Grob kristallisierter Rapshonig, was nun ?

  • Hallo !


    Eben rief mich ein Imkerkolege an, welcher unmittelbar nach der Rapshonigernte einen Schlaganfall erlitten hatte. Der Honig war nun nach Siebung und abscheumen sich selbst überlassen und ist Sortentypisch grob kristallisiert. Tja, nun stellt sich die Frage was nun ? Er hatte den Honig nun bereits 48 Stunden bei 39°C im Wärmeschrank, aber dieser ist immer noch sandig. Würde ein Absieben dieser Kristalle nun weiterhelfen ? Ist das erlaubt (denn man entzieht dem Honig ja was) ?
    Wer kann helfen ?


    Beste Grüße


    Frank

  • Hallo, Frank,
    da hilft nur weiter wärmen, bis er komplett flüssig ist!
    Wenn du die Kristalle absiebst, entziehst du ja nicht irgendwas, sondern Frucht- und/oder Traubenzucker, und änderst die Zusammensetzung des Honigs sehr drastisch.
    Es hilft nur Geduld, und bei 39°C hast du kaum eine Wärmeschädigung zu befürchten.
    Er wird ihn ja nicht wochenlang im Wärmeschrank lassen, bloß braucht eine größere Menge halt ihre Zeit.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Frank,


    es ist besser den Honig kurz einer hohen Temperatur auszusetzen als ihn lange Zeit bei niedriger Temperatur aufzutauen. Außerdem funktioniert das ja auch nicht (oder nicht immer). Wenn Du überhaupt eine Chance haben willst, so kristallisierten Honig abzufüllen bzw. auch noch zu sieben, dann muß der deutlich wärmer werden. Du hast nur die Möglichkeit den Honig also schnell auf 50°C (oder auch mehr) hochzuheizen und wenn die Kristalle sich wirklich auflösen den Honig sofort, also noch warm, zu rühren. Paar Kristalle würden mich da nicht schwach machen.

    Du kannst selbst entscheiden, ob Du dann Backhonig drauß machst. Wenn der Honig nur kurz warm war, wird auch der HMF-Wert im Rahmen bleiben.


    Lösen sich die Kristalle garnicht auf, dann kannst Du mit dem Honig nächstes Jahr im Frühjahr in die Tracht füttern. Paar Regentage gibt es im Raps (davor und danach auch) immer und da fütters Du den Honig (eventuell verdünnt) in die Völker. Das gibt natürlich nicht nur 'ne super Ernte, sondern auch alle ülichen Probleme und nat. auch mehr Arbeit.


    Absieben der Kristalle funktioniert nicht. Die kleben jedes Sieb ruck-zuck zu. Ansonsten wäre es sicher erlaubt, wenn der Rest immernoch Honigwerte hat. Wachsteilchen, Propoliskörner, Bienenbeine und Pollen sind schließlich auch kein Honig und damit ist streng genommen ein reines Zuckerkristall auch kein Honig, auch wenn es mal Honig war. Und Schaum und Bodensatz, der ja auch weg darf, war auch mal Honig.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Frank Osterloh schrieb:

    Würde ein Absieben dieser Kristalle nun weiterhelfen ? Ist das erlaubt (denn man entzieht dem Honig ja was) ?
    Wer kann helfen ?
    Beste Grüße
    Frank


    Hallo Frank,
    hast du keinen Melitherm oder die Möglichkeit einen auszuleihen!

  • Hallo
    Ich mache meinen cremigen Honig seit vielen Jahren anders als bisher im Forum beschrieben. Nach dem Schleudern läuft der Honig durch das Doppelsieb in 12kg Eimer und wird im Keller abgestellt und nicht mehr bewegt. Wenn ich einen Eimer cremigen Honig in Gläser abfüllen will ziehe ich zuerst die oberste Schicht auf dem Honig im Einer mit einem Schaber ab. Das ist das trockene Abschäumen, geht meiner Meinung nach einfacher als im flüssigen Zustand. Dann wird der Eimer im Wasserbad bei 40C (Thermotopf) etwa 4 Stunden erwärmt. Er ist dann am Rand schon flüssig, hat aber noch einen Kern von sulzigem und festerem Honig. Nun rühre ich mit dem "Auf und Ab", einem einfachen Rührgerät (geht sicher auch mit anderen) einmal kräftig durch. Wenn noch feste Brocken drin sind kommt der Eimer eben noch mal eine halbe Stunde in den Thermotopf und wird dann nochmal gerührt. Wenn sich alles zu einer gleichmäßigen cremigen Konsistenz vermengt hat lasse ich den Honig noch eine Stunde stehen um ev. eingerührte Luftblasen aufsteigen zu lassen. Dann wird der Honig in Gläser gefüllt.
    Bei dem von Frank beschriebenen Rapshonig funktioniert das bestimmt auch. Mein Frühtrachthonig besteht in vielen Jahren sicher zu 70% oder mehr aus Raps.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Wespenkönig schrieb:

    Hallo
    Ich mache meinen cremigen Honig seit vielen Jahren anders als bisher im Forum beschrieben. Nach dem Schleudern läuft der Honig durch das Doppelsieb in 12kg Eimer und wird im Keller abgestellt und nicht mehr bewegt.
    Viele Grüße
    Wolfgang


    Hallöle Wolfgang,


    Haste den schon mal ausprobiert, ob sich das Rühren des Honigs bis kurz vor dem Festwerden auf die Konsistenz auswirkt ?


    Also bei uns wird der Rapshonig immer gerührt, dadurch wird er schmalzig. Die Vorgehensweise ist ansonsten ähnlich. Schliesslich kann man ja nicht seinen ganzen Honig in Gläser abfüllen. (ab einer gewissen Menge)


    Bei Blütenhonig haben wir auch öfftes das Problem, dass der wenn er nicht genug gerührt wird grob kristallisiert. Da kannste auch mit später warmmachen nix werden.


    Gruß
    M.

  • Henry schrieb:

    Moin Frank,


    schnell auf 50°C (oder auch mehr) hochzuheizen

    Du kannst


    dann kannst Du mit dem Honig nächstes Jahr im Frühjahr in die Tracht füttern.



    Super Tip Henry!!!! Der Mann hat auch überhaupt kein Problem damit, dass man den Honig falsch behandelt !!! Geht aus der Frage doch klar hervor.
    :roll: 
    Ach ich liebe es, wenn man sich die Frage garnicht durchliest sondern nur BlaBlaBla drauf los labert/schreibt!!


    Nur noch 227 bis 1000 Beiträge, weiter so, HERNRY,HENRY,HENRY !!!!!!!



    Gruß


    Lieber Klasse als Masse !

  • sabi(e)ne schrieb:

    Schon mal was von Impfen gehört?


    Wie soll ich das denn nun verstehen ?????????

  • Murphy schrieb:


    Super Tip Henry!!!! Ach ich liebe es, wenn man sich die Frage garnicht durchliest sondern nur BlaBlaBla drauf los labert/schreibt!!


    Nur noch 227 bis 1000 Beiträge, weiter so, HERNRY,HENRY,HENRY !!!!!!!
    Gruß
    Lieber Klasse als Masse !


    Könntest du dich nicht wieder ins österreichische Forum zurück ziehen, wo du mit Zeissloff alleine warst, als hier schon wieder zu stänkern, schon langsam wird es lästig mit deinen Stänkereien! Du bist doch nichts als einer der Ärger will!

  • Hallo


    Zitat

    Hallöle Wolfgang,


    Haste den schon mal ausprobiert, ob sich das Rühren des Honigs bis kurz vor dem Festwerden auf die Konsistenz auswirkt ?


    Hab ich früher gemacht, aber seit ich von der Methode von oben gehört habe mache ich es nur noch so. Viel einfacher und das Ergebniss ist gleich.


    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo, Wolfgang,


    ich hab im IT-Magazin vor längerer Zeit einen Artikel über einen britischen Großimker gelesen, der nach derselben Methode verfährt.
    Time is money, mir gefällt diese Vorgehensweise, zumal der Honig dabei nicht geschädigt wird.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • bisy schrieb:

    Hallo Mick,


    ist doch irre Du kennst etwas nicht!!!!
    Frag doch mal!!
    Vieleicht erklärts dir eine/r?


    Grüsse
    Margret


    Hi Margret,


    hab nur nicht verstanden was das mit dem Auftauen von Honig zu tun hat, deshalb habe ich nachgefragt. Ist dem Autor dann wohl auch aufgefallen.
    Vielleicht das gleiche Problem wie mit Henry ?


    Gruß
    M.


    xaver , verstehe nicht welches Problem Du mit Eric hast ? der ist doch nett !