Probleme mit dem Sieben von Heidehonig

  • Hallo Leute !


    Habe damit begonnen meinen Heidehonig zu schleudern. Aufgrund des diesjährig sehr niedrigen Wassergehaltes läßt er sich nur äußerst bescheiden sieben, schon das grobe Nylonsieb macht große Probleme. Selbst wenn man ihn vor dem sieben auf 35° Grad erwärmt und kräftig durchrührt geht es kaum besser ! Wer kann helfen ?


    Beste Grüße


    Frank


    www.bienenpower.de

  • Hallo, Frank,


    Ich weis gar nicht wie du es jemals geschafft hast, reinen Heidehonig zu schleudern.
    Ich kenne es nur so, dass der Honig aus den Waben gepresst wurde, so in der Art wie Saft, und zum Schluss blieb nur ein Wachsblock übrig.
    Deswegen auch der hohe Anteil an Pollen im Honig!
    Ich habe es aber auch noch so kennen gelernt, das bevor man in die Heide ging einmal kräftig in der Blüte vorgesammelt wurde, damit am Ende geschleudert werden konnte.
    So habe ich es in Dänemark erlebt.
    In der Korbimkerei geht es ja nur mit dem auspressen.
    Oder vielleicht hast du die Möglichkeit eine Zentrifuge zu benutzen.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Hallo Bisy !


    Das schleudern des Heidehonigs ist die eine Hürde, welche aber mit Lösemaschine und Selbstwendeschleuder leicht genommen werden kann, das sieben eben die andere. Der Honig hat die Konsistenz von russischem Beluga Kaviar !


    Die Kunden von Heidehonig wissen sehr wohl was Qualität bedeutet und erkennen den Unterschied zwischen reinem "Heidehonig" und "Sommertracht mit Heide". Wir belassen unseren Völkern zur Heidetracht zwei Speckwaben am Rand als Notreserve. Diese Waben mit der Sommertracht werden bei der Ernte des Heidehonigs seperat als Sommertracht geschleudert.


    Beste Grüße


    Frank


    www.bienenpower.de

  • Frank Osterloh schrieb:


    Die Kunden von Heidehonig wissen sehr wohl was Qualität bedeutet und erkennen den Unterschied zwischen reinem "Heidehonig" und "Sommertracht mit Heide".
    Frank
    www.bienenpower.de


    Hallo Frank,
    der Steudte Harry sagte zu mir über den Heidehonig: Entweder man liebt in oder man hasst ihn. Erst als ich im vorigem Jahr mir einen Heidehonig schicken ließ, verstand ich den Sinn der Aussage.

  • Hey Franz !


    Und liebst Du ihn ? In unserer Region brauchst Du für Heidehonig normalerweise keine Werbung machen, der geht wie bei der Nordsee die Fischbrötchen. Doch auch hier merkt man mitlererweile das der Kunde nicht mehr soviel Geld in der Tasche hat (er trägt es derzeit lieber zum Tankwart :cry::cry::cry: )


    Beste Grüße


    Frank


    www.bienenpower.de

  • Frank Osterloh schrieb:

    Hey Franz !


    Und liebst Du ihn ? In unserer Region brauchst Du für Heidehonig normalerweise keine Werbung machen, der geht wie bei der Nordsee die Fischbrötchen. Doch auch hier merkt man mitlererweile das der Kunde nicht mehr soviel Geld in der Tasche hat (er trägt es derzeit lieber zum Tankwart :cry::cry::cry: )
    Beste Grüße
    Frank
    www.bienenpower.de


    Hallo Frank,
    nein ich liebe ihn nicht. Mir hat er einen zu intenisven Gechmack und einen zu bitteren Nachgeschmack, was aber nicht für den Honig abwertenden klingen soll. Genauso verhält es sich aber auch bei vielen Norddeutschen mit dem bay. Waldhonig. Dass der Verkauf schlecht geht, beobachte ich bei meinem Kürbisbauern. Ich verkaufte vor Jahren bis zu 50 Pfd. Honig und heuer und im vorigen Jahr Flaute noch und noch. Ich habe heuer im Verkaufsraum seiner Zierkürbisse für meinen Honig ein Regal mit Bordüren aufgemacht, da steht der Honig in schönen Pyramiden, da ist das Untersuchungsergebnis vom heurigem Jahr aufgestellt und der preis von 3,70 für den Blütenhonig und 4,30 für den Waldhonig ist auch nicht übertrieben. Ich habe seit 14 Tagen noch kein Glas verkauft. Aber wie du schon sagst, der Tankwart macht das bessere Geschäft, bei uns aber auch nur der österreichische und beim Aldi sind immer die Parkplätze voll, das solltze zu denken geben. Vielleicht wohnen aber andere Imker ihn Gebieten, wo die Leute den Euro nicht dreimal umdrehen müssen wie bei uns.

  • Moin Franz-Xaver,


    Zitat

    Vielleicht wohnen aber andere Imker ihn Gebieten, wo die Leute den Euro nicht dreimal umdrehen müssen wie bei uns.


    Wo vermutest Du solche Gebiete? In Deutschland? Oder hast Du auf's Ausland angespielt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:

    Moin Franz-Xaver,


    Wo vermutest Du solche Gebiete? In Deutschland? Oder hast Du auf's Ausland angespielt.


    Moin Henry,
    wenn ich mich recht entsinne, hat der Klaus Maresch geschrieben, dass er all seinen Blütenhonig schon verkauft hat und der hat doch > 100 Völker. Vielleicht wohnen da die reichen, gesund - und umweltbewußten Leute geballt in diesem Raum.

  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Franz Xaver,


    Die Preissn, haben festgestellt dass es zu Hause, auch guten Honig gibt.
    Auch ist die Zeit der Entwicklungshilfe für Bayern vorbei.
    Ich habe, bis auf eine eiserne Reserve auch keinen Honig mehr, ich hoffe dass die bis zur nächsten Ernte reicht!
    Ich nehme für Blütenhonig 4,80 und für Waldhonig 6,80 Euro.
    Auch mit Untersuchungsbericht, den bei mir, schon keiner mehr sehen will, für mich aber immer wieder eine Bestätigung meiner Arbeit ist.
    Ich verlasse mich aber auch nicht auf Laufkundschaft oder Kürbisbauern, sondern bringe den Honig an meine Stammkundschaft und der Rest geht an zufällige Kunden, die in den letzten Jahren auch immer mehr wurden.
    Würde ich mich auf Weihnachtsmärkte und dergleichen verlassen, eine von mehreren sein die ihren Kram anbietet wie sauer Bier, und mir den A… abfrieren um nach Abrechnung aller Kosten, festzustellen das nichts dabei herausgekommen ist, kaufte ich mir ein paar Stricknadeln und lernte wie man Socken strickt, wären meine Enkelkinder glücklich, wenigstens im Winter!
    Mich stört es auch nicht wenn ein Imker 700m weiter, seinen Honig für 3,30 Euro verkauft, er muss doch selbst wissen was seine Arbeit wert ist!
    Allerdings hat er seinen Honig in vier Wochen verkauft, danach kauft man bei mir.
    Mein Honig ist auch viel besser erzählen mir die Kunden von ihm,
    ich weis aber dass er genau so gut arbeitet wie ich!
    Ist doch schade?
    Für ihn!
    Oder?


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • bisy schrieb:

    Hallo, Franz Xaver,


    Die Preissn, haben festgestellt dass es zu Hause, auch guten Honig gibt.
    Auch ist die Zeit der Entwicklungshilfe für Bayern vorbei.


    Margret


    Falsch, 95% meines Honigs verkaufe ich ins preussische Land, aber ich beginne eigentlich immer erst nach der "Marmeladensaison" ab dem 1. Advent mit dem Verkauf.

  • Moin


    Heidehonig wird bei mir durch das ganz normale Edelstahl Doppelsieb gesiebt. Direkt nachdem der Honig aus der Schleuder kommt.
    Der Schleuderraum hat dabei 25 - 30°C
    Sobald der Honig im Sieb fester wird, wird der Honig im Sieb per Löffel gerührt. Dadurch wird er kurzfristig wieder fliessfähig.
    Rühren immer oben und unten. Ist mühsam, aber dieses Jahr hatte ich nur 12 kg.
    Wie man professionell größere Mengen Heidehonig siebt, weis ich leider nicht zu beantworten.


    Gruß Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935