Optimale Futtermenge

  • Hallo Imkerkollegen


    Mich würde mal interresieren wievil Futter die meisten von Euch einfüttern bezogen auf einzarkig und zweizarkig überwinterte Völker.
    Ich füttere beim einzarkigem Volk 14 liter Apinvert und beim 2 zarkigem 20 liter ein. In manchen Jahren ist das zu viel man muß entnehmen, oft ist es auch ein bißchen knapp.
    Mich würde mal wirklich interresieren was so im Durchschnitt eingefüttert wird.
    Schon mal danke fürs Antworten.


    Gruß
    Arno


  • Genauso mach ich es auch Arno!

  • Hallo,


    Ich füttere Zuckerwasser 2/3. Das erste Futter gibt es gleich nach dem Abschleudern des Sommerhonigs. Bis Ende August/Anfang September gibt es, je nachdem, was sie selbst noch eintragen (Waage), weitere Futtergaben. Nicht zuviel, damit die Bruträume nicht blockiert werden.
    Anfang September bekommen sie das, was noch fehlt zum Sollgewicht. Nach Schundau sollen dann zweizargige (Segeberger) Carnica-Völker 36 kg und Buckfast-Völker 38,5 kg wiegen. Dreizargig 3kg mehr.


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • [quote='Helmuth Kessen']Hallo Arno,
    Im Ruhrgebiet reicht auf jeden Fall das einfüttern mit 10Liter Flüssigfutter mit 75% Feststoffanteil. Bei Jungvölkern reichen oft 7-8Liter.


    Hallo Helmuth


    Das scheint mir aber wenig.
    Bei uns im Kraichgau wo es richtig mild ist währe das zu wenig.


    mfg
    Arno

  • Genauso mach ich es auch Arno![/quote]


    Hallo Franz.


    Fütterst du dann alles auf einmal?


    Bei mir kommt zuerst ein gelber 14Kg Eimer Apiinvert und dann noch mal ein halber Eimer 7kg.
    Eigentlich wollte Ich fragen wiviel kg man so einfüttert nicht liter.
    Wiviel Liter sind den jetzt 21Kg?


    mfg
    Arno

  • arnix schrieb:


    Bei mir kommt zuerst ein gelber 14Kg Eimer Apiinvert und dann noch mal ein halber Eimer 7kg.
    Eigentlich wollte Ich fragen wiviel kg man so einfüttert nicht liter.
    Wiviel Liter sind den jetzt 21Kg?
    mfg
    Arno


    Hallo Arno,
    da der Fertigsirup ergiebiger ist als das 3:2 Zuckerwasser, hat man bei einer einzargigen Beute, wo man normalerweise 15 ltr. Zuckerwasser, was ca. 12 kg Festzucker bedeutet, nahezu annähernd den gleichen Effekt wie bei 14 l oder kg Apiinfert.
    Ich habe erst in der letzten Woche die ersten Eimer Apiinfert aufgesetzt, da ich Völker dabei habe, die 6 - 8 volle Waben Brut im Volk haben und auch noch stark auf zwei Zargen sind. Nach der Abschleuderung M. Juli bekam ein jedes Volk 5 l Zuckerwasser. Da die Bienen noch so stark in Brut sind, können sie nicht viel einlagern und die Abnahme geht sehr zögerlich vor sich, was ja beim Fertigsirup nicht problematisch ist. Deshalb würde ich auch nie wieder mit Zuckerwasser einfüttern wollen. Seit ich im letzten Jahr und heuer die AS Säurebehandlung wegließ, habe ich um diese Zeit immer sehr starke Völker, da die Völker keine Brutschäden hinnehmen müssen.

  • Hallo,


    es gibt keine optimale Futtermenge, man bedenke jedes Jahr ist der
    Winter anders, einmal wärmer ein mal kälter.
    Dadurch ist zu viel Futter in den Völkern oder zu wenig, meist muss ich immer Futterwaben im Frühjahr entnehmen.
    Meine Fütterungsweise setzt sich nach dem Abschleudern aus einer Gabe Zucker von 3-5 Kg pro Volk aus, danach bekommt jedes Volk einen halben Block Apifonda.
    Da ich meine Völker nur auf einer Zarge einwintere ist eine langsame Fütterung sehr wichtig um das Brutnest der Völker nicht zu blockieren.
    Wenn das Futter abgenommen ist prüfe ich ob das Volk genug Futter hat, bei zu wenig Gewicht wird nachgefüttert.
    Ich wiege die Völker überhaupt nicht sondern mach das nach Gefühl.

  • Hallo Franz Xaver,


    wenn Du keine Ameisensäurebehandlung mehr machst, wie sieht Dein Varroakonzept den dann jetzt aus?

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Thomas.Reimelt schrieb:

    Hallo Franz Xaver,


    wenn Du keine Ameisensäurebehandlung mehr machst, wie sieht Dein Varroakonzept den dann jetzt aus?


    Ich mache Blockbehandlung mit dem Qxalsäureverdampfer die aber nur oberflächlich wirkungsaktiv ist und nicht in die Brutzellen einwirkt, deshalb muss die Schlupfperiode der Milben ausgenützt werden. Innerhalb von 20 Tagen sind alle Jungmilben auf den Stockbienen anzutreffen. Daher wird durch die Behandlungsfolge ein hoher Milbenabfall erzielt. Im Abstand von 5-6 Tagen werden 3 Behandlungen durchgeführt. Behandlungstag 1: Wirkung vom 1. bis etwa 8. Tag - Behandlungstag 6: Wirkung vom 6. bis etwa 14. Tag - Behandlungstag 12: Wirkung vom 12. bis etwa 18. Tag. Dann mache ich im September und (oder) Oktober, je nach Abfall und in der brutlosen Zeit Nov./Dez. eine Bedampfung. Die geschlechtsreifen Varroatöchter (Jungmilben) müssen sich nach dem Schlupf einen sogenannten "Reifungsfraß" machen, um in Eilage kommen zu können. In dieser Zeit – zwischen vier und vierzehn Tagen – sitzen sie saugend auf einer Ammenbiene überwiegend im Brutraum. Ist die Geschlechtsreife erreicht, suchen sie eine neuntägige Bienen- oder Drohnenlarve (kurz vor der Verdeckelung) eine Brutzelle auf, tauchen hier in den Futtersaft ein um von der Arbeitsbiene nicht bemerkt zu werden und der Kreislauf beginnt aufs neue. Wenn man dies alles weiß, kann man mit dieser Methode die Varroa super in Schach halten. Ich verstehe die Bieneninstitute mit ihren Anweisungen ohnehin nicht, dass man in der Brutphase OS nicht anwenden sollte. Vom Perizin kann ich ja es verstehen, den da ist einmal schon zuviel in Bezug Rückstände.

  • Hallo Franz Xaver,


    Wie hast du früher die Ameisensäure angewendet?
    Ich behandle mit AS (Schwammtuch) und kann keine Brutschäden feststellen, wenigstens nicht so, daß man`s an der Volksstärke merken würde (vielleicht habe ich ja was übersehen).
    Bis jetzt hat das gereicht, daß ich im Winter praktisch keinen natürlichen Totenfall an Milben hatte. Dieses Jahr könnt`s aber nötig werden im Winter zu behandeln.
    Ach ja, ich schneide Drohnenwaben.


    Ich kann mir vorstellen, daß die AS-Behandlung hier besser funktioniert. Wenn ich eure Temperatursprünge so sehe...


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Moin Wunderbiene,


    wenn Du schreibst, daß Du keine Brutschäden feststellen kannst. Das kann nun mehrere Ursachen haben:
    1. Es ist ganz genau wie Du sagst: Sie sind da und Du kannst Sie nur nicht feststellen oder
    2. Die Bienen räumen die geschädigte Brut unbemerkt aus: Die Brutschäden sind da und Du hast nur keine Chance sie feststellen oder
    3. Es kommt nicht zu Brutschäden: Du machst was falsch bei der AS-Schwammtuch-Behandlung und es sterben weniger Milben als möglich wäre. (Oder Du hast eine bessere Methode als wir (wenigsten ich) und dann solltest Du uns im Interesse vieler Jungbienen darüber informieren. Vielleicht in dem AS-Thema :wink: Hier ist ein anderer Schwerpunkt)


    PS: Schlüpfende Bienen, die ihre Zelldeckel aufnagen haben einen erheblichen Energieumsatz (Atmung) und können den AS-Dämpfen nicht ausweichen. Sie sterben entweder noch in den Zellen oder verlassen die Beute sofort nach dem Schlupf, um draußen direkt vor der Beute oder auf dem Flugbrett zu sterben. Larven aller Stadien und Eier werden weiter weg entsorgt.


    Ich schreibe das, damit sich niemand nach AS-Schwammtuch und toten Bienen auf dem Flugbrett übermäßig Sorgen machen muß.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wunderbiene schrieb:

    Hallo Franz Xaver,


    Wie hast du früher die Ameisensäure angewendet?
    Ich behandle mit AS (Schwammtuch) und kann keine Brutschäden feststellen, wenigstens nicht so, daß man`s an der Volksstärke merken würde (vielleicht habe ich ja was übersehen).
    Viele Grüße
    wunderbiene


    Hallo Wunderbiene,
    die Brutschäden während eine AS Behandlung sind bei jeder Art der Anwendung von AS geravierend, aber der Dr. Liebig sagt, dass wäre das kleinere Übel gegenüber dem Varroatod eines Volkes. Deshalb macht man ja bekanntlicherweise die AS Säurebehandlung mit dem Schwammtuch gleich nach der Abschleuderung, bei uns so Mitte Juli und das 2 -3 mal im Abstand von 5 - 7 Tagen und die Langzeitbehandlung mit der Medizinflasche erst ab Mitte September, wenn die meisten Winterbienen erzeugt sind.
    Brutschäden wirst du als Laie kaum bemerken - Henry hat es schon ausreichend erklärt.
    Ich habe fast ein Jahrzehnt die AS Säure mit gutem Erfolg verwendet, bin aber im vorigem Sommer davon abgekommen, da hätte ich bei Temperaturen weit über 30 Grad und einen Standplatz in der prallen Sonne mit der AS Säure meine Bienen nichts gutes angetan. Auch heuer hatten wir dauernd nach der Abschleuderung hohe Temperaturen. Der www.alfranseder.de macht schon seit, ich glaube heuer das 4. Jahr nur noch diese Verdampfermethode, dessen Erfinder des gechlossenen Kreislaufs er auch ist und er hat seitdem nur ein einziges Volk verloren (muss aber dann nicht unbedingt die Varroa sein). Bei uns haben sich schon ganze Imkervereine 2 oder 3 Geräte gekauft und sind sehr zufrieden damit und das bei unseren "Perizineingeschworenen". Ich musste sehr lachen, als der Nachbarverein, unser Imkerverein bleibt ein treuer "Bayeranhänger" heuer zwei Geräte im Frühjahr gekauft hat und der Vorsitzende mir erzählte, er habe ein paar große Schwärme bedampft, dann seinen einige Milben gefallen, dann hat er wirklich alles ausprobiert, Perizin, Bayvarol, AS (die armen Bienen) aber es kamen keine Milben mehr, das hat die "Imker" letztendlich überzeugt. In der brutlossen Zeit kann mit mit diesem Gerät auf einen Erfolg >98 % hoffen, ich bin ein überzeugter Anhänger dieser Blas - Saugverdampfung, besonders seit ich keine "Funktionärstätigkeit" mehr ausübe und ein freier Imker bin.