• Hallo, Lothar,


    alle neumodernen biologischen Schädlingsbekämpfungsmethoden arbeiten entweder mit natürlichen Feinden oder natürlichen Krankheiten des Parasits...
    Ich hab schon vor zwei Jahren gefragt, warum sich von den Instituten keines die Mühe macht, zu ergründen, an welchen Krankheiten die Varroa normalerweise selbst leidet, egal ob Virus oder Bakterie oderParasit.
    Das ist in meinen Augen außer der Zucht auf Varroatoleranz der einzige wirklich erfolgversprechende Weg!
    Aber: Fehlanzeige.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    Hat nichts mit dem Thema zu tun, aber trotzdem!
    Die Institute haben Finanzierungsprobleme, das einzige was noch Geld bringt ist die Varroa und Aufträge der Privatunternehmen (Pflanzenschutz).
    So lange ich mir die Varroa schön warm halte, fließt Geld.
    Wer würde schon seinen Goldesel schlachten?


    Wieso machen sich die Institute nicht die Mühe....
    Muss man darauf noch eine Antwort geben?
    Ich kann dir schon Vorhersagen, dass an dem Tag an dem die Institute die Varroa nicht mehr als Geldquelle haben, der Beutenkäfer in Deutschland auftauchen wird.
    Wie das kann schon bald sein!


    Eric

  • Hallo zusammen,
    wo ist eigentlich das Siegervolk von Unije geblieben?
    Das war doch so eines mit "N-Einschlag".
    Jetzt sind dort nur noch Carnicavölker aufgestellt.
    Obwohl die beim Vergleich nicht so gut ausgesehen hatten.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ein gescheiter Züchter, der in Richtung Varroatoleranz was ereichen möchte, verbindet mehrere Faktoren:
    - Herkunft
    - Haltung
    - Umweltbedingungen
    ...


    Nur dann kann man Tendenzen in Richtung Toleranz oder gar Resistenz gegenüber Parasiten herausfinden.


    Ich habe 2003 einige Völker mit über 5000 Milben eingewintert.
    Im November fielen zwischen 50 und 70 Milben, natürlich ohne Behandlung. Warum haben die Völker so lange durchgehalten?
    Sind sie etwa resistent? Nein! Nicht mal tolerant!
    Es war in meinen Augen Zufall.
    Die Völker wurden sehr stark eingewintert (ca. 15000 Bienen) und haben bis zum Frühjahr sehr stark abgebaut. Mit dem Verlust an Biene haben sich auch die Milben verabschiedet. Trotzdem habe ich mit dem Startkapital von 4000 Bienen ertragreich geimkert. Vermutlich befinden sich jetzt nicht außergewöhnlich viele Milben in diesen "außergewöhnlichen" Völkern. Auch die Entwicklung eines Volkes muss unbedingt zur Klärung vermeintlicher Toleranzen beobachtet werden.

  • Hallo zusammen,
    man muß auch mal was finden.
    Unter Varroabekämpfung steht es ja.
    Das Volk steht in Kirchhain.
    Da steht es da so in der Gegend, und macht nichts.
    Außer vielleicht Honig sammeln.
    Vielleicht darf es wenigstens noch seine Drohnen ausschicken, um
    seine (hoffentlich) vererbbare Varroatoleranz weiter zu geben?
    Was haben die mit dem Volk vor?
    Wenn ich z.B. eine Königin kaufe, habe ich die auch nicht "nur so".
    Viele Grüße
    Lothar

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  • Hallo Sabi(e)ne Hallo Imkerkollegen


    Nur weil nicht gleich jemand schreit: "Ich erforsche was gegen die Varroa" heißt das noch lange nicht das sich niemand drum kümmert.


    Mir ist bekannt das z.B. die biologische Bundesanstalt in Darmstadt in Imkerzeitschriften dazu aufgerufen hatte anomale Varroen einzuschicken um naqchzuforschen ob Viren oder ähnliches zur eventuellen Erkrankung der Varroa geführt haben. Aber erstens kann auch ein Imker nicht alles lesen was passiert und 2. Kann die beste Forschung auch keine Ergebnisse aus dem Ärmel schütteln. Frag mal bei der biologischen Bundesanstalt nach wie das Echo auf den Aufruf bei den Imkern war ich kann die hier gerne die Rufnummer hinschreiben. 06151/407-0.
    Also nur weil wir nichts wissen ob jemand an solchen Sachen forscht, steht uns noch lange nicht das Recht zu hier zu behaupten es passiert nichts.


    Mit imkerlichen Grüßen


    Reinhard

  • Hallo Sabine,


    es gibt interessierte Imker, die sich eine (mehr oder weniger) bunte Mischung verschiedenster Bienenherkünfte zulegen, und auch keine Hemmungen haben, sehr wehrhafte mediterrane Mellifera mit einem an unser Klima völlig unangepassten Brutrhythmus zuzulegen. Dein Schwarm klingt nach solchen Bienen. Ich lege gerne mal ein paar Flügel auf den Scanner, wenn Du mir welche schickst.


    Die meisten der französischen Ökotypen (ja, die haben mindestens 4 verschiedene!) passen nicht zu unseren Klima- und Trachtverhältnissen, und auch der Faktor Sanftmut wird dort oft nicht so hoch bewertet wie hier. Wenn die nur zweimal im Jahr (nämlich zur Honigernte) an die Völker gehen, schmeißen die sich halt in Rüstung :D


    Viele Grüße


    Hedy

  • Hallo, Hedy,


    die schwarzen sind nach drei Tagen wieder ausgezogen...trotz Futter.
    Die einzige Vermutung, die ich dazu habe ist, daß ihnen die 4,9 MWs nicht behagten, aber das ist nur eine Vermutung.
    Nachdem ich mich mittlerweile richtig schlau gemacht habe, was die Dunklen angeht, bin ich fast ein bißchen traurig darüber...
    ..anderseits bin ich angesichts ihrer Schwarmfreudigkeit ziemlich sicher, daß hier noch öfters welche vorbeikommen werden :lol:
    Sollte das im nächsten Jahr tatsächlich passieren, komme ich gern auf dein Angebot zurück!

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    Bruce Springsteen