• Diagnosefalle für alle


    Hohlkammerstegplatten ; Doppelstegplatten, Stärke 4mm - 4,5mm gibt es überall & günstig zu beschaffen, in einschlägigen Online-Märkten. Vorwiegend in transparent.... das schwärzen ist ja ein kleines.
    Zuschnitt auf ( ca. 1/4 so groß wie Lüftungsgitter ) sollte völlig reichen.


    Aber ich Hoffe für uns alle, das diese Arbeiten nicht anfallen werden


    schönes WE
    Torsten


  • Bitte mal nicht in Drohnensprache :wink:


    beziehst Du Dich auf den Gummiparagraphen §16 oder auf die Einfuhr aus Drittländern aus § 19 und den Querverweis von dem Zeitraum von 1 Jahr ?


    Oder meinst Du die unterschiedliche "Behandlungsweise" aus dem §19, wobei einerseits eine totale Vernichtung und anderseits eine unbenannte Behandlungsweise genanntwird, wobei der bienentödliche Unterschied wohl darin nur liegt, ob man den Verursacher (Inverkehrbringer) nachweisen kann.


    Habe langsam gelesen und auch gelernt, wie Gesetzestexte zu (miss)verstehen sind, aber auf was genau spielst Du gedanklich an ?


    LG Co


    edit was vergessen / überlesen

  • Moin,
    Vogtländer : Es ist derselbe Text.Danke fürs verlinken
    Ich habe mich gestern mit meiner Amtsveterinärin getroffen und mich mit ihr über die entsprechenden Paragraphen (16-21) der BSV unterhalten.
    Die schon als schwammig beschriebenden Absätze dort bekommen etwas Struktur wenn man die "Leitlinien zur Bekämpfung des kleinen Beutenkäfers und der Tropilaelapsmilbe" vom FLI zu Hand nimmt.
    Da wird z.B auf die in §19 Abs.2 Nr.2 b erwähnte Behandlung von betroffenen Völker eingegangen:
    Als amtlich verordnete Bekämpfungsmaßnahme wäre z.Z. nur der Einsatz von Checkmite+ möglich(das in einigen EU-Ländern nur eine Zulassung als Varroamittel hat), wenn es in einem Umwidmungsverfahren nach § 56a des Arzneimittelgesetzes eine Notfallzulassung zur Anwendung gegen den Käfer bekommt.Dieses Verfahren ist bei uns in Schleswig-Holstein Ländersache, in anderen Bundesländer könnte es auf Kreisebene ablaufen.
    Oder §21 Abs.2 Nr.5 zum Thema Bodenbehandlung, wo die Abtragung des Boden und dessen Tiefkühlung empfohlen wird bzw das Ausbringen von Löschkalk.
    Die in den USA, Australien und derzeit in Italien praktizierte Methode der Bodenbehandlung mit Permethrin oder anderer Chemie wird ausdrücklich nicht empfohlen.
    Gruß Michael

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Mopsdrohne ()


  • Die in den USA, Australien und derzeit in Italien praktizierte Methode der Bodenbehandlung mit Permethrin oder anderer Chemie wird ausdrücklich nicht empfohlen.


    Sehr erfreulich. Hat eigentlich inzwischen jemand etwas über die Wirkung des Einsatzes von Nemathoden gegen den Käfer gefunden? Eingesetzt wird es in den USA von einigen Imkern wohl. ('organic') Aber ich habe noch nichts darüber gefunden, ob das auch wirkt.


    Gruß
    Ludger

  • Habe leider keine konkreten Informationen. Könnte mir Nematoden gegen die in den Boden abwandernden Larven vorstellen. Bei uns in D gibt es Nematoden z. B. gegen die Larven des Dickmaulrüsslers, die Wurzeln von Kamelien und Rhododendren fressen, zu kaufen.
    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Studie aus Südafrika aus dem Jahre 1940 über den Kleinen Beutenkäfer


    http://www.beesource.com/point…ve-beetle-aethina-tumida/


    The Small Hive Beetle, Aethina Tumida
    A. E. LUNDIE, Ph.D., Research Apiculturist Division of Entomology, Pretoria
    Science Bulletin 220, UNION OF SOUTH AFRICA DEPARTMENT OF AGRICULTURE AND FORESTRY, (Entomological Series 3) 1940


    ZUSAMMENFASSUNG.


    • Aethina tumida wurde zuerst von Andrew Murray im Jahre 1867 anhand von zwei Proben beschrieben, die ihm von Old Calabar an der Westküste von Afrika geschickt wurden. Es wird angenommen, dass das vorliegende Papier der erste Bericht von diesem Käfer als Bienenschädling ist.
    • Die Larven des Käfers sind besonders lästig in schwachen Kolonien und bei der Lagerung von Waben. Sie ernähren sich von Honig und Pollen und beschädigen dabei die Waben, aber nicht so sehr wie die weltweit verbreitete Wachsmottenlarve, G. mellon.
    • A. tumida ist wahrscheinlich weit verbreitet in allen tropischen und subtropischen Regionen Afrikas. In Südafrika scheint er weiter verbreitet zu sein als in den wärmeren Gebieten.
    • Die gefundenen Insekten wurden in kleinen Blechdosen für den Zweck der Beobachtung herangezüchtet.
    • Die Eier schlüpfen nach zwei bis drei Tagen. Die Larven reifen in 10 bis 16 Tagen und verpuppen sich in zerbrechlichen Zellen in der Erde. Drei bis vier Wochen später gehen daraus die erwachsenen Käfer hervor.
    • Unter Laborbedingungen lebten die Käfer mehr als sechs Monate. Sie leben wahrscheinlich länger in den angenehmeren Bedingungen eines Bienenstockes.
    • Die Larven benötigen eine Ernährung aus Honig und Pollen, um zur Reife zu gelangen. Larven, die nur mit Honig allein gefüttert wurden, wachsen nicht.
    • Fünf Generationen wurden im Kalenderjahr 1938 gezüchtet.
    • Keine Parasiten wurden aus A. tumida aufgezogen.
    • Befallene Waben mit den Larven von A. tumida können mit Schwefel(kohlenstoff) mit der üblichen Dosierung für Wachsmottenlarven begast werden, nämlich eine Unze der Flüssigkeit bis drei Zargen. Gelagerte Waben sollten alle drei Wochen untersucht werden. Mäßig befallene Waben kann man mit Wasser waschen und wieder in die Völker geben.


    Und noch eine interessante Beobachtung wird darin erwähnt: die Käfer sind anscheinend sehr viel empfindlicher gegenüber Karbollappen als Bienen. Karbollappen sind Tücher, die mit Karbol getränkt worden sind, und für die Honigernte genutzt wurden, um die Honigräume bienenfrei zu machen. Legt man einen Karbollappen auf, fliehen die Käfer wie von der Tarantel gestochen aus der Beute, aus allen Ritzen. Raus, raus, nur noch raus!

  • Karbol, so wurde früher das unter dem heutigen Namen Phenol benannt. Karbol wurde früher als Desinfektionsmittel unter anderem in Krankenhäusern eingesetzt. Im Laufe der Zeit stellte man fest, dass dieses Karbol / Phenol krebseregend ist und auch für den Menschen ein Kontaktgift darstellt. Es wird die Aufnahme von Sauerstoff im Blut erschwert, Hautverätzungen sind sofort erkennbar (schweinchenrosa wird die Haut). Es kann zur Unterversorgung der inneren Organe mit Sauerstoff und somit zum Versagen dieser führen. Je nach aufgenommener Menge (Hautkontakt, Einatmen, Verschlucken) kommt es zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod.


    Aus einem Sicherheitsdatenblatt von Phenol (rein, Schmelze)
    Akute Toxizität
    Mögliche akute Auswirkungen auf die Gesundheit
    Phenol LD50
    Dermal
    - Ratte 660 mg/kg - -
    Phenol LD50
    Oral
    - Ratte 340 mg/kg - -



    Da würde ich als Käferchen auch flüchten gehen. Alleine der Geruch von Phenol reicht mir persönlich aus, um nicht näher herangehen zu wollen.


    Achja, Phenol ist in Wasser und in Wachs löslich !

  • Karbol, so wurde früher das unter dem heutigen Namen Phenol benannt. Karbol wurde früher als Desinfektionsmittel unter anderem in Krankenhäusern eingesetzt. Im Laufe der Zeit stellte man fest, dass dieses Karbol / Phenol krebseregend ist und auch für den Menschen ein Kontaktgift darstellt. Es wird die Aufnahme von Sauerstoff im Blut erschwert, Hautverätzungen sind sofort erkennbar (schweinchenrosa wird die Haut). Es kann zur Unterversorgung der inneren Organe mit Sauerstoff und somit zum Versagen dieser führen. Je nach aufgenommener Menge (Hautkontakt, Einatmen, Verschlucken) kommt es zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod.


    Eben. Je nach Menge, das kann man gar nicht genug betonen. Trifft allerdings auf ziemlich viele Stoffe zu, selbst solche, die wir täglich konsumieren...


    Zitat

    Da würde ich als Käferchen auch flüchten gehen. Alleine der Geruch von Phenol reicht mir persönlich aus, um nicht näher herangehen zu wollen.


    Es gibt Menschen, die injizieren sich auch heute noch mehrmals täglich (!) gewisse Mengen Phenol, und das über Jahrzehnte hinweg... guckt du/ihr z.B. hier:


    Wissenswertes rund ums Insulin
    Zitat: "Zugefügt werden der Insulinlösung bei der Herstellung noch andere Substanzen beigemengt. Hierbei handelt es sich um verschiedene Konservierungsstoffe und desinfizierende Substanzen, wie z.B. Phenol oder Cresol. Diese sind auch verantwortlich für den typischen Geruch des Insulins. [...] Alle verwendeten Substanzen sind in der zugesetzten Menge gesundheitlich unbedenklich."


    Also Leute, schonmal Kontakt zum Diabetiker (Typ I) Eures Vertrauens aufnehmen und leere Insulinampullen in die Fluglöcher Eurer Beuten legen... :cool:


    Grüße,
    Robert

  • Da könnte man je theoretisch besser eine dünne Platte Pertinax oder Novotex in die Zarge hängen. Keine Kleckerei mit Chemie, keine unkontrollierte Verdunstung, keine Fraßschäden, anwendersicher obendrein und billig...


    Gruß Andreas