Blockbehandlung mit Bienenwohl oder Ameisensäure?

  • Hallo,
    ich möchte keine riesen Diskussion zum Thema Oxalsäure oder Ameisensäure vom Zaun brechen...aber was würdet ihr mir in Sachen Varroabekämpfung zu dieser Zeit empfehlen:
    eine Blockbehandlung mit Bienenwohl (reicht eine?)
    oder eine Behandlung mit Ameisensäure?
    Vielen Dank fürs Antworten
    :-) Paul

  • Paul schrieb:

    Hallo,
    ich möchte keine riesen Diskussion zum Thema Oxalsäure oder Ameisensäure vom Zaun brechen...aber was würdet ihr mir in Sachen Varroabekämpfung zu dieser Zeit empfehlen:
    eine Blockbehandlung mit Bienenwohl (reicht eine?)
    oder eine Behandlung mit Ameisensäure?
    Vielen Dank fürs Antworten
    :-) Paul


    Hallo Paul,
    keine Riesendiskussion. Jetzt sind die Winterbienen schon erzeugt, wer jetzt noch nicht behandelt hat, muss sich Gorbatschows Spruch anhören: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Aber du könntest auch das Glück haben, dass du von Haus aus wenige Milben hast. Du kannst jetzt noch OS Bedampfen, nicht mehr mit Bienenwohl beträufeln, der Zug ist abgefahren. Du kannst Milchsäure sprühen, du kannst ApiGuard verwenden, du kannst die Medizinflasche nach Dr. Liebig nehmen, aber der wichtigste Behandlungszeitpunkt ist sofort nach der Abschleuderung, vor der Erzeugung der Winterbienen, hier zählt jede Woche.

  • Hallo,


    Ich gehe mal davon aus, daß das jetzt nicht die erste Varroabehandlung in diesem Jahr bei dir ist. Deshalb würde ich, bevor ich was auch immer reinkippe, den natürlichen Totenfall ermitteln. Kann ja sein, daß gar nichts nötig ist.
    Also erstmal Windel rein, 10 Tage drin lassen, und dann zählen.


    Zur Zeit würde ich hier noch mit Ameisensäure behandeln, weil noch Brut in den Völkern ist. Die ganzen Dispenser, Dauerverdunster etc. finde ich umständlich. Außerdem wird AS teuflisch aggressiv, wenn es zu heiß wird. Am geschützten Bienenstand wird es leicht mal über 25 Grad bei Sonneneinstrahlung.
    Das sind meine Gründe für die Schwammtuchmethode:
    Die Temperatur und Wetter der nächsten 12 Stunden kann man, besonders über Nacht, sehr gut vorhersagen.
    Kurzbehandlung finde ich für die Bienen schonender, als Dauerbegasung mit AS.
    Die Wirkung ist bei den Völkern von allen Imkern, die ich kenne sehr gut.
    Es ist billig.
    Sollten in den 15 Minuten nach Einbringen der AS trotz aller Vorsicht die Bienen aus dem Flugloch quellen, ist das Schwammtuch schnell rausgerupft.


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Wunderbiene schrieb:

    Hallo,
    Zur Zeit würde ich hier noch mit Ameisensäure behandeln, weil noch Brut in den Völkern ist. Die ganzen Dispenser, Dauerverdunster etc. finde ich umständlich. Außerdem wird AS teuflisch aggressiv, wenn es zu heiß wird. Am geschützten Bienenstand wird es leicht mal über 25 Grad bei Sonneneinstrahlung.
    Das sind meine Gründe für die Schwammtuchmethode:
    Die Temperatur und Wetter der nächsten 12 Stunden kann man, besonders über Nacht, sehr gut vorhersagen.
    Kurzbehandlung finde ich für die Bienen schonender, als Dauerbegasung mit AS.


    Hallo Wunderbiene, Hallo Miteinander,
    der Behandlungserfolg mit dem Schwammtuch schwankt zwischen 40 und 90 %. In der Regel ist er niedriger, deshalb ist diese Schwammtuchmethode nur für ein kurzes "Die Spitze des Eisbergs nehmen" nach der Abschleuderung gedacht. Die Behandlung mit dem Schwammtuch müsste man im Oktober noch drei bis viermal wiederholen, will man allein mit der Schwammtuchmethode auskommen. Ich habe, wie es auch der Liebig empfohlen hat bei der Schwammtuchmethode nach der Abschleuderung und nach der Aufffütterung immer die Langzeitmethode mit der Medizinflasche gemacht. Die Langzeitmethode ist wesentlich bienenschonender als die Schwammtuchmethode, da hier je nach Verwendung der Schwammtuchgröße bei einem einzargigen Volk bis zu 10 g und bei einem zweizargigen Volk 20 g verdunsten und das 2 - 3 Wochen lang. Nur so erreicht man Behandlungserfolge größer 90%. Beim Schwammtuch verwendet man bis zu 60 ml der AS Säure und dieses Schwammtuch ist nach 24 Std. trocken, bei dieser Methode verliert man am schnellsten die Königinnen nicht bei der Langzeitverdunstung. Diese Langzeitmethode ist nicht vor Mitte September zu wählen, da hier die Winterbienen schon erzeugt sein müssen.

  • Hallo,
    danke für die Antworten! Ich habe heute eine Behandlung mit Ameisensäure angefangen. Ich hoffe mal das klappt. Die letzten Jahre habe ich die Behandlung auch immer so in dieser Zeit gemacht und hatte eigenlich nie wirklich Probleme...vielleicht einfach nur Glück! Dass die Winterbienen jetzt aber schon erzeugt sind, leuchtet mir ein. Ich werde daher die Behandlung nächstes Jahr früher machen.
    Ich benutze offene Gitterböden, die ich verschlossen habe. Bei zwei etwas schwächeren Völkern habe ich aus Angst vor Räuberei das Flugloch bis auf einen 3 cm breiten Spalt eingeengt.
    Geht das oder sollte ich es lieber ganz öffnen?
    :-) Paul