• Tag,
    ich hab verschiedene Fragen:
    Es heisst generell starke Völker sind das Rezept gegen den Beutenkäfer. Wer weiss wirklich wie in befallenen Regionen mit dem Käfer geimkert wird?
    Imkern alle mit der 1000fachen (wie auch immer)-Perizin-Dosis oder gibt wirklich auch Imker mit starken Völkern, die ohne Chemie imkern?
    Wir imkern hier ja anderst als in Amerika die Großimkereien viel intensiver und näher an den Vökern , haben also auch andere Möglichkeiten????
    Die Hoffnungen auf unser Klima würde ich nicht setzen, der Käfer ist auch in Nordamerika.
    michi

  • Hallo zusammen,
    wenn die bei dem (offiziellen) Erstbefall vom Kleinen Beutenkäfer gefundenen Exemplare wirklich aus Nordamerika stammen, ist doch anzunehmen, das diese schon resistent gegen das dortige coumaphoshaltige Mittel sind. Somit ist uns wahrscheinlich schon eine Trumphkarte gezogen worden.
    Welches Mittel wurde denn eigentlich in Portugal eingesetzt?
    Welcher Wirkstoff wurde verwandt?
    Wurde nur der betroffene Stand, der betroffene Imkereibetrieb oder auch
    alle Nachbarstände oder angewanderten Nachbarstände behandelt?
    Wanderimker in Lavendeltracht in Südfrankreich:
    Ich möchte Euch nicht beschuldigen, das Ihr die ersten sein werdet,die den Kl.B. hier einschleppen. Auch wenn es so klang. :oops:
    Aber sicherlich darf man als Imker ohne Fernwanderungen an Euch den Apell richten, das Ihr besonders Acht gebt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    meines Wissens sind die in Portugal gefundenen Bienen allesamt getötet worden, nicht behandelt.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Der kl. Beutenkäfer wird durch kriminelle Bienenhändler verbreitet und durch Imker, die ohne zu überlegen Bienen kaufen.


    Ich hoffe, dass der Infektionsherd in Portugal vernichtet werden konnte. Die Einfuhr des Käfers nach Europa kann nur durch Bienen erfolgen und die Verbreitung, die besorgt der gute Flieger von ganz allein, dazu bedarf es dann keines Wanderimkers.


    Aus den Erfahrungen mit der Varroa hat die Imkerschaft nix gelernt und deshalb werden geldgeile Händler und gewissenlose Imker den Käfer hier auch herbringen.


    Wenn noch ein exotischer Schädling nach Europa kommt, und er mit Medikamenten/biotechnischen Maßnahmen bekämpft werden muß (Kosten!), so wird die Imkerei noch mehr zurückgehen. Sie ist jetzt schon ein Zuschußgeschäft.


    Und zum Anderen werde die einheimischen Wildbienen auch noch in Mitleidenschaft gezogen! Es gibt genügend Beispiele aus der Historie, wo Pflanzen und Tiere ausgestorben sind, weil der Mensch Parasiten/Räuber eingeschleppt hat. Da gibt’s dicke Bücher zum Nachlesen. Und jetzt ist der Imker dabei, die Wildbienen und Honigbienen Europas auszurotten bzw. mindestens zu dezimieren. Und warum? Weil er kurzfristig einige Silberlinge mehr verdienen will, sägt er den Ast ab, auf dem er sitzt.



    Man kann nur hoffen ,dass die Naturschutzverbände die verantwortlichen Händler mit Schadenersatzklagen überziehen, dass jene nie wieder "die Sonne sehen"

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Hallo zusammen,
    die betroffenen Bienenvölker sind also vernichtet worden.
    Bleibt die Frage, was mit den benachbarten Bienenvölker geschehen ist oder vielleicht besser gefragt was nicht.
    Wieviel Zeit ist denn vergangen, seit Einfuhr der Bienen bis zur Entdeckung des Kleinen Beutenkäfers?
    Zeit genug, das er sich auf benachbarte Bienenstände ausbreiten konnte?
    Warten wir ab, was uns nach dem Winter aus Portugal für Neuigkeiten diesbezüglich erwarten.
    Das erinnert mich an die Berichte aus der Zeit des Auftreten der Varroa.
    Bienenstände wurden dem Feuer übergeben, die Völker abgeschwefelt,
    auf Anordnung von Amtsveterinären, die im Studium das letzte und erste mal ein Bienenvolk gesehen haben. Alles im Griff!?
    Na schön, lehnen wir uns zurück, machen es uns bequem und lesen nach,
    wie aus Bienen mit höheren Putztrieb Drohnen nachgezogen werden...
    Meines Erachtens ist das Thema" Kleiner Beutenkäfer" zu wichtig, um beispielsweise unter "Sonstiges zu Krankheiten & Schädlinge" ein vestecktes Dasein zu führen. Da sollte Hartmut ein eigenes Oberthema
    einführen und die bisherigen Beiträge dorthin verschieben.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    sorry, aber ob die Bienen vernichtet wurden oder nicht ist doch nicht die Frage! :wink: Die Frage ist doch wohl ob der kleine Beutekäfer vollständig vernichtet wurde, ob er ausschwärmen konnte, oder ob Larven im Boden um die Beuten herum überlebt haben oder könnten.


    Der kleine Beutekäfer braucht zum Überleben die Bienen nicht.
    :cry:
    Gruß
    Franz

  • Die Frage ist nicht ob irgendwelche Bienen in Portugal oder der Beutenkäfer in Portugal abgetötet worden ist!
    Die Frage lautet wo wurden diese Paket-Bienen aus den USA überall hingeliefert?
    Die im Frühjahr 2004 nach Deitschland importierten Paket-Bienen sollen angeblich aus Italien oder frankreich gekommen sein (nach Auskunft der Vertreiber)!
    Aber wo haben Die ihre Paket-Bienen her?


    Leeroy

  • Richtig Leeroy Dein Beitrag.


    Immer wieder , auch hier ist die Politik angesprochen !
    Natürlich auch leider wieder der träumende und tief schlafende Imkerbund.


    Es ist schlicht zum Kotzen ! Bitte verzeiht mir den Ausdruck, dies ist meine Stimmungslage wenn ich an die Politik und an den Hobby- bzw. den Berufsimkerbund in Deutschland durch solche Dinge wie Beutenkäfer etc. erinnert werde.


    Gruß Fridolin

  • Hallo Fridolin,
    das sehe ich anders.
    Die Politiker haben doch relativ schnell ein Einfuhrstop für Bienen erlassen.
    Es war doch e i n I m k e r , der verbotenerweise Völker eingeführt hat.
    Der halblegale Weg über EU-Drittländer wird doch auch nur genutzt, weil Nachfrage durch Imker besteht.
    Nur wenn der letzte Imker kapiert hat, das seine Nachfrage nach ausländischen Bienen eine Einschleppung des Kleinen Beutenkäfers und anderen Schädlingen und sonstigen Krankheiten est ermöglicht, haben wir die Möglichkeit, dieses zu verhindern.
    Leider glaube ich, das wir beim Kleinen Beutenkäfer diese Möglichkeit verpasst haben und wir ihn schon in Europa haben.
    Der Verzicht auf Nachfrage von Bienenvölkern aus Nicht-EU-Ländern muss von den Imkern kommen, dazu braucht man keine Politiker.
    Es ist aber trotzdem gut zu wissen, das sie ein Einfuhrverbot erwirkt haben. Auf wessen Veranlassung, ist eigentlich zweitrangig.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar


    War es wirklich nur [ b]ein[/b] Imker der die Globalisierung genutzt hat ?


    Letztendlich bin ich mit Dir einig, das es uns genau so geht wie bei der Verbreitung der Varroamilbe. Wenn nicht klimatische Bedingungen das Vordringen des Beutenkäfers behindern ?


    Allein der Hinweis , das der Boden rund um den betroffenen Bienenstand desinfiziert wurde grenzt an Lächerlickeit.
    Die deutsche Gründlichkeit hat bei dem südländischen Habitus der Portugiesen bestimmt keine Rolle gespielt !


    Gruß Fridolin

  • @ Fridolin


    Nicht zu schnell mit dem südländischen Habitus umgehen.
    Vielleicht erstmal vor der mitteleuropäischen Haustür kehren.


    In diesem Sinne, aus den südlichen Gefilden. Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Pedro,
    Du hast vollkommen, recht!
    Wenn der erste Befall hier in Deutschland gewesen wäre,
    bräuchte man keine Sorgen zu haben.
    Mit deutscher Gründlichkeit hätten wir das voll im Griff!
    (eigentlich wollte ich das hier in Sütalin schreiben :wink: )
    Nix für Ungut
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    ob nun in Sütterlin der nicht, wir scheinen nochmals mit einemm blauen Auge davon gekommen zu sein.
    Wenns denn wirklich nur einige wenige Königinnen waren und keine ganzen Völker.
    Bin mal gespannt.

    Grüße an alle


    Michael




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    (Mark Twain) Donald Duck