Die kompatible Beute .... und

  • wer kann mir nun weiterhelfen in der Frage geteilter/ungeteilter Brutraum?


    Guten Morgen vorneweg.


    Ich studiere zur Zeit das Büchlein von Karl Kieß "Bauanleitung für das
    Zander-Magazin -- kompatibles System --


    und nun bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich Dadant/Langstroth als Brut- und Zander als Honigraumzarge bauen soll.


    Und, im Falle des Dadant-Brutraumes, reicht es, wenn ich mal die eine
    Hälfte, und das Jahr darauf die andere Hälfte erneuern lasse?


    Zu meiner Biene: Feld-Wald-Wiesen-Carnica (wirklich was Exquisites),
    die ihr Brutnest mit dicken Honigkränzen "verziert"
    (Die machen das mit Absicht - dann können sie eher abzwitschern; und
    dabei hatten sie doch zwei Bruträume zur Verfügung)


    PS:
    - der richtige Umgang mit dem Absperrgitter ist mir geläufig...
    - meine Immelein als "vernünftig" zu bezeichnen maße ich mir nicht an;
    könnte ja sein daß die Haltung nicht ganz wesensgemäß ist ...


    Für Anregungen bin ich aufgeschlossen


    und ich bedanke mich im Voraus


    Walking Willy

  • Hallo Willi,


    wenn Du Beuten "Zander kompatibel" bauen möchtest, nehme ich an das Du mit 10 Rähmchen arbeiten möchtest, ist das richtig?
    Falls ja, dann würde ich kein Dadant sondern 1.5 Zander nehmen für den ungeteilten Brutraum, ebenfalls unter der Annahme das Deine Bienen auch relativ viel Brut anlegen. 10 Rähmchen Dadant ist evtl. zu wenig, ich habe auch Wald und Wiesen Carnicas, die bis zu 11 Dadanträhmchen Brut anlegen, sogar ohne Honigkränze gerechnet. Ich würde immer wieder einen ungeteilten Brutraum favorisieren. (Ich arbeite selbst aber mit 12er Dadant mod.!) 1.5 Zander ist in der Zwischenzeit nicht nur vereinzelt anzutreffen und Rähmchen sowie Mittelwände sind von einigen Händlern von "der Stange" zu bekommen. Nur so ein Gedanke sofern Du wirklich so auf Zander oder "Zander kompatibel" stehen solltest... :wink:



    Gruß
    Franz

  • Geteilter / Ungeteilter Brutraum.


    Ungeteilter Brutraum (z. B. 12 Dadant )


    Weniger Waben im Brutraum, dafür schwerere undhandlichere Beute in Bezug auf Gewicht und Größe (Wandern, ,Ablegerbildung,Schwarmkontrolle ,Wabenbauerneuerung ect.)


    Gruß
    Rainer

  • Hallo Willi und Franz,


    ist die obige Frage nicht stark abhängig von den Vorlieben des Imkers? Du, Franz, imkerst gern mit der großen Wabe. Du wirst Deinen Grund haben.
    Die kleine Wabe, ich meine den dreigeteilten Brutraum, hat auch ihre Vorteile. Beide Vorteile lassen sich leider nicht verbinden. Der Imker muß sich entscheiden.
    Vorteile der niedrigen Wabe sind z.B. die einfache Bauerneuerung und die einfache Ableger- und Zwischenablegerbildung. Gearbeitet wird in der Regel nur mit ganzen Zargen.
    Die Schwarmkontrolle wird als Nachteil genannt - zuviele Waben seien zu kontrollieren. Es reicht aber aus, die oberste Brutraumzarge zu kontrollieren, um zu wissen was los ist. Zellenbrechen zur Schwarmverhinderung würde zur Sysiphusarbeit ausarten - mit niedrigen Waben sollten zur Schwarmverhinderung Ableger oder Zwischenableger gebildet werden.


    Grüße, Thomas

  • erstmal vielen Dank für Eure Antworten;


    Jeder hat gute Argumente und auch betriebtechnisch triftige Gründe
    vorgebracht.


    Werde mir die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen.

  • Hallo!


    Also ich finde auch. Nicht nur unsere Bienen müssen mit ihren Behausungen zufrieden sein, auch ich als Imker. Ich hab's mit größeren Waben im Brutraum probiert - sehr angenehm, weil eben nur ein Brutraum. Der Nachteil war - für mich -, dass ich die Dinger nach längerer Arbeit kaum noch heben konnte. Die Waben waren mir einfach zu schwer. Jetzt verwende ich wieder ein kleineres Maß; auch wenn ich dafür mehr Rähmchen habe.
    Manch einer schüttelt den Kopf darüber; soll er. Ich habe keine schmerzenden Arme und Hände mehr und mein Kreuz dankt es mir auch, das is' auch was wert.
    In dem Dschungel an Maßen und Unmaßen, den es bei uns gibt, ist es gar nicht so leicht, sich zurecht zu finden. Das (absolut) perfekte System gibt es meines Erachtens nicht. Es gibt gute und weniger gute. Du musst versuchen, für dich das beste zu finden.


    lg, Stefan

  • Hallo,


    ja ich gebe allen recht, was man benutzt ist auch eine sehr persönliche Frage und hat was mit Vorlieben zu tun.


    Ich zum Beispiel trage meine Bruträume nie spazieren, ich bin Standimker und die Bruträume bleiben immer stehen. Als Wanderimker würde ich aber die Zargen auch nicht einzeln verladen, sondern immer die ganzen Beuten im geschlossenen Zustand. Die einzelnen Waben waren mir noch nicht zu schwer, ich bin dafür warscheinlich noch zu jung. Hätte ich aber massive Rückenprobleme würde ich warscheinlich von Magazinen ganz weg gehen und Trogbeuten verwenden die alle Rähmchen, inkl. Honigraum, in einer Ebene haben. Für die Honigräume habe ich aber "halbhohe Zargen" im Vergleich zum Brutraum.


    Ablegerbildung: Ob ich nun einen Ableger mit 4 Dadantwaben, oder 5 Zanderwaben mache spielt für mich keine Rolle.


    Ebenso ist es für mich egal ob ich eine Zarge auswechsle, oder ein paar einzelen Waben durch welche mit Mittelwänden ersetze. Aber es gibt auch Leute die mit einem 12er Dadant mit ganzen Zargen Wabenermneuerung machen, dann aber nur jedes dritte Jahr.


    Für mich ist da wichtiger das ich mit weniger Rähmchen hantieren muß und das die Bienen sich offensichtlich wohler fühlen - das merkt man im Umgang, aber ich kann es nur schwer beschreiben!


    Gruß
    Franz