Literatur für Dadant-Betriebsweise

  • Ich imkere derzeit in Zanderbeuten. Die Betriebsweise ist sehr gut im Buch "Der Wochenendimker" beschrieben. Auf Grund der vielen Hinweise auf die Vorteile der Dadant-Beuten interessiert mich die Dadant-Betriebsweise, um ggf. auf Dadant umzustellen.
    Leider habe ich bisher noch keine Literatur gefunden, die in ähnlicher Weise wie im "Wochenendimker" die Dadant-Betriebsweise beschreibt.
    Wer kann mir Tipps über Litaratur zur Dadant-Betriebsweise geben??

  • Hallo,


    gute Hinweise gibts in:


    "Meine Betriebsweise", Bruder Adam
    "Meine Erfahrungen mit der Buckfastbiene", G. Ries
    "Bienen halten", Lampeitl (auf die neue Auflage achten!)


    Hinweise deshalb, weil das sture Nachahmen einer Betriebsweise noch was gebracht hat. Aber Denkanstösse und Hilfern sind allemal gut, wie wir ja alle wissen .

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Pabe schrieb:

    Ich imkere derzeit in Zanderbeuten. Die Betriebsweise ist sehr gut im Buch "Der Wochenendimker" beschrieben. Auf Grund der vielen Hinweise auf die Vorteile der Dadant-Beuten interessiert mich die Dadant-Betriebsweise, um ggf. auf Dadant umzustellen.
    Leider habe ich bisher noch keine Literatur gefunden, die in ähnlicher Weise wie im "Wochenendimker" die Dadant-Betriebsweise beschreibt.
    Wer kann mir Tipps über Litaratur zur Dadant-Betriebsweise geben??


    Hallo!
    Ich finde das Buch von Raymond Zimmer, "Die Buckfastbiene" ebenfalls noch sehr informativ.
    Viele Grüsse, Hermann

  • Also, nennt mich
    was ihr wollt..
    als ich "Meine Betriebsweise" gelesen habe, ist mir einiges klar geworden.
    "Meine Erfahrungen mit der Buckfast-Biene" war ebenfalls sehr hilfreich, hatte aber meine Zweifel...
    Auf der Suche nach weiteren Bienenbüchern stieß ich auf "Fragen und Antworten...."und das hat mich total verunsichert...
    Überall stehen Wahrheiten drin.
    Rezepte gibt es nicht. Man muß es sich erarbeiten.
    Beuten mit ungeteilten, großen Brutraum müssen auch eine Biene haben, die damit zurechtkommt. Sonst funktionierts nicht.


    Gruß,
    Erwin

  • Hallo Erwin,



    Zitat

    Also, nennt mich
    was ihr wollt..
    als ich "Meine Betriebsweise" gelesen habe, ist mir einiges klar geworden.


    Das kenne ich auch.
    Aber je öfter ich dieses Buch lese, desto mehr reift in mir die Erkenntnis, dass der Altmeister oft in einem lapidaren Nebensatz mehr Wahrheit geschrieben hat als mancher seiner Nachahmer in einem ganzen Kapitel.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Erwin,


    was meinst Du damit:


    "Beuten mit ungeteilten, großen Brutraum müssen auch eine Biene haben, die damit zurechtkommt. Sonst funktionierts nicht. "


    Ist damit eine bestimmte Rasse ( Buckfast ) gemeint??


    Pabe


  • Hallo Reiner,


    einige der Bücher habe ich auch gelesen. Was mir dort allerdings zu kurz kommt ist die Bedeutung des Schiedes. Hier scheint ein wesentlicher Vorteil der Datant-Beute zu liegen. Ich vermute aber, dass der Umgang mit diesem Utensil für die Autoren so selbstverständlich war, dass sie ihn nicht weiter herausgehoben haben.


    Vorweg erwähnt bin ich kein Dadant-Imker. Sollte ich also etwas falsches schreiben, dann bitte ich um Korrektur.


    Nach dem, was ich gehört habe erscheint es mir wesentlich, dass man bei der Dadantbeute und der Betriebsweise nach Bruder Adam versucht, den Brutraum möglichst weitgehend für die Brut zu nutzen.


    Dass heißt im Frühjahr wird das Volk eingeengt, überflüssige Futter- und Leerwagen fliegen aus dem Volk heraus. Danach wird nur nach Bedarf mit Mittelwänden erweitert. Auch später noch werden bei Bedarf überschüssige Pollenwaben entfernt, damit sich das Volk nicht selbst den Brutraum einschnürt. Angeblich wird so der Schwarmtrieb stark bedämpft.


    Der Honigraum wird spätestens aufgesetzt, wenn die Tracht einsetzt. Damit trotz des nicht vollständig bestückten Brutraums alle Honigwaben vollgetragen werden, werden die Honigräume häufig "quer" zum Brutraum aufgesesetzt.


    So, ich hoffe ich habe das ganze halbwegs richtig wiedergebeben; falls nicht bitte ich um Korrekturen.


    Grüße


    Ulrich


  • Ich vermute, dass einfach eine Biene gemeint ist die in der Lage ist den großen Brutraum halbwegs angemessen zu füllen. Meines Wissens gibt es auch Imker, die z.B. Carnica- und Lingustica-Bienen erfolgreich in Dadant-Beuten halten.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo Ulrich,


    du hast geschrieben:

    Zitat

    einige der Bücher habe ich auch gelesen. Was mir dort allerdings zu kurz kommt ist die Bedeutung des Schiedes. Hier scheint ein wesentlicher Vorteil der Dadant-Beute zu liegen


    das Schied ist nicht unwichtig aber ich würde es auch nicht überbewerten. Ich benutze es nur noch zum Ableger machen oder wenn ein Volk im Frühjahr sehr sehr schwach sein sollte. Jeder sollte seine Betriebsweise auch auf sein Gebiet und Trachtverhältnisse anpassen, das was für Bruder Adam wichtig/richtig war muß nicht zwangsläufig für jeden anderen auch wichtig sein. z.B. Bruder Adam hatte als Haupttracht die Heide, da wird naturgemäß sehr schwach überwintert und im Frühjahr werden mittels Schied und einengen die Völker erst aufgepäpelt. Bei mir ist die Frühtracht die Haupttracht, da päpele ich die Völker im Herbst auf und im Frühjahr brauch ich dann bei einem normalen Volk das Schied nicht.


    Übrigens, ich kenne das Schied noch sehr gut von meinen alten Trogbeuten, da haben auch immer alle gesagt im Frühjahr einengen und nach Bedarf Raum geben - nun das kann speziell für Hobby-/Wochenendimker auch ganz toll in die Hose gehen. Im Frühjahr schadet etwas mehr Raum nicht, das ist zumindest meine Überzeugung.


    Nun, man kann auch im Frühjahr zur Wabenerneuerung 4 Waben rausnehmen, den Raum mittels Schied einengen und 2 mal 2 Mittelwände geben zur Erneuerung. Ich dagegen nehme nur soviele alte Waben raus wie ich Mittelwände einhänge, da spar ich mir das Schied - für die zwei Wochen...



    Gruß
    Franz