Rostschutz Schleuder

  • Hallo,


    wie schützt man denn eine Weissblechschleuder innen am besten vor Rost. Ich kann sie ja schlecht mit Caramba oder Ballistol einspritzen, da der Honig dann später etwas merkwürdig schmeckt. Da gibt´s doch bestimmt Tricks?

  • Diese Art Schleuder ist nicht mehr zeitgemäß.
    Alles was mit Honig zu tun hat sollte Edelstahl sein. Die Weißblechschleudern sind über die Zeit nicht vor Rost zu retten oder nur mit solchen Mitteln, die wiedeum nichts mit Honig zu tun haben sollten.


    Also allen Ernstes, entsorgen! (Die Schrottpreise sind derzeit in einem Allzeithoch.


    Eine Edelstahlschleuder behält auch ihren Wert. Wenn man also nach Jahren die Imkerei aufgeben sollte, so läßt sich dafür immer ein guter Preis erzielen, im Gegensatz zur Weißblechvariante.


    H. Watzl

  • Hi Watzl,


    was soll ich mit dieser Antwort anfangen. Honig ist auch nicht zeitgemäß, heute isst man Nutella oder in Zukunft ´nen fluffernutter.


    Freibad


  • Genauso ist es, normalerweise sollten diese Schleudern zur Honiggewinnung verboten werden.

  • Verbieten ist immer gut. Macht man jetzt im November auch mit 100 Tausenden funktionierender Ölheizungen. Bringt richtig Geld in´s Staatssäckel.


    Ne´ mal ohne Quatsch. Ich päppel gerade meine ersten zwei Jungvölker in den Winter von denen ich – sollte alles klappen - im nächsten Jahr Honig schleudere. Alles erst mal um zu sehen, wie das so mit den Bienen funktioniert. Hab bei ebay ne´ gute Blechschleuder für 30 Euro von einem Imker ersteigert. Ohne inneren Rost und bis vor kurzem noch in Betrieb. Den Honig, den ich damit schleudere werde ich essen und ich gebe ihn sogar meiner Familie. Und wenn wir das überlebt haben, werden wir berühmt?

  • Konservendosen sind auch aus Weißblech, also zeitgemäß ist Weißblech!



    Weißblech kann man mit Kelterlack streichen. Gibt's in jedem gut geführten Imkerladen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Streichen ist eigentlich noch nicht nötig. Ich möchte das Blech nur auf die Schnelle konservieren. Vielleicht gehts mit Bienenwachs, der in irgendwas aufgelöst ist?

  • freibad schrieb:

    Streichen ist eigentlich noch nicht nötig. Ich möchte das Blech nur auf die Schnelle konservieren. Vielleicht gehts mit Bienenwachs, der in irgendwas aufgelöst ist?


    Hallo Freibad,
    es ist schade, habe mich bewußt dezent ausgedrückt, wenn der Imker den Honig, den die Bienen mühsam im mg Bereich nach Hause tragen, versaut. Ich habe bei der ersten Honigernte, als ich noch keine Schleuder hatte, die Weißblechschleuder von meinem Nachbarn ausgeliehen. Der Honig hat dann, besonders bei kleinen Mengen, den Geschmack des alten Blechs angenommen. Ein paar Wochen später hatte ich eine Edelstahlschleuder, mein Nachbar kostete den frisch geschleuderten Honig und beteiligte sich sofort an meiner Schleuder.
    Warum versuchst du nicht dein Glück bei einem Imkerverein, der eine Schleuder ausleiht oder du findest da einen Imker, der dir deine paar Honigwaben entweder vor oder nach seiner Ernte ausschleudert. Ich sehe es eben so, dass es eine Sünde ist, den Honig sei es durch Varroabekämpfungsmittel oder durch eine unsachgemäße oder zu frühe Ernte zu schädigen. Betrachte deine 30 € als "Lehrgeld".

  • Hallo, Freibad,


    Auch ich bin vor Jahren einmal mit einer Schleuder aus Weißblech angefangen.
    Es hat meinem Honig und mir nicht geschadet.
    Die Herren aus Bayern vergessen, dass es nicht überall Zuschüsse gibt!
    Eine gepflegte, nicht gerostete Schleuder, gibt für den kleinen Moment wo der Honig das Metall berührt, keinen Geschmack ab.
    Wenn dem so wäre, hätte es Jahrzehntelang nur eine Sorte Honig gegeben.
    „Weißblechhonig“!
    Unbestritten ist eine Edelstahlschleuder eine feine Sache und sollte aus hygienischen Gründen zur Pflicht werden, wenn Honig in den Verkauf gebracht wird.
    Ich habe meine Schleuder immer mit Neutralöl oder Silikonöl winterfest gemacht, sie wurde vor Gebrauch dann mit heißem Prilwasser ausgewaschen und anschließend mit der Heißluftpistole ausgetrocknet.
    Man hat also ein wenig mehr Arbeit um seine Schleuder hygienisch sauber zu halten.
    Eine verrostete Schleuder allerdings, gehört nur noch ins Alteisen.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen


    Margret

  • bisy schrieb:

    Die Herren aus Bayern vergessen, dass es nicht überall Zuschüsse gibt!
    Margret


    Nein aber die Herren aus Bayern gehen mit der Zeit und wenn man für den Honig schon kräftig hinlangen will, dann sollte man auch bei der Honigernte sauber arbeiten. Wer heute noch den Einsatz von Blechschleudern oder Sieben aus Blech gutheißt, arbeitet entgegen der Empfehlungen aller Fachleute, das weißt du genauso gut wie ich.
    Was ist denn so schwierig daran sich einen Imker oder einen Verein zu suchen, wo ich für das erste oder 2. Jahr meinen Honig fachgerecht ernten kann. Wo ist das Problem? Meistens ist dann vom Honigverkauf in dieser Zeit schon ein paar Hunderter für eine handbetriebene Edelstahlschleuder in der Kasse.

  • Hallo zusammen.
    Jede Schleuder (und auch andres Gerät) ist zu retten. Man braucht nur für Lebensmittel zugelassenen 2 Komponentenlack benutzen. Ist in der Lebensmittelindustrie "gang und gebe".
    In diesem Sinne. Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo, Franz Xaver,


    Soweit ich den Beitrag vom Lutz verstanden habe, geht es bei ihm um zwei Völker die er bewirtschaftet, mit der Absicht in die Imkerei hineinzuschnuppern und sich und seine Verwand- und Bekanntschaft mit dem eventuell anfallenden Honig zu versorgen.
    Bei zwei Völkern musst du ganz schön viele Gläser kaufen, mit Honig füllen und wieder verkaufen, bevor du eine Handschleuder verdient hast.
    Bedenke! Keine Förderung wie…
    Ein Nachbar von mir hat einen Imbiss, und die meisten Pfannen in denen er brät sind noch nicht einmal aus Weißblech, wenn er die nicht sofort fettet kann er zusehen wie die rosten.
    Wie viel Würstchen hast du schon gegrillt, alle auf Edelstahl?
    Lieber Franz Xaver, viele Generationen haben aus dem Blechnapf gefuttert, und wir sind doch entstanden, der eine mit mehr, und der andere mit weniger….?
    Ich glaube du würdest verblüfft sein, wie viel Imker im außerbayrischen nicht durch Entwicklungshilfe geförderten Ausland, noch mit altmodischen Weißblechschleudern arbeiten.
    Ein Grund mehr geförderten bayrischen Honig zu kaufen?!


    Ich wünsche Euch viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Hallo Freibad,


    als ich noch Anfänger war, wurde die Weissblechschleuder immer innen etwas eingefettet, nach dem letzten Schleudern.
    Damals nahm man einfach eine Speckschwarte, versuche es doch mal mit Oliven-oder Rapsöl.
    Meines Nachbarn Gäule saufen literweise naturbelassenes Leinöl, auch damit sollte es gehen. Nächstes Jahr einfach vor der ersten Benützung mit heißem Wasser auswaschen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Freibad kann letztlich machen, was er will.
    Anfänger in der Imkerei sollten aber lernen, was modern und zeitgemäß ist.
    Natrülich wird Weißblech in der Konservenindustrie eingesetzt, aber nur als Einwegware. Die Blechdosen werden nicht zur Wiederverwertung hergenommen. Die Honigsschleuder dagegen soll sich jedes Jahr wieer drehen. Doch muß sie ordentlich eingemottet werden, das sie ja den größten Teils des Jahrs still steht.
    Sicherlich ist der Rat, diese Weißblechschleuder zu verwenden aus Kostengründen der richtige, hat die Schleuder ja auch nur 30, EU gekostet. (Weshalb hat den der Imker die verkauft?)


    Freibad soll nichts unbterstell werden, aber ein schwarzes Schaf macht bei Honig immer gleich die ganze Herde schwarz.


    Vor zwei Jahren habe ich meine 12 Jahre alte 4-Waben Edelstahlschleuder verkauft, um einen 4-Waben-Selbswender zu kaufen. Ich habe für die Schleuder fast den Einkaufspreis von damals erhalten.


    Man sollte an der Schnittstelle Biene-Mensch, dem Honig, nicht sparen.
    IN Österreich wurde ein großes Programm aufgelegt, um den Imkern den Kauf von Edelstahlschleudern zu ermöglichen. Ziel war, es die alten Dinger verschwinden zu lassen. Unter www.bodner.at nachschauen. Dort werden Edelstahlschleudern schon unter 150,- Eu angeboten. Meines Wissens liefert dieser Händler auch nach Deutschland.


    Es gibt sehr viel Krimsgram in der Imkerein, was man sicher nicht braucht. Eine Edelstahlschleuder gehört aber zum unbedingten muß.


    Ich habe schon vielen Anfängern bei mir ihren e r s t e n Honig schleudern lassen. Im Jahr darauf haben alle bisher eine eigene Schleuder gekauft.


    Es ist nachweißlich die Hygiene, die die Menschen heute hier bei uns so alt werden läßt. UNd im übrigen arbeiten alle Profis und Großabfüller mit Edelstahlgeräten. Die würden doch am allersersten sparen, um ihre Kosten zu senken, wäre Weißblech eine wirkliche Alternative.


    Freibad, weshalb hat dieser Imker seine Schleuder verkauft`?


    H. Watzl