Betriebsweisen in Österreich

  • Hallo, besonders Franz Xaver,


    Aus verschiedensten Ecken höre ich immer wieder, daß die Österreicher in der Landwirtschaft, und deshalb denke ich, auch in der Imkerei, erfolgreiche neue Wege beschreiten. Wie komme ich da an Informationen? Wo sind die entsprechenden Institute?
    Wer weiß was?
    Ich denke dabei an etwas, was man "Anschubinformation" nennen könnte.


    Danke schon mal im voraus!


    Viele Grüße
    wunderbiene


  • Hallo Wunderbiene,
    die Feststellung, das uns die Österreicher in Bezug Lebensmittelqualität voraus sind, kann jeder treffen, der so wie ich an der Grenze wohnt. Fast ausnahmslos werden bei meinen dt. Arbeitskollegen (ich arbeite an einer Grenzstadt zu Österreich) die Meinungen vertreten, das die Lebensmittel bei weitem besser schmecken und auch qualitativ hochwertiger, aber auch teuerer als bei uns sind. In erster Linie erkennt man den Unterschied in der Wurst und beim Butter. Auch ist die Direktvermarktung ist viele vernünftiger geregelt als in Deutschland. Ich kaufe das Rindfleisch bei einem österreichischem Arbeitskollegen, der alle 2 Mon ein junges Rind im Schlachthaus schlachtet und das Fleisch dann zu sich nach Hause transportiert, im Keller bis zur Abholung durch den Kunden bereit hält. In Deutschland wär das undenkbar, ich kann z.B. bei meinem Nachbarn, der viele Milchkühe hält, nicht mal eine Milch kaufen, weil er daz u einen Verkaufsraum brächte.
    In der Imkerei sind die Österreicher auch nicht mit besserer Betriebsweise ausgestattet wie wir, aber auch eben wieder "lebensnaher", denn bei denen ist die OS Säure zur Varroabekämpfung schon lange erlaubt, im Gegensatz zu uns, wo sie immer noch verboten ist.
    Die Imkerei profitiert aber in vielen Landstrichen Österreichs noch von der unberührteren Natur, wo das ganze Jahr über Trachtquellen herrschen und nicht wie bei uns, der Löwenzahn oft schon nicht die erste Blüte erlebt. Österreichische Imker, die in solchen Landstrichen wohnen haben, wenn man bei uns von Spitzenernten von 50 kg berichtet nur ein müdes Lächeln für solch eine Ernte übrig. Die Heike Aumeier kann dies so bestätigen.
    Ich hoffe, das sich mit der Nennung von Instituten sich unsere hier vertretenen österreichischem Kollegen hervortun.

  • Hallo Franz Xaver, hallo alle,


    Genau das meinte ich! Meine Eltern fahren zum Einkaufen auf den Wochenmarkt in Salzburg (das sind von ihnen aus 20 km), und wenn sie erzählen, was dort alles (meist direkt vermarktet) angeboten wird, krieg ich große Augen. Marmeladen, Konserven, Wurst etc.p.p. Und ein ganz großer Teil davon ist selbstverständlich aus biologischem Anbau.
    Die Vielfalt an Gemüsen und Obst aus heimischer Produktion ist unendlich viel größer.
    Der Euro macht das nochmal bequemer, tja, und das Auto günstiger volltanken kann man auch.


    Ich würde gern einen Einblick kriegen, wie die österreichischen Imker arbeiten, wie sie sich organisieren, wie geforscht wird, weil ich davon ausgehe, daß das in Österreich auch anders angegangen wird.


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Hallo miteinander!


    Zu den österreichischen Bieneninstituten und Imkervertretungen findet sich hier einiges:


    österr. Imkerbund:
    http://www.imkerbund.at/fr_index.htm
    (Hier gibt es auch den "Bienenvater", das monatlich erscheinende Fachblatt des österr. Imkerbundes, komplett als PDF zum Herunterladen.)


    oberösterreichischer Landesverband:
    http://www.imkereizentrum.at/


    niederösterreichische Landesimkerschule:
    http://www.lfs-warth.ac.at/page.asp/291.htm


    Dann gibt es noch das Bieneninstitut in Lunz am See. Nur weiß ich jetzt nicht, ob die im WWW vertreten sind.


    Ich hoffe, dir damit ein wenig weiter geholfen zu haben.


    lg, Stefan