Api-Invert Kilo/Liter

  • Hallo zusammen,


    ich habe zum Einfüttern meiner Völker Api-Invert flüssig gekauft (28 KG-Gebinde).
    Sind 28 KG auch 28 Liter oder muss man hier ein spezifisches Gewicht berücksichtigen?
    Stimmen die Angaben: einzargig ~ 10 Liter und zweizargig ~ 20 Liter.


    Jetzt schon besten Dank für Eure Antworten, denn es ist mein erstes Einfüttern! :o


    Gruß Peter

  • Hallo, wuz,


    28 kg Fertigfutter sind ca. 20 Liter.
    Der Umrechnungsfaktor liegt zwischen 1,4 und 1,6, je nachdem, ob du Fertigfutter oder Selbstangerührtes nimmst.


    Ja, die Angaben stimmen :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Peter!
    28 kg Api-Invert ist 20 Liter und entspricht 20 kg Zucker!
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Apiinvert hat 27.3% Wasser. Bedeuted es das 28Liter=20 kg entsprechen 17-18 kg Winterfutter? (der Honig hat 18% Wasser -Verarbeitungskosten"-restliche Wasser entfernen&Verdeckeln)
    Danke im voraus!


    Ainars

  • Hallo,
    wie bekommt man von 28kg Apiinvert 20 kg Futter? Es ist schon invertiert! Die Bienchen brauchen nur Wasser bis ~18% entfernen und Verdeckeln. Brauchen die Mädels so viel "Kraftstoff"?


    mit Imkergrüssen


    Ainars

  • Hallo, Ainars,


    ich denke auch, daß es eher 25kg als 20kg hinterher in der Wabe sind.
    Und da im Brutraum bei mir auch immer mindestens 4-6 Honigwaben drin sind, bekommen meine Völker auf 2 Zargen DN 2 Eimer a 14kg und gut ist.
    Bis jetzt bin ich damit eigentlich immer gut hingekommen, und ich nehme lieber im Frühjahr welche raus, als dann hektisch und unsicher nachfüttern zu müssen.


    Dein Winter kommt früher und geht später, wieviel fütterst du insgesamt ein?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,
    danke für Antwort! (und Frage) :D


    Wir haben 435x300mm Mass im Brutraum . Eine volle Wabe hat 4 Kg Honig (Futter).


    Wenn ich enge den Nest vor Einfutterung ein, die Vorrate werden geschätzt (so ungefähr- mit Augen und Händen, z.B. 1/4 von Wabe mit Honig entspricht 1kg). Eingeengt wird nach Regel - die Völker mit diesjahrige Königinen -2/3 , altere Königinen -1/2 von besetzten Waben.


    Regel für Einfutterung -2.5-3kg pro Wabe. Es werden die Völker überwintert mit 6-10 Waben (20-30kg). Normalerweise es reicht für langen Winter und braucht man nicht auch im Frühling zufuttern. Dieses Jahr der erste Nektar kam nur Mitte Mai! :cry: (normalerweise es ist Mitte -Ende April, wir sind zwar im Norden, aber Klima ist ziemlich mild für unsere Breiten-wegen Ostsee)


    Ich futterne ein bis die Waben haben 2.5-3kg. Mit Zuckersirup- 1 Liter entspricht 0.7 kg Futter. Mit Apiinvert es sollte mehr sein -wenn 1 Liter ist wiegt 1.3-1.4kg, dann es soll um 1.2 kg sein? Letzten 2 Jahren habe teilweise mit Apiinvert, teilweise mit Zuckersirup gefuttert, dieses Jahr wird nur Apiinvert.


    Wieviel soll ich futtern? Sehr unterschiedlich. Alles hängt von Heide ab, wenn eine gute Heidetracht ist, die Bienen haben viel eingetragen auch im Brutnest und machmal es ist Problem wenn keine leere Waben zur Verfügung stehen. So kann man auch das Volk verlieren, weil Heidehonig pur ist nicht geeignet für unsere Bienchen (wir haben die mellifera schon lange nicht mehr). Da ich ständig am Erweiterung bin, leere Waben in gute Heidejahren sind mein Problem. Normalerweise ich muss mehr als Hälfte oder sogar 2/3 Futter geben.


    Mit Imkergrüssen


    Ainars

  • Hallo Zusammen


    Hier die Produktbeschreibung von einem


    APIINVERT Futtersirup Umfüllkarton 28 kg /20,4l


    Einzelfuttermittel für Bienen


    Fructose- und glucosehaltiger Saccharosesirup
    Gesamtzucker mind. 70% (berechnet als Saccharose),
    Wassergehlt max. 28%



    APIINVERT ist ein flüssiges Ganzjahres-Bienenfutter.
    1 Liter APIINVERT entspricht einem Futterwert von
    1 kg Kristallzucker (Raffinade). APIINVERT wird
    gebrauchsfertig geliefert. Bleibt infolge seiner
    Reinheit und Zusammensetzung mikrobiologisch
    stabil und kristalliesiert (auch in den Waben) nicht aus.
    APIINVERT ist bei konstanter Temperatur von
    ca. +20°C optimal lagerfähig.


    Gruß


    Gebhard

  • Hallo zusammen
    Was kann man bei selbst angemachtem Zuckerwasser (3/2) eigentlich noch zusetzen, um an die Quallität von Apiinvert zu kommen? :o
    Die Kilo/Liter/Zucker-Angaben sind ja in etwa die gleichen.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    Apiinvert ist bereits großteils invertierter Rohrzucker, die Saccharose - ein Zweifachzucker, bestehend aus je einer Glucose- und Fructoseeinheit - ist da bereits in die Einfachzucker aufgespalten, daher kommt der hohe Glucose- und Fructoseanteil. Chemisch erreicht man die Spaltung mit Säure/Hitze oder mit dem Enzym Invertase. Invertase kann man bei Sigma (Sigma-Aldrich) kaufen, Extrakte aus Bäckerhefe oder anderen Bakterien.


    Ich habe das mal probiert, aber so begeistert war ich von meinem Ansatz nicht. Das größte Problem ist, den ganzen Zucker zu lösen, damit der dann in flüssiger Phase invertiert werden kann. Wenn man genug invertieren will, muß man den Zuckeransatz auch schon im Frühjahr machen, damit im Spätsommer genug invertiert ist - oder soviel Invertaseextrakt zugeben, daß die Geschichte teuer wird.


    Die Bienen geben dem Futter auch Invertase in ihrem Honigmagen zu, insofern kann man sich den Aufwand vielleicht auch sparen.


    Viele Grüße,


    Effendi

  • Guido schrieb:

    Was kann man bei selbst angemachtem Zuckerwasser (3/2) eigentlich noch zusetzen, um an die Quallität von Apiinvert zu kommen? :o
    Die Kilo/Liter/Zucker-Angaben sind ja in etwa die gleichen.


    Hallo Guido,


    Du kannst Invertzuckersirup auch selber machen:


    Auf 1,5 kg Zucker 0,5 Lieter Wasser und 1 g Milchsäure (oder falls Du 15% Milchsäure für die Bienen-Behandlung hast, nimm von dieser etwa 6-7 ml )
    Das Ganze dann mindestens eine halbe Stunde kochen lassen.


    Übrigens wird bei der Winterfütterung mit Invertzuckersirup (Apiinvert) durch geringeren Verarbeitungsverlust etwa 20% der Zuckertrockensubstanz gegenüber der 3/2 Zuckerlösung eingespart.


    Wenn man also für ein zweiräumiges Zandermagazin zwischen 25-30 Liter 3/2 Zuckergemisch braucht, dann benötigt man mit Invertzuckersirup nur etwa 16-18 Liter!


    Gruß Robert

  • So liebe Leute,


    genau jetzt seit Ihr dann tatsächlich bei Hydroxmethylfurfural HMF. Denn genau durch:


    - Anwesenheit der Fructose,
    - saures Umfeld
    - kochen


    entsteht sie. Wenn's auch sonst fast immer Blödsinn war mit der HMF-Warnung, hier gehört sie hin.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder