Sachschaden durch Bienen

  • Hallo Imkerkollegen


    Unser Schäfer kam aufgeregt zu Mir und meinte seine Schafe währen von meinen Bienen angegriffen worden und hätten panigbedingt die flucht ergriffen. Dabei haben sie ein ganzes Maisfeld niedergetrampelt. Auch der Bauer möchte schadensersatz.
    Als Ich dann mein Stand besichtigte war ein Bienenstock umgeschmissen und einige Dächer auf dem Boden gelandet.
    Die Schafe wahren dicht an meine Bienen vorbeigelaufen. Anscheinend sind sie dann durch Stiche durchgebrannt und hatten ein Bienenvolk umgeworfen, wobei die Bienen verdtändlicherweise obwohl Ich friedliche Reinzucht Peschetzcarnika habe massiv auf die Schaafherde losgestochen .
    Kann der Schäfer und der Bauer von Mir nun Schadensersatz verlangen oder kann Ich mein Umgestürztes Bienenvolk geltend machen.
    Was meint ihr?


    Gruß
    Arno

  • Hi Arno,


    es mag sein, dass bei juristischer Themen in diesem Forum noch Fragen offenbleiben. (Vermute ich mal - ich bin selber recht neu hier). Für diese Art von Fragen benutze ich gerne die Plattform www.wer-weiss-was.de und dort die Rechtsexperten. Vielleicht nützt dir der Tip was. Sollte es so sein, halt uns auf dem laufenden.

  • Schadenersatz leisten muss der Schadenverursacher. Hast Du die Beuten gut abgesichert? Schilder und so? Da Du scheinbar auf fremden Grund warst, wirst Du die Wanderordnung des LV bemühen müssen, um Deine Sorgfaltspflichten nachzulesen. Der Wanderobmann wäre der beste Ansprechpartner. Wegen der umgeworfenen Beuten musst du den Verursacher ermitteln und beweisen können, sonst wird das schwierig und klagen deswegen....
    (Hinweis: diese Sätze geben meine Laienmeinung wieder. Es war keine Rechtsberatung)

  • Moin Imkers,


    auch der Geschädigte muß den Verursacher nachweisen, der Haftet dann aus Tierhaltung. (Tierhalterhaftung) Hier bestimmen sich die Haftungsgrundsätze aber noch nach Luxus- und Nutztieren und Ortsüblichkeit einer Gefährdung. Ganz egal, ob Du Dich nun Hobbyimker nennst, Du bist immer versicherungrechtlich Nebenerwerbsimker und die Haftpflichtversicherung des Imkerlandesverbandes wird immer zahlen. (Solang Du nich Vorsatz walten läßt)
    Wenn also der Schäfer einen Schaden an seinen Tieren hat und diesen beziffern kann (und ihm kein Mitverschulden, Dir aber ein Verschulden angelastet wird) kann er diesen Schaden von Dir und Deiner Versicherung ersetzt verlangen. Der Schaden muß aber ihm oder seinen "Sachen" entstanden sein. Schmerzensgeld für "Meinem Schaf tat's weh" gibt das nich.


    Der Bauer hat mit Dir und Deinen Bienen nichts zu tun. Er wurde nicht unmittelbar geschädigt.
    (Beispiel: ein Ball rollt auf die Straße, ein Auto kann nicht mehr bremsen und schleudert in Richtung Gegenspur. Der Fahrer eines Tanklastzuges erschrickt und kommt von der Spur ab und rast in ein städtisches Elektrizitäts- und Umspannwerk, Tanklastzug und E-Werk brennen aus (Hinweis für Schwachbeseelte: Wie durch ein Wunder kommt niemand zu Schaden :lol: ), der Strom fällt in der ganzen Stadt aus und die Frau eines Feuerwehrmanns beißt sich vor Sorge um den Gatten im Einsatz, den Fingernagel ab. Die Mutti vom ballspielenden Kind muß den Fingernagel nicht ersetzen. :wink: Der Feuerwehmannsgattin steht auch kein Schmerzensgeld zu :cry: Auch die Wirtschaft (stundenlang stromlos) hat Pech. Das war alles Lebensrisiko)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Henry,


    es gilt doch das Verursacherprinzip?
    Und da fragt es sich doch, was die Schafe zwischen den Bienen zu suchen hatten?
    Waren die Schafe nicht ordentlich eingezäunt und sind ausgebrochen?
    Hat der Schäfer nicht aufgepaßt?
    Ich denke, daß arnix eigentlich der Geschädigte ist, und nicht der Verursacher.
    Von "nix" werden die Bienen ja nicht wild und Beuten fallen auch nicht von allein um.
    Ich sehe den schwarzen Peter beim Schäfer...


    arnix : ruf bei der nächsten Landwirtschaftskammer an und laß dir einen Rechtsanwalt sagen, der sich mit sowas auskennt. Das kostet dann zwar ein paar Euro, aber auf jeden Fall bekommst du da sichere Auskünfte.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nee Arnix, mach' ma garnix,


    auch wenn ich sabi(e)ne damit widerspreche. Wer was von Dir will muß was tun und Dir bleibt dann genug Zeit zu reagieren. Es sei denn Du willst Schadenersatz vom Schäfer. Aber überlege Dir das gut. Du must dann einen Dir entstandenen Schaden nachweisen und einen Verursacher benennen. Und ich sage mal, ein unbekannter Dritter hat Deine schlecht gesicherten Beuten umgeworfen oder abgedeckelt und Deine Bienen leben noch, weshalb Dir als Eigentümer kein Schaden endstanden ist.


    Also wenn da was zu klären ist, klärt das unter Männern.


    (Könnte sonst sein, Du gewinnst einen Prozeß um 50 Euro, aber Deine Beuten fliegen in Zukunft ständig in die Wiese und niemand war's)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • arnix schrieb:

    Hallo Imkerkollegen


    Unser Schäfer kam aufgeregt zu Mir und meinte seine Schafe währen von meinen Bienen angegriffen worden und hätten panigbedingt die flucht ergriffen. Dabei haben sie ein ganzes Maisfeld niedergetrampelt. Auch der Bauer möchte schadensersatz.


    Hallo Arnix,


    wie groß sind eure Schafe in Neidenstein, wahrscheinlich büffelgroß. Niederbayerische Schafe sind anscheinend etwas kleiner und kommen zwischen den Maisstängeln (Neue Rechtschreibung Stängel) durch. Wie schon so schon geschrieben, macht das unter euch Männern aus. Ich kann mir ohnhin nicht vortsellen, dass Schafe ein Maisfeld plattmachen, da hat der Bauer wohl etwas übertrieben und wenn eine kleine Fläche liegt, dann kann er diesen auch zum "Sofort füttern" verwenden und der Schaden hält sich in Grenzen.

  • Hallo zusammen,
    warum lasst Ihr (Das darf man seid neuesten auch bei Briefform kleinschreiben, aber die Großschreibung von Anreden werde ich hier beibehalten, zeugt doch irgendwie von Anerkennung, Respekt , des/ der Angesprochenen, neue Rechtschreibung hin, neue Rechtschreibung her.)
    es nicht einmal darauf ankommen, wer mit seinen Forderungen durchkommt?
    Der Schäfer, dessen Herde in Panik geriet, dessen Schafe Schäden erlitten; der Bauer, dem das Maisfeld zertrampelt wurde; der Imker, dem die Kästen umgeworfen wurden?
    Meine Meinung: Der Schäfer, oder sollte ich ihn vorgreifend zu meiner Meinung gleich "Schafhalter" nennen, hätte verhindern müssen, das seine Schafe den Bienenstand überrennen, für das angrenzende Maisfeld hat er sicherlich Maßnahmen getroffen, das seine Schafe dort nicht hinrennen.
    Außer er hat niederbayerische Schafe, die bekanntlich wissen, das schaf nicht ins Maisfeld darf :lol: .
    Nehmen wir mal an, der Schäfer hätte den Bienenstand als solchen nicht erkannt, wie soll man denn seinen Bienenstand noch kenntlich machen?
    Ein Warnschild müsste doch reichen?
    Wie soll man denn nun einen Bienenstand im Außenbereich sichern, wenn man noch nicht einmal einen Zaun errichten darf,?
    Ich würde diesen Fall den Juristen überlassen, aufs Ergebnis bin ich gespannt.
    xare : Man geht jetzt beim Schreiben von der Grundform aus. Bei Stängel ist das Stange. Also schreibt man nicht mehr Stengel.
    Das klingt für mich noch logisch, jedenfals logischer als radfahren und Auto fahren, oder Schiffahrt und Schifffracht. Was mich jetzt stört, sind die vielen Bindestriche und das aussterbende ß .


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.