Erlanger Magazin Bauanleitung

  • Hallo,
    wie es aussieht bleibe ich doch bei Zander. Ich möchte nun das Erlanger Magazin dass Karl Weiß in Der Wochenend-Imker zu treffend beschreibt bauen.
    Gibt es hierfür irgendwo eine detaillierte Bauanleitung???
    Ich kann leider keine finden, außer natürlich die pauschalseite der Magazinimker die mich aber nicht zufriedenstellt.
    Kann mir von euch jemand weiterhelfen????


    Grüße

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo
    zusätzlich möchte ich noch Erfahrungsberichte zur Erlanger bzw. Hohenheimer Beute zwecks gegenprüfung.
    Die Imker die ich jetzt besucht(4x) haben teilweise ihre Dadant wieder verkauft. D.h. die waren auf Zander wechselten zur Dandant mod. und gingen wieder auf die Erlanger bzw Hohenheimer Beute zurück.
    An mangelnder Sachkenntnis kann es nicht liegen da jeder der 4 Imker über 30Völker haben einer sogar 100 Völker und Jahrzehntelange Erfahrung.
    Das sind anerkannte Leute.
    Ich wollte eigentlich von Zander auf Dadant mod. wechseln und von Carnica auf Buckfast wechseln. Jetzt bin ich wieder verunsichert weil die einhellige Meinung dieser 4 Fachleute war:
    Wer 1 in der Imkerei was verdienen will wechselt nicht von bewährten (Langstroth/Zander) was ihre eigenen Tests belegen
    2 Wer langfristig erfolg haben will braucht eine gute eingeflogene
    Landbiene die auch in den Wald fliegt und auch in schlechten Jahren einen bezahlbaren Futterverbrauch hat. Beides soll die Buckfast nicht leisten.


    Natürlich denke ich jetzt wieder nach da im Süden der Wald Haupttracht ist.
    Was Haltet ihr davon

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo Klaus,


    Du hast geschrieben:

    Zitat

    Wer 1 in der Imkerei was verdienen will wechselt nicht von bewährten (Langstroth/Zander) was ihre eigenen Tests belegen
    2 Wer langfristig erfolg haben will braucht eine gute eingeflogene
    Landbiene die auch in den Wald fliegt und auch in schlechten Jahren einen bezahlbaren Futterverbrauch hat. Beides soll die Buckfast nicht leisten.


    Nun, die Buckfast fliegt genauso in den Wald wie die Carnica und der Futterverbrauch ist nur etwas höher als der der Carnica, sofern die Völker ähnlich stark sind. Ich würde mir aber zum Start Nachkommen einer regional gut eingelebte Linie besorgen und von einem anerkannten Züchter. Bedenke auch das, auch in Deutschland, von den meisten hauptberuflichen Imkern die Buckfast gehalten wird. Ich habe beides am Stand, da auch ich den Vergleich machen wollte. Natürlich ist es immer praktischer von einem bewährten System nicht wegzugehen, dann muss man sich auch nicht anpassen. In fast allen Büchern, die beschreiben wie mit mod. Dadant geimkert wird, kann man nachlesen das der Unterschied in der Völkerführung nicht unterschätzt werden darf und das hat so gut wie nichts mit der Bienenrasse zu tun. Das einzige in der Betriebsweise ist das angeblich die Buckfast sensibler, sprich beleidigter reagiert wenn man die Waben des Brutnestes umsortiert, aber das mache ich sowieso nicht. Ich hatte früher auch mal Trogbeuten im Kuntschmaß quer und ich bin froh das ich von diesen kleinen Rähmchen weg bin. Mit den großen Rähmchen habe ich auch sehr viel weniger arbeit, da muß man nicht so pünktlich am Stand sein - da kann man einen Eingriff auch mal verschieben. Ob Du in Dadant imkern möchtest überlasse ich Dir, ich würde immer wieder große Rähmchen wählen, die auch einen ungeteilten Brutraum erlauben.


    Aber dies ist nur meine persönliche. bescheidene Meinung.



    Gruß
    Franz

  • Hallo, alle Miteinander,


    Nicht so bescheiden, Franz.
    Ich kann dir zum einzargigen Brutraum nur beipflichten, es herrscht eine ganz andere Harmonie im Volk und die Bearbeitung ist ohne das Auseinanderreißen einfacher und schneller.
    So ist es mir bei fast jeder Kontrolle möglich, die Königin zu sehen.
    Ob Buckfast oder Carnica, ist die gleiche Frage ob Opel oder Ford, viele Argumente und am Ende kommt wieder der kleine und wichtige Punkt, persönlicher Geschmack.
    Sowohl in der Betriebsweise wie in der Ausstattung.
    In der Leistung gibt es nur geringe und regionale Unterschiede.
    Ich persönlich komme mit der Carnica besser zurecht, dass soll aber keine Bewertung sein, wie gesagt, der kleine Punkt.
     
    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Betreff Nachbau Erlanger Magazine.
    kurz vorgestellt:
    ich imkere seit ca 25 Jahren mit der Erlanger Magazinen im Nebenerwerb mit mehreren hundert Völkern,daher mit den Stärken und Schwächen dieser Beute gut vertraut.


    Bevor Du an Nachbau denkst lass Dir doch mal ein Angebot von der Firma Wasinger geben um zu überprüfen,ob sich der Selbstbau unter Einberechnung des Zeit und Materialaufwandes überhaupt lohnt .


    Mangel der Beute:
    Der Mangel dieses Beutensystems liegt in der Futterwanderzarge,da überflüssig und eine Fehlkonstruktion.
    Dafür ist entweder eine zusätzliche Leerzarge für Obenfütterung mit Eimer oder einen Futtertrog mit gr0ßem Fassungsvermögen zu verwendnen.


    Vorteil der Beute:


    Der Deckel mit integrierter Wärmedämmung. Ich muß beim Öffnen nur ein
    Teil in die Hand nehmen, er ist Sturm und Orkansicher, beim Wandern steht er nicht über und beschränkt die Anzahl der Wandervölker auf dem Anhänger.


    Der Boden mit komplett offenen Gitterboden (sinvollerweise aus Eichenholz)
    und den vier an der Unterseite befindlichen Echrandklötzen ermöglicht eine
    sehr schnelle Wanderung; Flugkeil geschlossen und schnell aufgeladen
    mit Sackkarre oder einrädriger Karre bei unwegsamen Gelände.
    Ohne sonstige Hilfsmittel kann man die Beuten überall leicht auch auf unebenen Untergrund aufstellen.


    Die Kippbeschläge (bitte nur Metallbeschläge verwenden)
    erlauben eine sehr schnelle Schwarmkontrolle im Sekundenbereich ,eine Wanderung ohne Gurte sowie leichte Stapelbarkeit und Transportierbarkeit
    von Zargenstößen bis zu 8 Zargen übereinander im Lagerraum.



    Durch die kleinere Rähmchenanzahl von 9 Waben sind die Beuten etwas kompakter und leichter, daher weniger Kraftaufwand verursachend.


    Bei der Ernte ensteht trotz der niedrigeren Wabenanzahl beim Abheben und transportieren der vollen Ganzhonigzargen eine nicht unbeachtliche Beanspruchung des Körpers.
    Daher ist eine Verwendung von Halbzargen für die Honigernte bei größeren Völkerzahlen sinnvoll.




    Gruß
    Rainer

  • Erstmal danke für deine Antwort


    aber ich möchte dich nochmal strapazieren
    ich nehme an du beziehst deine Beuten von der Fa. Wasinger?
    Kauft du die mitsamt den unnützen Futtertrog?
    Soweit ich dass verstanden habe ist dieser Trog aber anderweitig ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Beute.(Tommelraum usw.)
    Heißt dass ich muß den mitkaufen (bauen) und nehme ihn dann nicht als Futtertrog her.
    Benützt du 1/2 oder 2/3 Zander Waben.
    Stellt du die Beuten wirklich auf den Boden oder doch auf eine Unterlage??


    Gruß

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • die Beuten wurden bisher in Eigenbau gefertigt.


    Ich kaufe je nach Bedarf auch einzelne Bestandteile der Beute.
    Die Deckel und die Eichenböden mit Edelstahlgitter sind nicht nur preiswert sondern weisen auch eine
    sehr gute Verarbeitung auf,wie im Eigenbau in dieser Qualität schwer möglich.


    Der Trog ist in jeder Hinsicht überflüssig,
    Durch die Schubladenkonstruktion instabil, als zusätzlicher Trommelraum überflüssig, und meiner
    Erfahrung nach der Volksentwicklung eher abträglich.
    Durch die Bodenaufstellung (bitte ohne
    der Unterlage,da größerer Luftzug) entsteht ein besseres Kleinklima.
    Bei Volltracht kann der Teil der Sammlerbienen der herunterfällt direkt wieder vom Boden aus ins Flugloch laufen,
    die Anzahl der klammen Pollenträgerbienen Bienen im Frühiahr ist weitaus kleiner.
    Wenn Du die Gitterbodenhöhe um ca 1 cm erhöhst kannst Du zudem sehr bequem und schnell z.B. die Ableger mit den 2,5 Kg Apifondapäcken füttern( einen Teil der Folie oben kurz aufreißen und auf den Gitterboden legen).Ich benützen Ganzzargen und für die Honigräume 1/2 Zargen,da ich diese bei der
    Ernte zargenweise abstoßen kann.


    Gruß
    Rainer

  • Als ich deine Antwort gelesen hatte klingelte es natürlich gleich.
    Du baust also deine Beuten teilweise selbst!
    Könnte ich von dir eine entsprechende Bauanleitung bekommen zum selbstbauen. (Besseres Massblatt)
    Natürlich íst es auch für mich vorstellbar besonders schwierige Teile zuzukaufen aber ich kann aus wirtschaftlichen Gründen keine kompletten Beuten kaufen.
    Ich nehme an du kaufst die Böden und die Deckel zu?? Oder?
    Wahrscheinlich bei besagten Wasinger, was zahlst du da?
    Gibt es hier auch eine Adresse.
    Ich wär dir für eine Antwort sehr verbunden, veileicht kann ich mich einmal revanchieren.


    Grüsse

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo Bisy,
    die Frage, Buckfast oder Carnica ist meiner Meinung viel tiefgründiger, wie ob Opel oder Ford.
    Vergleichen würde ich das, wenn man es schon mit Autos vergleicht,
    mit der Frage ob Diesel oder Benziner.
    Ford oder Opel ist eher der Vergleich ob Magazin oder Hinderbehandlung.
    Aber dies sollten wir nicht unter dem Thema "Bienenbeuten" diskutieren.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Magret,
    Nicht zu tief.
    Ich denke mal, das 99% der Imker am Beginn erst die Frage nach der Beute stellen, und dann erst die nach der Biene. Das Handwerkszeug ist anscheinend wichtiger, ist aber auch "begreiflich".
    Daran kann man aber sicherlich erkennen, das trotz der lebhaften Diskussionen über Bienenrassen den meisten egal ist, was für Bienen sie haben. Hoffentlich greifen diese dann nicht zur falschen Zapfsäule :D .
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, Lothar
    Es ist wie mit dem ersten Auto, meistens von Papa.
    Ich habe Bienen und Beuten, widerspruchslos von meinem Imkervater übernommen, weil ich brav bin!
    Erst dann habe ich mir alles zurechtgeschnitten so dass es für mich passt.
    Nennt man wohl Tuning.
    Ich habe mir auch noch andere Bienen zugelegt, eine andere Betriebsweise ausprobiert, aber es passte nicht ich konnte keinen Draht finden.
    Wir waren uns nicht sympathisch.
    Denk ruhig die hat eine Schramme, ich hätte sie beinahe verschenkt!
    Doch was können die armen Bienen dafür.
    Um wieder auf das Auto zurückzukommen, vielleicht fehlte mir der richtige Zweitwagen?

    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret