AS - Schwammtuch

  • Moin Ablotte,


    (nur mal so als Tipp: Auf Deiner Tastatur gibt es zwei sogenannte Shift-Tasten, die machen groß)

    Meine Patin meinte dann aber noch, daß ich nach dem Auflegen des Schwammtuches ca. 10 Minuten warten soll, um dann zu schauen, ob die Bienen aus dem Flugloch quellen. Sollten sie das machen, Sollte ich das Schwammtuch dann wieder herausnehmen. Ist das richtig, oder greift dann die AS erst richtig, wenn die aus dem Flugloch quellen?

    Nö, aber man muß das hinnehmen.

    Zitat


    Bleibt das Flugloch bei der AS-Behandlung eigentlich eingeengt, oder soll ich den Keil herausnehmen?

    Ja, ganz sicher. Weil es egal ist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Ablotte,


    (nur mal so als Tipp: Auf Deiner Tastatur gibt es zwei sogenannte Shift-Tasten, die machen groß)


    :daumen: OK,ICH WERDE MICH BESSERN :lol:!


    Also nun nochmal für ganz blöde und eventuell auch für die ängstlichen:


    Wenn die aus dem Flugloch quellen, bleibt das Schwammtuch drinnen???? Wenn man 2ml pro Wabe nimmt kann man zumindest keinen Totalverlust erleiden???

    Derzeitiger Völkerstand: 1 Altvolk, 1 Ableger und 2 Kunstschwärme!

  • Moin Ablotte,

    Wenn die aus dem Flugloch quellen, bleibt das Schwammtuch drinnen????

    Ja, denn das Schwammtuch liegt oben und die Bienen können es nicht bewegen.

    Zitat

    Wenn man 2ml pro Wabe nimmt kann man zumindest keinen Totalverlust erleiden???

    Hinter eine Aussage gehören Ausrufungszeichen oder Punkte. Auch mit 2ml pro Wabe kann man Unsinn machen.


    Frage nicht so viel! Mach was Deine Patin sagt! Die ist vor Ort und die wird wissen was sie tut und warum. Ich habe zwar noch nie nasse Schwammtücher wieder rausgenommen, aber in der Seele hat es mir schon geschmerzt, wenn die erstmal die Flucht antreten und sich an der Beutenfront aufketten. Schnell beginnen die jedoch den Stock zu verntilieren und ziehen auch wieder ein. Dann ist die Säure schon weitgehend gleichmäßig verteilt. Was wäre denn die nächste Handlung nach dem Rausnehmen der gerade eingelegten Tücher? Aufgeben? Abbrechen? Aufhören?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Was wäre denn die nächste Handlung nach dem Rausnehmen der gerade eingelegten Tücher? Aufgeben? Abbrechen? Aufhören?


    Moin,


    sie meinte, dass dann etwas nicht gestimmt hat. Das könnte dann mehrere Gründe gehabt haben. Eventuell war das Wetter nicht richtig, usw...! Sie meinte, dass das wichtig wäre, und da ich es hier noch nicht gelesen habe, wollte ich nur nachfragen.


    Grüße Stephan

    Derzeitiger Völkerstand: 1 Altvolk, 1 Ableger und 2 Kunstschwärme!

  • Nochmal kurz um sicherzugehen:


    Kommt das Schwammtuch unter die Folie, oder soll ich die Folie rausnehmen?
    Wie bekomme ich die Bienen von den Oberträgern weg? Normalerweise nehme ich da den Wassersprüher, aber Wasser und Säure ist manchmal eine dumme Kombination.

  • Hallo Oliver,


    ich lasse die Folie drauf, denn die Säuredämpfe verätzen mir die Unterseite vom Deckel (habe DNM-Holzbeuten und Deckel mit innenliegender Faserplatte).


    Wenn richtig viele Bienen auf dem Oberträger sind, mußt du wohl oder übel den Smoker anwerfen, denn mit dem Wassersprüher verdünnst du die Säurekonzentration und setzt deren Wirksamkeit auf Spiel.


    Du kannst alternativ die getränkten Schwammtücher auch ganz locker auf die bienenbesetzte Oberträger legen, die meisten Bienen flüchten dann vor den Dämpfen in die Wabengassen. Erst dann legst du die Folie und den Deckel darüber. Ein paar tote Bienen wirst du dabei schon haben...

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!

  • Hallo Oliver,


    die Bienen reagieren wie beim normalen Öffnen des Deckels auch.


    Die Schwamtücher habe ich schon vorher getränkt. Folie rüberklappen und Schwammtücher auflegen. Folie wieder zurücklegen und durch die Folie beobachten, wie die Bienen in den Wabengassen verkriechen. Dann Deckel wieder drauf.


    Wenn die eine oder andere Biene es nicht mehr schafft, rechtzeitig vor den Dämpfen wegzulaufen - Schwamm(tuch) drüber !


    Die Bienen sind am Tag nach der Behandlung nicht aggresiver als davor, eher sogar etwas zahmer. Die Aggressivität der Bienenvölker ist Jahreszeiltich bedingt (Räubereigefahr). Am sanftesten sind Bienen im Frühjahr.

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


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  • ich hatte bisher eigentlich immer verstanden, eine Zarge aufsetzen und Folie nicht direkt auf das Schwammtuch! Mit der Folie wird zum einen die Verdunstungsfläche halbiert, zum anderen besteht bei der Folie und dem Gewicht des Deckels die Gefahr des Auswringens und Tropfen der Säure. Halte ich beides nicht für vorteilhaft!


    Bescheidene Laiengrüße


    Onkel Tom

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast48 () aus folgendem Grund: damit kein Rüffel wegen Groß-und Kleinschreibung kommt ;-)

  • Hallo Onkel Tom,


    die heutigen modernen Beuten haben in der Regel einigen Abstand zwischen Oberträger und Deckelunterseite. Dort würde ich auch die Folie weglassen wollen. Leider habe ich keine so große Abstände wie bei den Segebergern, die eine ideale Deckelaushöhlung besitzen.


    Bei älteren Beuten, bei dem dieser Abstand geringer ist bzw. fehlt, wird das Schwammtuch gegen den Deckel gedrückt. Ohne Folie würde der Deckel eine verätzte Fläche von der Größe des Schwammtuchs davontragen. Unter Umständen quillt das Innenmaterial des Deckels dermaßen auf, daß dieser nicht mehr richtig schließt und unbrauchbar wird.


    Die Gefahr des Ausquetschens hast du nicht, wenn du dich an die im Imkerforum wiederholt propagierte Anzahl an Schwammtüchern und die richtige Dosierung hältst.


    Früher habe ich die 40 ml AS für 2 Zargen auf ein einziges Schwammtuch gedrückt, heute wird diese Dosis auf zwei Schwammtüchern mit jeweils 20 ml verteilt.


    Vorteil: schnellere Verdunstung und praktisch tropffrei (bitte mit Wasser mal nachmachen: 20 ml je Schwammtuch in Spiralen auf die gesamte Schwammtuchfläche auftragen und versuchen dieses Wasser wieder auszupressen - na?)


    Wenn du noch extra eine Leerzarge aufsetzt, nur um das Schwammtuch anwenden zu können, mußt du auch den leeren Raum mit AS-Dämpfen füllen. Scheinbar klappt dies nicht: Sabiene warnte unlängst sogar eindringlich vor solchen Experimenten...


    Bei der Methode mit der Tropfflasche wird die stärkere 85%ige AS verwendet, die dank der höheren Konzentration und längerer Einwirkungszeit auch mit aufgesetzter Leerzarge noch gegen die Milben wirkt.

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
    __________________________


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  • Hallo,
    habe in diesem Jahr erstmals die Schwammtuchmethode (nach Henry) angewandt.


    Fazit: Not amused.
    Im Gegensatz zu den mit dem oft so gescholtenen Nassenheider Verdunster behandelten Völkern (22) ohne Probleme, hab ich bei den 12 "Schwammtuchkandidaten" 4 Weiseln verloren.
    Die Brutentwicklung ist überall ähnlich - von ehedem 8...12 Brutwaben auf max 4 halbe geschrumpft. Bei den Weisellosen natürlich inzwischen 0.


    Blos gut, daß ich noch par Ableger habe - an die späte Standbegattung glaube ich auch nicht so recht.


    Die Frage, die mich nun umtreibt: Wirkt der Nassenheider zu schwach, oder das Tuch zu stark? War das Wetter zu warm zum Behandeln mit dem Schwammtuch?


    Milbenfall (bei abgedeckter Windel) war im übrigen bei beiden Methoden gleich mäßig - so zwischen 50 ... 150. Ohne Behandlung fällt zur Zeit so gut wie gar nichts - im Bienenwagen gezählt - also ohne Ameisen.


    Na nun glaubt nicht gleich alle, Ameisensäure und Schwammtuch sind Murks - wir vertrauen demnächst auf Woodoo und/oder Erdstrahlen - dazu wollte ich keinesfalls anregen, nur zum Nachdenken.


    Grüße ralf_2

  • Hallo ralph,


    was Du da schilderst, ist natürlich absolut inakzeptabel. Sowas braucht weder Imker noch Biene. Es erinnert mich an die Anfangszeiten meiner AS -Behandlungen, da hatte ich oft ähnliche "Ergebnisse"
    Da wirkt weder das Tuch zu stark noch der Nassenheider zu schwach. Irgendwas an der Verdunstungsmenge stimmte bei der Anwendung nicht.
    Entweder zu viel AS oder zu hoch konzentriert (?)
    Vielleicht war es im Bienenwagen auch zu warm?
    Ich habe alle meine Völker (und das sind schon ein paar!) bislang 3x mit gekühlter 60% AS behandelt, und alle Königinnen sind noch da.
    Versuche mal in Gedanken das Geschehene zu rekonstruieren, vielleicht kommt Dir dann der Knackpunkt.


  • Hallo,
    ja - das sind genau die Fragen, die mich auch beschäftigen - allein, ich hab noch keine Lösung gefunden.
    Die Ameisensäure hatte die regelkonformen 60 % und kam aus dem Kühlschrank.
    Dosierung erfolgte mit einer Injektionsspritze - 2ml pro Wabe. Behandlung erfolgte 2 x.


    Einzig das Wetter könnte beim ersten Mal "zu gut" gewesen sein ...
    Aber eigentlich war das schlechteste Ergebnis im Bienenhaus - da ist es eher nicht zu heiß.


    Ich glaub - ich nehm nächstes Jahr auch bei "Einräumigen" (oder Einzargern, wie der Magaziner sagen würde) wieder den Nassenheider - offenbar möchten meine Bienen nicht geschockt werden...
    Vom Schwammtuch hab ich erst mal "die Nase voll", obwohl es rein technisch auch in Hinterbehandlungsbeuten (bei einräumiger Überwinterung) funktionieren würde.


    Vielleicht ist's bei den Magazinimkern aber auch der offene Boden, der die Säure schneller abfließen lässt und so Panik im Volk vermeiden hilft? Dergleichen haben die Hinterbehandler ja nun nicht zu bieten.
    Die par Magazinvölker, die ich habe, sitzen entweder auf zwei Zargen und wurden mit dem Verdunster behandelt, oder sind EWK-(Kunst-)Schwärme und wurden in diesem Jahr noch gar nicht behandelt - da kann ja auch nicht viel an Milben drin sein. Kontrollwindeln zeigen seit Wochen hartnäckig 0,nix an natürlichem Milbentotenfall.


    Nachdenklich ralf_2