• Hallo,


    ich habe einen Ableger der ausgeraubt wird. Bisher habe ich das Flugloch eingeengt, und einen Zweig vor das Flugloch gelegt. Das hat aber noch nichts genützt.
    Gibt es noch etwas was ich tun kann außer verstellen des Ableger?


    Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass man Nelkenöl vor das Flugloch tropfen soll, kann das aber nicht mehr wiederfinden.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Moin Thomas,


    was ist oder war die Ursache für die Räuberei? Wer Räubert? Wie lange schon? Haben die Räuber genug Futter in den Waben?


    Beim Wegstellen des beraubten Ablegers besteht die Gefahr, daß die aufgegeilten Räuberbienen, die dann nichts mehr finden, sofort die Nachbarvölker oder -ableger attackieren. Wenn Du also Wegstellst, dann stell eine leere Beute dort hin mit einer klebrigen Wabe. Wenn die völlig ausgeraubt ist, ist die Tracht vorbei dann auch Schluß mit der Räuberei. Und wenn die Räuberbienen das nicht glauben wollen, können sie jederzeit hinfliegen und sich davon überzeugen, daß da nun wirklich nichts mehr zu holen ist. Wenn das Räubern erst heute begonnen hat, hilft Wasser aus dem Regner direkt vor die Fluglöcher. Und dann mach' das Flugloch richtig klein. Daumendick. So daß nur max. drei Bienen im Flugloch Platz finden. (Wenn der Boden offen ist geht das problemlos auch länger, Eigene Erfahrung aus diesem Jahr :wink: ) Weil's bei denen vorm Flugloch regnet wollen die nicht raus und werden nicht panisch. (Den Fluglochverengungsschaumstoffstreifen kann man auch noch naß machen) Und die die rein wollen haben's richtig eng und werden auch noch vollgeregnet. Das Flugbrett darf naß werden. Wie bei Regen halt. So kannst Du Dich am ersten Räubereitag in die Nacht retten.


    Dauert die Räuberei bereits an, bringt künstlicher Regen wenig. Die Bienen sind ausdauernder und suchen immer weiter und werden auch morgen wieder kraftvoll zubeißen. Lohnende Tracht läßt die auch fliegen, wenn es eigentlich viel zu kalt ist. Dann kann man nur mit den Räubern wegwandern, wenn es denn die eigenen sind.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die Ursache kenne ich leider gar nicht. Ich habe immer spät Abends gefüttert. Der Ableger ist eigentlich auch recht stark. Ich habe nicht gekleckert.....


    Gemerkt habe ich es beim Wiegen nach der Auffütterung. Der Ableger hatte bisher 9 KG Zucker (3 Eimer mit 3/2 Mischung) bekommen und abgenommen. Der Ableger sitzt auf einer Zarge. Diese wiegt bei mir mit Boden und Deckel 18 KG. Das Volk wiegt jetzt aber nur 20 KG. Wenn ich mal das Gewicht für die Bienen und den Wabenbau abziehe, habe sie gar keine Vorräte mehr. Ein anderes Volk bei mir wiegt aber 7 KG mehr als ich erwartet hatte. Diese Bienen haben auch noch eine etwas andere Färbung und ich sehe sie immer ein und ausfliegen in dem Ableger.


    Ich habe jetzt gerade noch einmal einen Futtereimer gegeben und werde das Volk wohl am Wochenende verstellen falls nicht noch jemand einen guten Tipp hat.


    Ach ja, das Flugloch ist jetzt nur noch eine Biene breit.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Thomas.Reimelt schrieb:

    Hallo,


    ich habe einen Ableger der ausgeraubt wird. Bisher habe ich das Flugloch eingeengt, und einen Zweig vor das Flugloch gelegt. Das hat aber noch nichts genützt.
    Gibt es noch etwas was ich tun kann außer verstellen des Ableger?


    Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass man Nelkenöl vor das Flugloch tropfen soll, kann das aber nicht mehr wiederfinden.


    Hallo Thomas,


    ich will nicht wieder mit dem alten Spruch anfangen "Räuberei ist Eselei", aber irgendwie ist der Imker an einer Räuberei schon beteiligt. Denn wenn man Anfang Mai normalerweise einen Ableger mit einer Brutwabe erstellt, was ja eibne gewisse Schwarmverhindeung ist, diesen immer kleinweise im Futterstrom lässt, dann sollte dies jetzt ein Volk sein, das mittlerweile eine Zarge vollfüllt.
    Wenn der Ableger wesentlich schwächer ist, hat er sowieso wenig Daseinsberechtigung und ist nicht zu schade, wenn er sich ausräubern lässt, da er ohnehin schwer über den Winter kommt. Normalerweise entwickeln sich gerade jetzt Jung und Altvölker auseinender, die Jungvölker wachsen noch weiter, während die Altvölker immer mehr an Substanz verlieren.
    Nach der Abschleuderung habe ich allen Völkern gleichzeitig 5 Liter Futterwasser gegeben und vor 2-3 Wochen begann ich bei allen gleichzeitig mit der Auffütterung mit Apiinvert. Wobei 30 % der Völker mit den letzten Litern beschäftigt sind. Irgendwie hätten die Bienen bei mir gar nicht die Zeit zum Räubern, sondern sind immer beschäftigt. Derzeit scheint bei mir die Räubereigefahr gebannt, die Bienen sind alle gut versorgt und üben frühmorgens und abends schon mal die Wintertraube. Heute früh hatte es nur noch 6 Grad. Der nächste Winter kommt bestimmt. :wink::wink:

  • Thomas.Reimelt schrieb:

    Die Ursache kenne ich leider gar nicht. Ich habe immer spät Abends gefüttert. Der Ableger ist eigentlich auch recht stark. .


    Hallo Thomas, ist recht stark eine Zarge voll Bienen?

  • Hallo Franz-Xaver,


    das ich etwas falsch gemacht habe, da bin ich mir auch sicher, allerdings ist es keineswegs ein schwacher Ableger. Er füllt eine Zarge.


    Ich glaube mein Fehler liegt schon etwas zurück. Anfang August bin in den Urlaub gefahren. Da habe ich meinen Ablegern, da ich nicht mehr täglich füttern konnte den ersten Futtereimer aufgesetzt. Mein Wirtschaftsvolk aus diesem Jahr hat nichts bekommen und es war eine ziemlich trockene und trachtarme Zeit. Ich denke da hat es angefangen.


    Der größte Fehler war aber vermutlich, dass ich es erst vor zwei Tagen bemerkt habe.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Thomas.Reimelt schrieb:

    Ich glaube mein Fehler liegt schon etwas zurück. Anfang August bin in den Urlaub gefahren. Da habe ich meinen Ablegern, da ich nicht mehr täglich füttern konnte den ersten Futtereimer aufgesetzt. Mein Wirtschaftsvolk aus diesem Jahr hat nichts bekommen und es war eine ziemlich trockene und trachtarme Zeit. Ich denke da hat es angefangen.


    Hallo Thomas,
    das könnte der Fehler sein, wenn du denen etwas gegeben hättest, wäre das zu verhindern gewesen. Trotzdem verstehe ich nicht, das sich ein Volk, das eine Zarge füllt, seiner Vorräte berauben lässt, bei Menschen würde man sagen, das sind Schauer und noch dazu so still und heimlich. Normalerweise fällt dem Imker auch der Raub auf , denn es kommt zu Kämpfen. Mir haben sie vor zwei Jahren ein Mini Plus ausgeraubt, da haben Sie die Königin erstochen, alles ausgeraubt, sogar die Waben abgeschrotet. Mich wunderts, dass sie nicht auch noch die Beute mitnahmen. :D:D:D War auch eine Eselei von mir, warum musste ich dieses Miniplus auch am Hauptbienenstand aufstellen! Eine Biene ist ein fürchterliches Raubtier, die hält keine Dunkelheit, kein Kunstregen, keine Kälte zurück, das würde man einer Biene gar nicht zutrauen.

  • Thomas.Reimelt schrieb:

    Hallo Franz-Xaver,


    Der größte Fehler war aber vermutlich, dass ich es erst vor zwei Tagen bemerkt habe.


    Haste denn jetzt mal geguckt, ob alles im Ableger i.O. ist ?
    Da hat Xavi recht, vielleicht ist die Königin hops gegangen!


    Auch habe ich mal gehört, dass es sich bei so komisch andersfarbigen Bienen
    um gemeine Buckfast Einkreuzungen handeln soll. Von diesen habe ich gehört, dass die Futter sehr gern in Brut umsetzen, vielleicht ist die Zarge deshalb so voll und die Bienen so bunt ?


    Also überprüf doch bitte die Verteidigunglinien und ob es da einen Grund für multikulturelle Feiern in Deinem Ableger gibt, bei dem das Futter gestellt wird. :wink:


    M.

  • Hallo Murphy,
    warum hast Du eine solche Gegnerschaft beim Thema Buchfastbiene?
    Ist mir schon einige Male bei Deinen Beiträgen aufgefallen.
    Der größte Fehler, der hier gemacht wurde ist sicherlich nicht die mögliche Einkreuzung von Buckfastbienen.
    Der größte Fehler war der, Ableger und Vollvölker auf e i n e n Platz zu stellen. Ein eigener Ablegerplatz ausserhalb des bisherigen Flugkreises bringt einige Vorteile. Die Flugbienen bleiben erhalten, dadurch müssen sich die anderen Bienen nicht mit Arbeiten belasten, für die sie noch nicht das biologische Alter (Reife) haben. Nach einer Varroabehandlung ist die Gefahr einer Re-Invasion geringer. Die Räubereigefahr ist auch geringer, es kommt auch nicht zu einem Futter-Transit zwischen Ableger und den Standvölkern. Die Nekta- und Pollenversorgung ist günstiger, da der Flugkreis nicht mit den Altvölkern geteilt werden muss.
    In dem oben geschilderten Fall vermute ich eine sogenannte stille Räuberei. Wenn der Ableger tatsächlich weisellos sein sollte, kann man sicherlich die Brutwaben und die Bienen auf die anderen Völker verteilen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    Hallo Murphy,


    warum hast Du eine solche Gegnerschaft beim Thema Buchfastbiene?


    In dem oben geschilderten Fall vermute ich eine sogenannte stille Räuberei. Wenn der Ableger tatsächlich weisellos sein sollte, kann man sicherlich die Brutwaben und die Bienen auf die anderen Völker verteilen.
    Viele Grüße
    Lothar


    Moin Lothar,


    die kleinen gelben sind nun mal nicht so Fluglochstetig wie andere, liegt natürlich daran, das man das bei denen besser sehen kann. Sollte nun auch mit deinen schwarzen so sein. :-?


    Uns fehlen beiden die nötigen Info´s aber ich wollt auch nur mal sagen, das X auch mal recht haben kann. Und es soll doch geholfen werden ! Also nachgucken ob alles i.O. ist mit dem Ableger.
    Ich vermuhte mal, dass es nur einen Ableger und ein Volk gibt und somit auch nur einen Platz.


    Also warten wir mal die Antwort ab.


    By
    m.





    Fragesteller schrieb:


    Diese Bienen haben auch noch eine etwas andere Färbung und ich sehe sie immer ein und ausfliegen in dem Ableger.

    ist also nicht auf meinem Mist gewachsen !!!!! 8) und grün werden die auch nicht sein, Ha !

  • Hallo Murphy,
    sicherlich sind die Buckis nicht so anflugfest, deshalb auch die Aufstellung in Blöcken zu viert mit verschiedenen Flugrichtungen. Sicherlich sind sie auch findiger, haben ja auch einen Spritzer Ligustica in ihren Blut.
    Die finden auch schwache Ableger und räubern.
    Aber das hat die Natur schließlich so vorgesehen, das die schwachen Völker noch vor dem Winter verschwinden.
    Bei den Dunklen irrst Du dich aber. Bei der üblichen Aufstellungsweise sind sie recht Anflugfest. Wenn Du allerdings den von Ruttner gemachen Versuch ansprichst, der zum Ergebnis hatte, das sich die Dunklen in der Etage oft verfliegen, so hat der in der Praxis in so fern keine Bedeutung, da niemand seine Völker so wie in der Versuchsanordnung aufstellt. Habe die Dunklen auch noch nicht beim Räubern gesehen.
    Wenn Du schwarze Bienen beschreibst beim Räubern, meinst Du bestimmt die schon haarlosen, die bei diesen "Geschäft" ihre Haare verlieren.


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.