber ein Kabel oder eine Leitung verlegen. Haftpflicht geht auch. Ich habe einen Schwarm eingefangen und dabei einen Baum auf fremdem Grundstück beschädigt und will nun den Eigentümer entschädigen.


    Der ostdeutsche Noch-Landbesitzer, kann sich noch gut an die wöchentlichen Besuche der Interessierten Zweitsöhne mit nicht lokalem Akzent erinnern und schätzt diese Art des auf Zusammen- oder Rüberwachsens gerichtetetn Besuche nicht mehr sehr. Hier besteht schon das Berechtigte Interesse der Mitarbeiterinnen des Gemeindeamtes an der Erhaltung ihrer Autoreifen. So funktioniert Datenschutz dann auch wieder ganz gut. Auch Gülle am Zaun bleibt länger in Erinnerung oder in der Nase. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    Da bin ich platt, wie das im Osten ist!
    Ich habe in Flensburg bei ein paar Grundstücken nachgefragt und mir wurden sogar die Lagepläne (ich weiß den Fachbegriff dafür nicht) ausgedruckt, und noch die Nachbarn rausgesucht. Gar kein Problem!


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Hallo Henry,


    schade, dass es so gekommen ist.
    War aber irgendwann für jeden, der sehen wollte, abzusehen.
    Wir haben im Saarland definitiv diese Probleme (noch) nicht.
    Aber hier gibt es ja auch keine Schnäppchenjäger aus dem Westen, die meinen , sie hätten die Weisheit mit Eimern gesoffen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Wunderbiene schrieb:

    Hallo,


    Da bin ich platt, wie das im Osten ist!
    Ich habe in Flensburg bei ein paar Grundstücken nachgefragt und mir wurden sogar die Lagepläne (ich weiß den Fachbegriff dafür nicht) ausgedruckt, und noch die Nachbarn rausgesucht. Gar kein Problem!


    Viele Grüße
    wunderbiene


    Und was hat es gekostet?

  • Hallo Johannes,


    die sog. "Öffentliche Hand" nimmt -wenigstens in meinen Fällen-


    Nix !!!


    Im Gegenteil:
    Der Forstamtsleiter in meinem Heimatort hat mir sogar mitgeteilt, dass er die Bienenhaltung , wo immer möglich und vertretbar, fördern soll.
    Es gäbe da eine Dienstvorschrift von allerhöchster Stelle drüber.
    Ähnlich, aber weniger deutlich, hat sich sein Kollege in Annweiler a. Trifels geäussert.
    Auch da gab es noch nie irgendein Problem.
    Am besten, man kann dem Förster ein oder zwei Plätze zeigen und läßt ihm dann die endgültige Entscheidung, dann sind die immer ganz glücklich, überhaupt gefragt worden zu sein und die Sache läuft.
    Natürlich muss man sich an gewisse Gesetze und Gepflogenheiten halten, und wenn man unbedingt mit seinem neuen Geländewagen kilometerweit die Wälder umpflügen will, sollte man sich nicht drüber wundern, wenn es Probleme gibt.


    @ Dennis


    So ein Ausdruck kostet ein paar Euro, nicht die Welt.
    Erst wenn Du einen "Auszug aus der Katasterkarte" benötigst, wirds teurer.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    Ich weiß jetzt nicht, ob das der offizielle Preis war: Ich bin da einfach mit meinem strahlendsten Lächeln eingelaufen, habe dem zuständigen Herrn (ich weiß nicht, ob es bei einer zuständigen Dame ebensogut geklappt hätte. :roll:) mit Begeisterung von meiner aufstrebenden Bienenzucht erzählt. Und der war dann genauso begeistert, von was und wem auch immer...
    Eine richtig nette Erfahrung im Umgang mit dem Amt!


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Hallo,


    Ich habe da nochmal ganz gründlich drüber nachgedacht, wie das bei mir mit meinem ersten Standplatz gelaufen ist:
    Was bei mir nichts brachte, außer netten Erfahrungen, war die Aktion mit dem Katasteramt. Ganz einfach weil die Imker ein Völkchen sind, die jeden guten Standplatz ausfindig machen. Wenn also an einem Klassestandplatz keine Bienen stehen, hat das seinen Grund. Bei meinen Recherchen durchgehend: Der Besitzer will es nicht. Aber probieren kann man es.


    Meinen ersten Standplatz habe ich durch Vermittlung meines Paten =Vorsitzender des Imkervereins bekommen. Seine Telefonnummer steht immer in der Tageszeitung, wenn Meldungen aus unserem Verein drin sind ( Ankündigung des Anfängerkurses, Auswinterung, Honigernte etc.). Und da meldet sich schon mal jemand, der gerne Bienen bei sich hätte.


    Eine sehr gute Adresse für Standplätze ist der Pomologenverein. Die Internetadresse, unter der du einen Ansprechpartner in deiner Nähe findest, ist, glaube ich, www.pomologenverein.de. Die kennen die Streuobstwiesen, und dort sind die Bienen in der Regel hochwillkommen.


    Ortsgruppen von NABU und BUND, oder Betreuer von Naturschutzprojekten in der Gegend könnten auch hilfreich sein.


    Viele Grüße
    wunderbiene