Gesetze und Verordnungen

  • Hallo liebe Imkerfreunde,


    da ich neu mit der Imkerei angefangen habe, kann es sicher nicht schaden, zu wissen, welche Regelungen, Verordnungen und Gesetze man kennen (und befolgen?) muß, um niemandem auf die Füße zu treten.


    Mit dem Steuerrecht habe ich mich schon auseinander gesetzt. Aber was gibt es sonst noch, wo man durch Unkenntnis sich Ärger einhandelt?

  • Hi Cerr,


    das " Bienenrecht" ist ein ganz interessantes Gebiet. Es gibt da mehrere Bücher, die Du unter "Bienenrecht" z.B. bei ebay recht günstig ersteigern kannst. Lohnt sich. Für mich - ebenfalls Anfänger - war war es erstaunlich, welche Rechte man so als Imker hat. Glaubt man anfangs nicht. Haftpflichtrechtlich solltest Du natürlich abgesichert sein. Kann ja passieren, dass Deine Biene ein allergischen Tanklasterfahrer erwischt. Die Versicherung gibts über die Mitgliedschaft im Imkerverband.

  • Hallo,


    nur zwei Hinweise:


    - In meiner privaten Haftpflichtversichung sind Bienen mitversichert.
    - Die Bücher bei ebay sind meiner Erfahrung nach meisten ein paar Jahrzehnte alt. Auf die würde ich mich nicht mehr so verlassen.
    - Bei mir in NRW gibt es eine Meldepflicht von Bienenständen beim Veterinäramt.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Freibad,


    kannst du mir ein spezielles Buch empfehlen? Bei ebayx habe ich nichts gefunden und sonst im Netz auch nichts..


    Das einzige Buch bei Amazon ist von 1989. Also nicht mehr zeitgemäß, wie Thomas schon sagte...

  • Hallo, Cerr,


    doch, das kannst du ruhig kaufen, weil sich da nichts oder nicht soviel geändert hat.


    Wegen der Privathaftpflicht: laß dir das schriftlich geben!


    Wenn du nicht in einen Verein gehst, mußt du deine Bienen auch noch bei der Tierseuchenkasse des jeweiligen Bundeslands anmelden.


    Lokales Veterinäramt wurde schon erwähnt.


    Alles andere hängt von deiner Völkerzahl, deinem Standort und deinen Nachbarn ab.
    Bei mir nebenan im Neubaugebiet wurden die Nachbarn regelrecht hysterisch wegen zwei Beuten im Vorgarten, so viele Allergiker wie da gibt es in ganz Deutschland nicht...*gg*

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • freibad schrieb:

    - war war es erstaunlich, welche Rechte man so als Imker hat. Glaubt man anfangs nicht.


    so... dann erzähl doch mal. hört sich ja interessant an.. ich dachte immer, man hätte nur pflichten :roll:

  • Hi Sascha,


    nur so als Beispiel. Dir haut Dein Schwarm ab. Du darfst fremde Grundstücke betreten. Der Eigentümer kann es Dir nicht untersagen. Im Frühjahr koten deine Bienen die Wäsche des Nachbarn voll. Die dürfen das. etc.. D.h. insbesondere im Nachbarschaftsrecht hast Du als Imker eine außergewöhnlich starke Position. Kauf Dir mal ´nen Hund, dann merkst Du den Unterschied. Der darf sich beim Nachbarn nicht einmal auf die Blumen setzen.javascript:emoticon(':lol:')

  • Hallo,


    Auslachen würde ich den aber schon aus diplomatischen Gründen nicht! Das können nämlich durchaus ansehnliche Mengen auf den weißen Laken sein.
    Viel besser ist es guten Kontakt zu halten. Dann kann man dem Nachbarn Bescheid geben, wenn es im Moment nicht so günstig ist, die Wäsche rauszuhängen. Und wenn es für den Nachbarn mal Unannehmlichkeiten wegen der Bienen gibt, wirkt ein Glas Honig über den Gartenzaun gereicht wahre Wunder. (Und beschert außerdem oft einen neuen Honigkunden.)


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Moin Jungs, (und Mädels :wink: )


    nehmt das mit dem Abkoten nicht so auf die leichte Schulter.


    Stellt Euch nur 10 Völker mit vielleicht 3000 überlebenden Bienen vor. (Und das ist wirklich niedrig gerechnet) wenn jede dieser 30.000 Biene einen Schiß von nur 2*5mm abwirft (10qmm) macht das nur 300.000 qmm. Nun treffen die Schisse aber nicht Kante an Kante, müssen die auch nicht, sondern ein Schiß kann gut und gerne die Fläche von 10*10 cm (10.000qmm)versauen (das sind 100 Kleckse auf den Quadratmeter Motorhaube oder Weißwäsche oder Isolierfassade!) und das sind dann mit den Bienen multipliziert 300qm versaute Fläche. Man kann das natürlich auch mit 5 Völkern á 6000 Bienen rechnen. 6000 Bienen ist sicher realistischer.


    Also lacht nicht drüber, sondern klärt auf und verhindert, daß es zu solchen Schäden kommt. Genau wie sich der Nachbar mit Recht aufregt, wenn ihn Sporttaubenscheiße oder Grillqualm oder Lärm trifft, ist er auch sicher stinksauer, wenn er nach einem Reinigungsflug sein helles Auto oder die Wäsche betrachtet.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Oh, mir graut schon vor dem Frühjahr... unser Nachbar hat ein schönes weisses Häuschen, auch wenn er vielleicht nicht gerade weisse Wäsche raus hängt ... :oops:


    Ich bin in einem Imkerverein, allerdings im Nachbarort und damit in einem anderen Bundesland (Sachsen statt Thüringen). Habe aber auch Bienen in Sachsen (bei meinem Vater auf dem Grundstück) und in Leipzig, wo ich arbeite - aber meinen "Hauptstand" in Thüringen...


    Bei welchem Veterinäramt muss ich jetzt was melden?? Macht das nicht der Verein?
    Jedenfalls habe ich eine Versicherung über des sächs. Imkerverein und zahle in ide sächs. Tierseuchenkasse.


    Jetzt ist mir nur noch eins unklar:
    Habe z.Zt. ein paar Völker zu Hause (Reudnitz/Thüringen) ein paar bei meinem Vater in Werdau (Sachsen) und ein Volk in Leipzig sowie meine Ableger im Erzgebirge -- wie schon angedeutet -


    Was ist da mit der Wanderordnung? Habe mit Hennry schon mal darüber diskutiert, als ich seinen Stand besichtigen konnte (danke nochmal :o ) - bin aber noch nicht so ganz beruhigt.


    Habt Ihr Ideen??

  • Hallo,


    gib es soetwas wie "ungeschriebene Gesetze" zwischen Imkern ?


    Ich denke da besonders an den "taktvollen Abstand" zum nächsten Bienstand, besonders wenn einem der andere Imker nicht bekannt ist ?


    Gruß
    Badener

  • Hallo Badener
    Ja:
    Frage nie, wie hoch die Ernte war. :wink:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • badener schrieb:

    Hallo,
    Ich denke da besonders an den "taktvollen Abstand" zum nächsten Bienstand, besonders wenn einem der andere Imker nicht bekannt ist ?
    Gruß
    Badener


    Moin,
    einfach mal klingeln und sich vorstellen :wink: . Wieso ist er den nicht bekannt ? Oder ist er nur nicht organisiert ? Seine Nachbarn kennt man doch meistens, also versteh ich nicht ganz !


    Was willste machen, wenn ihm das nicht passt, umziehen? Dir einen anderen Bienenstand suchen ? Wenn er viele Völker hat, kann die Umgebung natürlich ein bischen abgegrast sein. Dann noch welche dazustellen würde ich mir bei einem Alternativplatz überlegen !


    Aber vielleicht ergibt sich ja auch eine fruchtbare Freundschaft, mann muss ja nicht immer vom Schlimmsten ausgehen.


    Bei mir im Stadtgebiet gibt es im Umkreis von 1 km ca. 7-8 Imker und dann noch aus drei verschiedenen Vereinen. Also so schlimm kanns nicht werden !


    Grüsse :wink:

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !