Varroabekämpfungsmaßnahmen

  • Lt. einer soeben über unser Institut/Dr. Moosbeckhofer ( Austria )erhaltenen
    Information (die er seinerseits von Max Watkins/Vita hat) soll in
    Brüssel eine Richtlinie in Ausarbeitung/Verabschiedung (soll schon ab
    1.1. 2005 gelten) sein, die besagt, dass alle Varroabekämpfungsmaßnahmen
    d.h, alle synthetischen und alle biologischen Produkte (explizit AS, OS,
    Thymol) ab diesem Zeitpunkt tierärztlich verschreibungspflichtig und
    apothekenpflichtig
    sind.
    Das ist schon schlimm genug.
    Dazu käme dann lt österreichischer Rechtslage(ich nehme an in anderen
    Ländern wird es nicht viel anders sein), dass zusätzlich in jedem
    einzelnen Anwendungsfall der Tierarzt die betreffenden Bestände/Tiere
    (d.h. jeden Bienestand-schlimmstenfalls jedes Volk) begutachten muß, da
    er bei einer, von mir so bezeichtneten, Blindverschreibung einen
    Kunstfehler begeht und somit haftbar ist.
    D. h. es sind alle Imker, auch Bioimker, in Europa davon betroffen und
    dann wird's eng.
    Pressemitteilung Eurepean Bekeeper Association


    Fridolin Brandt ( Medienreferent EPBA)

  • Hallo Fridolin,


    so schlimm finde ich das nicht. Ich komme gut mit Ameisensäure aus und Bioimker sollten sowieso nichts anderes außer AS OS oder Thymol verwenden.


    Gruß


    ThomasT

  • @ thomas T


    Leider hast Du den Hinweis nicht richtig interpretiert.


    Auch Ameisensäure, Oxalsäure und Thymol werden in die tierärztliche Verschreibungspflicht einbezogen ! So nach dem derzeitigen Gesetzesentwurf der EU.


    Der Gesetzesentwurf wurde zwischenzeitlich auch von Dr. Wallner Bieneninstitut ?? bestätigt.


    Gruß Fridolin

  • Lieber Imkerfreund Thomas,
    leider brauchen wir mit diesen Regelungen in Zukunft aber den Tierarzt! Auch für organische Säuren!
    Meines Erachtens brauchen wir aber keine Faulbrut-, Beutenkäfer- oder Varroaverodnungen sondern jeder Imker sollte frei handeln dürfen, zumal die Krankheiten mit einfachsten Mitteln bekämpft werden können und bei guten Standorten und guter Völkerführung dies noch nicht einmal notwendig ist! Wenn Bienenprodukte aus aller Welt auch mit Faulbrutsporen in die EU eingeführt werden dürfen, dann muss auch die Völkerbehandlung und Bienenvölkerführung und Bienenvölkerhandel an Weltstandard angepasst werden oder umgekehrt Bienenprodukteverkauf aus nicht EU-staaten in der EU verboten werden!
    Könnte es sein, dass hier wieder ein paar Staatsdiener ihren Arbeitsplatz sichern wollen?

  • Oh, Entschuldigung,


    das ist natürlich doch schlimm. Ich glaube nicht das sich der Tierarzt hier bei mir am Ort (zu dem ich immer mit den Kanninchen der Kinder gehe) auch nur trauen würde ein Volk zu öffnen. Geschweige den das er verstehen würde was er sieht. Von den Kosten mal ganz zu schweigen.


    Gruß


    Thomas

  • wenn das alles stimmt, na denn Malzeit, die EU denkt nach...
    Bevor die EU bis zu Ende gedacht hat, haben wir in Deutschland doch schon das Gesetz.... :evil: 
    Ich bin nur gespannt, ob die Tierärzte bereit sein werden in unsere Völker zu schauen, oder geht das dann wie bisher über die Bienenseuchensachverständigen?
    Ich bin gespannt.


    Hartmut

  • Zitat

    Ich bin nur gespannt, ob die Tierärzte bereit sein werden in unsere Völker zu schauen, oder geht das dann wie bisher über die Bienenseuchensachverständigen?
    Ich bin gespannt.


    Ich auch !


    Das Nachdenken der EU wurde auch von Dr. Wallner bestätigt, also kommt die Info nicht nur über Österreich sondern auch von meinem Informanten aus der EU Kommision und von Dr. Wallner Bieneninstitut Hohenheim ? Wenn verschreibungspflichtig, dann sicher nur über die Tiermediziner !
    Gruß Fridolin

  • Hallo zusammen,
    der kluge Mann baut vor.
    Die jetzt noch frei erhältlichen Mittel also horten.
    Und dann hoffen, das sie nicht so schnell aus gehen.
    Sollen andere Berufszweige ähnlich hantieren.
    Und notfalls gibt es ja auch noch Nicht-EU-Länder.
    Ihr wisst Bescheid ?! :wink: 
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ameisensäure und auch Oxaldehydrat sind und werden in der Apotheke frei verkäuflich sein. Es ist nur etwas teuerer als im Imkerfachhandel und natürlich dann illegal die Bienen damit zu behandeln. Den Skandal in der Presse kann ich mir schon vorstellen "Imker verwenden unerlaubt Medikamente". Da kauft keiner mehr unseren Honig.


    Gruß


    ThomasT

  • Moin ImkerHu,


    nimm' doch mal die Suchfunktion. Das Drehthema ist hier schon durch. Wir sind doch die "für gewöhnlich gut informierten Kreise". Zum Drehding gibt es sogar schon richtig viele Pros und Contras. Selbst hat das bisher aber noch keiner benutzt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Hallo Fridolin!
    Schon mal etwas davon gehört?
    Bienenstock mit Drehnest-Rahmen


    Dieser Bienenstock besteht – ähnlich wie die herkömmlichen Magazinbeuten – aus einem Brutraum und dem Honigraum (ein oder mehr Honigzargen).
    Im Brutraum befinden sich 10 kreisförmige Rahmen, die – wie der Name schon sagt – von außen gedreht werden können, ohne den Stock öffnen zu müssen.
    Der Honigraum dient nur der Gewinnung des Honigs und wird nicht gedreht, daher ist es nebensächlich,welches Rähmchenmaß verwendet wird.
    Warum müssen die Rahmen des Brutnestes gedreht werden?
    Weil dadurch drei wesentliche Probleme des Imkers gelöst werden können:


    1. Es verhindert die Vermehrung der Varroamilben in den gedeckelten Brutzellen.
    2. Es verhindert den Ausbau von Weiselzellen und daher das Schwärmen.
    3. Es ermöglicht die maschinelle Behandlung der Bienenvölker.


    1. Die Varroamilben legen ihre Eier ca. 70 Stunden nach Verdeckelung der Brutzellen, und zwar immer an der oberen Seite. In den Zellen orientieren sich die Milben mithilfe der Schwerkraft. Im Bienenstock mit Drehnest-Rahmen wechselt aber oben und unten nach jeder Drehung um 180 Grad. Die Zeiteinstellung der Umdrehung kann vom Imker mit Hilfe einer Elektronik beliebig gewählt werden. Die bei der Orientierung ständig gestörten Milben finden verspätet eine neue Stelle zur Eiablage. Die verspäteten Protonymphen werden relativ schnell zu Deutronymphen, können aber den Paarungsprozeß nicht rechtzeitig abschließen!
    Die ständigen Umdrehungen führen dazu, daß die Milben schwieriger die Nahrungsquellen finden. Die Milben schlüpfen zwar zusammen mit den Bienen aus den Zellen, sterben aber gleich anschließend ab. Beweis dafür sind die im Bienenstock auffindbaren toten Utronymphen (weiße Kleinmilben).


    2. Die Bienen bauen die Weiselzellen mit Hilfe der Schwerkraft von oben nach unten aus.
    Sie können die Weiselzelle wegen der ständigen Umdrehungen nur beginnen, aber nicht bis zur Eiablage der Königin weiterbauen. Daher entstehen keine Weisel- bzw. Schwarmzellen. Ohne diese jedoch gibt es auch keine Schwärme!
    Die künstliche, runde Wabe wird trotz der Umdrehungen fehlerfrei ausgebaut.


    3. In diesem Bienenstock hat der Imker keine Notwendigkeit, das Brutnest zu ordnen. Das alles wird von den Bienen erledigt. Am Abend, wenn das Nest langsam um 180 Grad gedreht wird, gelangt der Honigkranz nach unten zum Ausgang, von wo er dann von den Bienen nach oben in den Honigraum umgetragen wird, weil sie ihn schützen wollen.Die so ausgeräumten Leerzellen werden von der Königin gerne mit Eiern versehen.So gelangt der Honig aus dem Brutraum nach oben, ohne Zutun des Imkers.Der notwendige Pollen- und Futterkranz bleibt rund um das Brutnest erhalten.Bienenstöcke mit Drehnest-Rahmen sollten in größeren Einheiten wie Wanderwagen oder Containern aufgestellt werden. Ein entsprechender Anschluß ermöglicht, dass 40 bis 50 Bienenvölker mit einer gemeinsamen Steuereinheit, einem 12 V Motor und einer Batterie automatisch betrieben werden. Die Arbeitszeit sinkt so auf ein Viertel. Der Imker hat nur die Völker zu kontrollieren und den Honig zu entnehmen. Mit Hilfe dieser Methode können 800 bis 1000 Bienenvölker von einem Imker gehalten werden und zwar ohne Schwärme und mit dem Ergebnis von völlig rückstandsfreiem Honig!


    Dieser Bienenstock mit Drehnest-Rahmen könnte die Grundlage für die Bienenzucht der Zukunft werden. Diese Methode wird noch erforscht und geprüft vom Forschungsinstitut in Gödöllö /Ungarn unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Szalaine Enikö Matrai.
    Die Auswertungen am automatischen Bienenwagen des Imkers und Erfinders Lajos Konya erfolgen mit Hilfe des Agraringenieurs Adam Mitlerer kontinuierlich.
    Die Erfindung ist patentrechtlich geschützt!
    Der Bienenstock mit Drehnest-Rahmen kann nach dem Abschluß der Untersuchungen - vom Erfinder genehmigt – hergestellt und angeboten werden.



    Lajos Konya
    Erfinder

  • Einen wundeschönen guten Morgen, an diesem wünderschönen (na, hoffentlich) Morgen :D 
    Hallo Imker-Hu,
    erklär mir doch mal wie das mit 150, 200 und noch mehr Völker gehen soll???
    Auch kann ich dann meine Königinnenzucht in den Wind schreiben, oder??
    Es kann ja sein das das für den kleinen Imker mit bis zu 20 Völkern nicht schlecht ist, keine Schwarmkontrolle und Varroabekämpfung mehr.
    Aber was will man denn den Tieren (es sind Gott sei Dank noch Tiere) noch alles antun.
    Das ist für mich bis jetzt von den unnatürlichsten Sachen (Völkerheitzungu.s.w.) das noch unnatürlichte was ich gehört habe.
    Ich setzte dich Zuhause ja auch nicht alle 12 St. auf den Kopf und lasse dich da so hängen.
    Auch wenn die Bienen das weitgehenst akzeptieren (bleibt Ihnen ja nichts anderes übrig) find ich es Tierquälerei.
    Aber es gibt halt noch andere :cry::cry: leider.
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike