Beutewechsel von DNM auf Zander

  • Wer kann helfen?
    möchte meine Bienen entlich mal auf EIN Beutemaß bringen und zwar auf Zandermaß.
    Ich bezitze die unterschiedlichsten Beuten und bekomme nun Neue Zanderbeuten, aber wie und mit welchen Tricks bringe ich meine Bienen dazu das sie diese schnell und ohne Stress dort einziehen?


    Oder soll ich bis zum Frühling warten, es wäre furchtbar nett wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet.
    Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,


    sehr löblich, deine Bienen auf ein einheitliches Mass zu bringen.
    Aber ich würde dringend raten, bis zum Frühjahr zu warten und dann nach dem Auswintern den Schwung der natürlichen Entwicklung mit ausnützen.
    Ich würde mir an deiner Stelle die Sauerei des Waben umschneidens nicht antun (frag mal den Henry zu diesem Thema
     :wink: ) sondern den erwachenden Bautrieb im Frühjahr ausnutzen.
    Dadurch erhälst du gleich neuen Wabenbau und kämpfst nicht ewig mit den alten, umgeschnittenen Schwarten.
    Aber drücke mal auf "suchen", das Thema hatten wir schon mal.
    Wenn du nix findest, schreibe mir mal ne PM, dann erzähle ich dir, wie ich (und andere) es gemacht haben, es würde dann hier vielleicht zu ausführlich und andere würden sich langweilen ob der Wiederholung.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Rüdiger,


    auch ungefragt dazu:


    Umschneideaufwand ist unnütz. Bebrütete Waben lassen sich nicht sinnvoll umschneiden und erreichen nie wieder die nötige Stabilität. Ich hab's versucht und dann sein lassen. Es ist eine fürchterliche Sauerei. (Michael hatte mich gewarnt :lol: )


    Ich würde Dir empfehlen den Schwarmtrieb zu nutzen, wenn das irgendwie geht und in Dein Konzept paßt. Bilde mit den alten Königinen keine Königinnenableger sondern sowas wie vorweggenommene Schwärme, aber mit sehr viel mehr Bienen und logier die nach Kellerhaft ect. auf die neuen MW ein. (Kann man mit der ersten Schleuderung verbinden, besser wäre aber eher)


    Das Restvolk darf zwar 'ne Königin ziehen, die darf aber nicht schlüpfen und wenn die ganze Brut dann geschlüft ist, schleuderst Du Deine alten Rähmchen aus (und weg damit). Dann kannst Du die Bienen entweder abkehren oder gezielt einen Kunstschwarm damit bilden oder, oder, oder. (Oder Du ziehst gleich damit neue Königinnen) Wenn Du Glück mit dem Timing hast wird sich das ganze nicht mal negativ auf Deinen Honigertrag auswirken, eher im Gegenteil, weil ein großer Schwarm im Mai ja Heu futtert (oder so :wink: ) und ein Volk ohne offene Brut auch nichts frißt. Im Mai geht alles leichter weil der ja auch alles neu macht. Nur mit Bannwaben oder Absperrgitter würde ich nicht experimentieren so früh im Jahr. Wenn aus einem Alten Volk zwei Schwärme werden (einer voweggenommen der andere beim Abschleudern) und Du die ordentlich bauen läßt, hast Du in einem Jahr pro Volk sicher 4 Zargen neuen Bau. (zwei Zargen pro Schwarm) Das macht den Wabenschrank nicht voll ist aber absolut ausreichend.


    Mach schon mal soviel MW fertig! :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Nur mal so als theoretische Anregung. Es gibt doch die sogenannten Herold Beuten. In die passen doch DNN oder Zander Waben. Ist es damit nicht möglich eine Zarge DNN und eine Zarge Zander zu haben? Dann könnte man doch die Völker im nächsten Jahr einfach durch Zander erweitern und am Jahresende die DNN entfernen.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Moin Thomas,


    bei den Heroldbeuten sind die Zargen nicht quadratisch. Deshalb passen DNM und Zander dort nur 90° verdreht aufeinander. Ich bin mir nicht sicher ob es die Bienen beruhigt, wenn unten Warmbau DNM und drüber neue MW auf Zander in Kaltbau stehen. Also ich (als Biene) hätte da so meine Probleme.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Thomas,
    bei meinem Sammelsorium an Beute hab ich auch diese Beuten wo entweder DNM oder Zander passen.
    Ich habe 2 Varianten versucht
    1.
    3DNM rähmchen mit einer Dicken Bohle an der seite der Beute und den Rest mit Zandermaß
    (Irgendwie bekam ich die Königin und den Rest nicht aus die Zanderrahmen)


    2.
    Uebereinander einmal Zandermaß unten (leere MW und Waben), DNM oben drauf (Brutraum)
    (Auch da hatte ich keinen Erfolg)


    Mit netten Grüßen
    Rüdiger

  • Na da haste dann ja auch alles falsch gemacht, wenn kommen die Mittelwände oben drauf. Die Biene zieht immer nach oben!


    Auch ich würde bis zum Frühjahr warten und dann eine komplette Zarge mit ZanderMW draufsetzen. Ist natürlich die Frage wie stark die Völker sind. Wenn nur ein Brutraum, dann einen zweiten mit Zander geben. Vor dem Raps dann den ersten Honigraum mit Zander und Absperrgitter, nach einer Woche dann eine Zarge mitZanderMW unters Abspeergitter und den DN-Brutraum über das Abspeerrgitter. So sollte es gehen.


    Bei schwächeren Völkern oder nur mäßiger Tracht, würde ich wohl gleich ein Absperrgitter zwischen legen, den Honigraum ein bischen ausbauenlassen und dann die Königin in diesen mit dem Absperrgitter einsperren und den Brutraum nach oben setzen, nach einer Woche dann noch eine Zarge als Brutraum mit ZanderMW Dann sollte nach gut drei Wochen der Spuk vorbei.
    Honigraum abschleudern und Waben entsorgen. Solltest dann vielleicht noch mal die Zaregn tauschen, je nach dem wieviel Honig drin ist, damit du dann eine grosse Anzahl von braunen Warben hast.


    Gruß M.

  • Hallo, alle Miteinander,


    Ja Lothar, nur habe ich das Wabenmaß behalten jedoch nach unten vergrößert.
    Und genau so wie Murphy es schreibt, im Frühjahr das Volk auf eine Zarge eingeengt, die neue Zarge komplett mit Mittelwänden oben drauf und die Damen bauen lassen.
    Da sie wohl der Meinung waren das es ihr Honigraum wird, war es bei mir in vierzehn Tagen erledigt.
    Alles an Nektar und Pollen wurde gleich nach oben gebracht.
    Nach acht Tagen hatte ich von der unteren Zarge jede Wabe oben abgefegt und unterm Absperrgitter solange drunter gelassen bis alle Brut geschlüpft war, nochmal gefegt und dann ab damit.
    Noch während die alte Zarge unten war, hatte ich über die Neue schon einen Honigraum mit Mittelwänden aufgesetzt.
    Das war im letzten Jahr, zur Probe auch nur mit fünfzehn Völkern.
    In diesem Jahr habe ich auf diese Weise mit den restlichen Völkern die Rapsblüte vergurkt, bin dafür aber dann mit Waldhonig entschädigt worden.
    Auch wenn mir einige Skeptiker von den großen einräumigen Bruträumen oder den halbzargigen Honigräumen abgeraten haben, für mich, war die Arbeit beim Imkern noch nie so schnell und bequem.
    Wabenerneuerung ist auch kein Thema wenn man gelernt hat mit dem Schied zu arbeiten.
    Ich scheine auch nicht die Einzige zu sein, die so arbeitet denn nur für mich wird die Firma Stehr nicht die anderthalbfache Segeberger Zarge hergestellt haben.
    Es muss ja nicht immer die Königsklasse Dadant sein, warum auch?


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Hallo Bisy,
    die Firma Stehr wird dieses Maß sicherlich in ihr Programm aufgenommen haben, um mit der Segeberger auch eine" Alternative" zum Dadant bieten zu können. Da bestand offenbar eine Nachfrage. Mir ist bekannt, das es in den sechziger und siebziger Jahren Versuche mit diesem Maß gab.
    Doch man hat sich damals mehrheitlich für gleiche Maßein Brut- und Honigraum entschieden. Man hing damals fleißig Brutwaben in den Honigraum um.
    Weiterer Vorteil bei der Segeberger: man kann den übrigen "Kram" noch weiter verwenden.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Lothar,


    Da war ich sehr konsequent, meine 1,0 Zargen und Waben haben einige Jungimker und andere Bedürftige glücklich gemacht.
    Nachdem eine AFB Überprüfung ergeben hat, dass meine Utensilien nichts verbreiten können, habe ich alles verschenkt.
    Wer hat da gesagt, dass nur Bienen räubern!
    Somit habe ich wieder viel Platz und komme nicht in die Verlegenheit, Etwas, eventuell weil man es gerade dahat, auch wieder zu nutzen.
    Die Umstellungszeit mit drei Rähmchenmaßen war anstrengend genug.
    Für den Winter hab ich mir erst einmal fünfhundert Rähmchen Imker- Handarbeit besorgt, sonst bekomm ich doch noch Langeweile.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Hallo Rüdiger


    Zitat

    Ich bezitze die unterschiedlichsten Beuten und bekomme nun Neue Zanderbeuten, aber wie und mit welchen Tricks bringe ich meine Bienen dazu das sie diese schnell und ohne Stress dort einziehen?


    Für eine Beschreibung guckst du bei
    http://www.imker-schwaben.de/
    Dort Imkerverein Kaufbeuren, Tips & Tricks.


    Das halte ich für die stressfreieste Möglichkeit.


    viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.