Offener Boden bei Ablegern ?

  • Hallo liebe Imker(innen),


    habe diverse Völker (14) die z.Zt. etwa Ablegerstärke (6-7 besetzte DD-Waben) haben. Soll ich diese mit geschloßenem (Einschub-)Boden oder offen Überwintern ? Warum ?


    Danke und Gruß.
    Matthias

  • Hallo Matthias,


    mit offenem Boden hatte ich noch keine Probleme, auch nicht bei überwinternden Ablegern. Was mir wichtig erscheint ist, daß der Wind von unten nicht arg hineinpfeifen kann. Wenn die Beuten dicht über dem Boden stehen, sollte es in Ordnung sein.
    Hier im Forum berichtete jemand über Überwinterungstests im Gitterkäfig in Kanada - also nicht so ängstlich.


    Grüße, Thomas

  • Auf Gitterboden Überwintern ist besser,
    Die langlebigen Winterbienen werden durch geringeren und späteren Bruteinschlag geschont,was eine bessere Auswinterung zur Folge hat.
    Habe diesbezüglich mal vor ca. 4 Jahren einen Kleinen Feldversuch
    durchgeführt, Gruppe 1 mit geschlossenem Boden in Form einer Styrodurplatte
    Gruppe 2 auf Gitterboden.
    Das Ergebnis : Die Ablegerstärke der Gruppe 1 war Mitte März kleiner und wies dabei im Vergleich zur anderen Gruppe auch ein anderes Brut/Bienenmasseverhältnis auf.


    Gruß
    Rainer

  • Matthias Bauer schrieb:

    Hallo liebe Imker(innen),


    habe diverse Völker (14) die z.Zt. etwa Ablegerstärke (6-7 besetzte DD-Waben) haben. Soll ich diese mit geschloßenem (Einschub-)Boden oder offen Überwintern ? Warum ?


    Danke und Gruß.
    Matthias


    Natürlich mit offenen Boden, die Waben schimmeln nicht und das Volk verbraucht weniger Futter, das Volk sitz dann kälter, geht früher aus der Brut, brütet nicht durch und sitz auch ruhiger(finde ich).


    Im Frühjahr, wenn bei Dir die Brutsaison losgeht, so dicht wie möglich machen und einschränken, Futter aufreizen und ordentlich brüten lassen, dann gibt´s gute Völker für die Tracht. M. 8)


    So mach ich das jedenfalls, mit gutem Erfolg :wink:


    Gruß
    M.

  • Hallo Matthias,


    empfehle auch die Überwinterung mit offenen Gitterboden. Vielleicht noch zwei Tips:


    1. Wo stehen denn die Völker? Sie sollten einen bestimmten Abstand vom Boden haben (mindestens 20cm) und nicht in einer Senke stehen, sonst kommt die Kälte noch besser rein.


    2. Schiebe aber Mitte November für 2 Wochen eine Windel ein, um den natürlichen Varroabefall zu ermitteln und ggf. nachzubehandeln


    Bis dann


    Frank

  • Hallo Frank,


    die Völker stehen in Palettenhöhe und durch Vegitation recht windgeschützt. Meine Wirtschaftsvölker überwinterte ich bislang immer offen, nur bei den Ablegern war ich mir unsicher.
    thomas : Ich hatte dieses Jahr den Völker bei dem ersten Bruteinschlag Anfang März auch dem Boden eingeschoben. Werde darauf nächstes Frühjahr aber auch verzichten.


    Grüße
    Matthias


  • Thomas Hädrich schrieb:

    Hallo Murphy,


    Du schließt den Boden also mit Beginn der Brutsaison? Diesen Wechsel im Temperaturregime der Beute halte ich für genauso unklug wie eine Reizfütterung.


    Grüße, Thomas


    Hi Thomas,
    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und hier im Norden ist das ganz ratsam, es gibt immer mal wieder Temperaturückschläge und ich will nicht jeden Abend bei den Bienen rumhängen. Bei uns macht das plötzlich Puff, und der Sommer ist da, wenn die Bienen erst dann anfangen, sind die zum Auffüttern echt stark. Außerdem mache ich keine Reizfütterung, ich reitze dadurch, das ich das Futter aufritze. :P

  • Hallo Frank,
    warum sollen die Völker 20 cm über dem Boden stehen,
    wo sich die Völker in direkter Bodenaufstellung über einfachen Gitterboden eigentlich besser entwickeln.
    Im Frühjahr findest Du bei Bodenaufstellung zudem viel weniger klamme Bienen am Flugloch.


    Hallo Murphy,
    Das Aufritzen der Futterwaben ist zwar mühsam bringt aber laut meiner Erfahrung doch einen gewissen Schub für das Bienenvolk entgegen der Lehrmeinung
    von z.B. Herrn Liebig.
    Letztes Jahr habe ich diesbezüglich einen Versuch mit 15 Versuchsvölkern bei
    2- räumiger Überwinterung Ende März durchgeführt.
    In der 2 Zarge als Futterkappe befanden sich im Schnitt 2-3 handtellergroße Brutwaben .
    Beim Aufritzen bin ich dann gleich in die vollen gegangen und habe alle Waben bis auf die jeweiligen 2 Randwaben komplett aufgeritzt.
    Das Ergebnis: Von dem Futter auf diesen Waben war nichts mehr zu sehen ,dafür Brut in allen Brutstadien
    auf allen aufgeritzen Waben von oben bis unten.
    Ein schöner Anblick,aber mit einiger Arbeit verbunden.


    Gruß
    Rainer

  • Rainer schrieb:


    Hallo Murphy,
    Das Aufritzen der Futterwaben ist zwar mühsam bringt aber laut meiner Erfahrung doch einen gewissen Schub für das Bienenvolk entgegen der Lehrmeinung
    Gruß
    Rainer


    Hallo Rainer,


    haste zwei Nick´s oder meine Antwort nicht richtig gelesen ? :lol:


    Schreib ich nicht genau das gleiche ????


    Ich denke wir sind uns einig, wir wissen was wir davon haben.


    Gruß 8)
    nach weiß ich nicht