• Ich war gestern abend nach Sonnenuntergang meine KS füttern.
    Bei zweien war die Königin schon beim Einschlagen bzw. am nächsten Tag tot, wodurch auch immer.
    Der eine KS ist dringeblieben *wunder*, und ist schön am Futtern und am Bauen.
    Die Bienen vom anderen haben sich davon gemacht, und sich bei zwei anderen eingebettelt.
    Und in diese Beute scheint ein Heideschwarm eingezogen zu sein...
    Es ist definitiv keine Räuberei, da nur minimaler Flugverkehr und sie sitzen auch recht friedlich auf den MWs.
    Aber rabenschwarze Bienen! Und reichlichst davon! Uaaaahhhh!
    Es war schon zu dunkel, um nach einer Königin zu suchen, das mache ich heute am Spätnachmittag.
    Was mache ich denn jetzt damit?
    Sie so laufen lassen, umweiseln jetzt oder im Frühjahr, abschwefeln?
    Einerseits die Chance, zu sehen wie sie mit den kleinen Zellen klarkommen, andererseits will ich diese Sorte überhaupt gar nicht haben...


    Ich wäre für konstruktive Ratschläge sehr dankbar... :o

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,
    wenn es wirklich "Rabenschwarze" (die Vögel haben eigentlich ein recht bunt irisierendes Federkleid) Bienen sind, und Du diese nicht haben willst,
    bring sie mir vorbei, vielleicht vertragen sie sich mit "Braunen"?!
    Platz habe ich noch genug.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Sabi(e)ne,


    wenn Du sie gar nicht brauchen willst, fange doch die Königin raus und teile den Rest auf deine KS auf, die freuen sich momentan über jede Biene, die Farbe ist denen ziemlich wurscht..
    Oder lass sie doch mal fis zum Frühjahr bauen, waäre doch mal interessant zu sehen, was sie zustande bringen.
    PS:
    Es freut mich ungemein, dass du deine KS doch fütterst, nach deinem Posting letzte Woche wurde es mir doch etwas blümerant. :wink:


    Grüße aus dem Saarland


    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael :
    wie kommst du auf die Idee, ich würde sie nicht füttern?
    Mit "kein Puderzucker" meinte ich die Varroa-Blaster-Methode, sprich ich werdenicht behandeln. Von "nicht füttern" stand da nix... :P 
    Über alles andere muß ich noch was nachdenken; ich will nix tun, was mir hinterher leidtäte...


    Lothar
    ich hab mich noch nicht entschieden, das merkt man ja, erst mal gucken, was da drin wirklich los ist. Buckis sind es jedenfalls nicht.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne,


    du hast irgendwo sinngemäß geschrieben: "Ich habe meine KS eingeschlagen, Futter und Pollenversorgung sind noch vorhanden" oder so ähnlich.
    Das sah tatsächlich so aus, als gäbe es für deine Kunstschwärme kein Zufüttern.
    Das du den Puderzucker als Varroamittel verstanden hast, war mir schon klar.[/i]

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Sabi(e)ne,
    behalt die "Dunklen" erst mal´im Auge.
    Sicherlich sind es eher "versteckte" Carnica-Landbienen statt wie von Dir
    vermutet "Heidebienen".In einigen Gegenden noch ein höherer Anteil von A.m.mellifera dabei und eine "Verkrainerung" noch nicht so weit fortgeschritten .
    Sollten bei Dir noch Bienen mit hohem Heidebienenanteil vorhanden sein,
    kommst Du mit Schwarmverzögerung (verhindern geht bei denen wirklich nicht :lol: ) und Schwarmannahmen nicht aus der Übung. Sonst verlernst Du das noch bei deinen Buckis :wink: .
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Sabi(e)ne


    Aber rabenschwarze Bienen! Und reichlichst davon! Uaaaahhhh!


    :o Sabi(e)ne, solchen Rassismus hätte ich aber nicht von dir erwartet. :o
    Wer sagt dir denn, daß diese Bienen nicht genau die Gene haben, die du suchst? Ich dachte immer, die Buckfastimker interessieren sich nicht für Äußerlichkeiten. Nur innere Werte Farbe , Kubitalindex usw. sind belanglos?!?
    Verstehe mich nicht falsch! Ich habe hohen Respekt vor deinem Vorhaben, eine varroatolerante Biene zu suchen. Allerdings kenne ich bisher niemanden, der dieses tolle Ziel in Mitteleuropa nur annähernd erreicht hat. In wärmeren Klimazonen scheint es wohl einfacher zu gehen (Südamerika, Lusbys...). Varroatolerante Bienen aus Südamerika, die nach Mitteleuropa gebracht wurden erwiesen sich hier leider nicht als varroatolerant. Daher kann man wohl Erfolge aus den warmen Regionen nicht auf unsere Gegend übertragen.
    Kennst du Leute die in Mitteleuropa mit varroatoleranten Bienen imkern?
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Wespenkönig schrieb:

    Hallo Sabi(e)ne


    Allerdings kenne ich bisher niemanden, der dieses tolle Ziel in Mitteleuropa nur annähernd erreicht hat.


    Du kennst eindeutig zu wenig wichtige Leute! Zum Beispiel Dr. John Kefuss in Frankreich, um nur einen zu nennen.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo, Wespenkönig,


    ich und ein paar andere kennen sogar welche, die dieses Ziel in noch kälteren Regionen als Deutschland erreicht haben bzw. auf dem besten Wege dahin sind...


    Natürlich hast du insofern recht, als daß genau dieser Findling die Gene haben könnte, die ich brauche.
    Aber, wenn du sie live erleben würdest, - nein, danke.
    Nichts, aber auch gar nichts vom Verhalten, das ich von den Buckis gewöhnt bin.
    Für Buckis reicht der Wassersprüher, und nicht mal den brauche ich oft.
    Heute nachmittag hätte ich eine Nebelbombe zünden können und es hätte nicht viel geholfen.
    Und bitte, was will ich mit einer Sorte, die Anfang August noch Schwärme abgibt?
    Ich habe jahrelang mit dem Schwarmtrieb der Carnis gekämpft, und oft genug verloren :lol: 
    Das muß ich mir nicht mehr antun...
    Ich denke, daß durch den dynamischen Zuchtweg auch die Buckis das Potential zur Varroatoleranz haben, und das Arbeiten mit ihnen ist auf jeden Fall angenehmer...
    Ich bin nicht der Herr Kehrle mit dessen Möglichkeiten, bis zu sieben Jahre auszuprobieren, ob etwas paßt oder nicht, die Ressourcen habe ich einfach nicht.
    Und zugegebenermaßen in diesem Fall auch nicht die Nerven. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, Sabine,


    laß' sie doch mal machen! Der Mellifera-Einschlag ist doch was schönes (nicht wahr, Lothar?), und erinnere Dich mal an die Rasse des einzigen überlebenden Volkes von Unije... Die Stechlust hast Du doch nach ein paar Generationen 'rausgezüchtet, dazu mußt Du nicht Kehrle heißen. Und einen Schleier besitzt Du auch. Augen auf und durch!


    Auf der Buckfast-Züchtertagung im März gab es ja den hier schon heißest diskutierten Vortrag eines Imkers, dessen Biene ohne Abstrich varroatolerant ist. Sein Völkerbestand geht komplett auf einen zugeflogenen Schwarm zurück. Irgendwann hat er mal eine Bienenprobe nach Hohen-Neuendorf geschickt, um sich über die Rasse klar zu werden. Nun rate mal...


    Und stell Dir vor, in ein paar Jahren reißen sich alle um die Nachzuchten Deiner N123(SE)..., die berühmte Mellifera-Buckfastlinie von der Weser. Warum denn immer Anatolica? Du wärest ja auch nicht die einzige mit einem N in den Pedigrees... :wink:


    Ich nehm' Dir auch eine Tochter ab, wenn sie überlebt... Egal, wie sanftmütig!


    Hoffnungsvolle Grüße, Johannes


    PS: Erinnere Dich mal (ist lange her) :wink: :

    Zitat

    Und, auch wenn ihr mich dafür haut, ich hätte lieber eine gallige, aber varroatolerante Biene, als eine zahme, die an den Milben stirbt...


    Zitat

    Ich setze auf maximal verschiedene Genetik; irgendwo muß es doch Bienen geben, die damit klarkommen!

  • Johannes :


    Das geschieht mir wohl recht, daß du mir meine eigenen Worte um die Ohren haust! :lol::lol::lol: 
    Aber, nachdem die erste Aufregung abgeklungen ist, hab ich sie heute früh in die hinterste Ecke vom Grundstück gekarrt und da bleibt sie jetzt. Und wird mitgefüttert.
    Und ich werde mir noch ein paar Overalls zulegen müssen, das ewige Waschen vertragen die nicht... :lol: Sie sind wirklich sehr stichig.
    Mal sehen, was im Frühjahr da noch steht. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne, Hallo Reiner


    Zitat

    Hallo, Wespenkönig,


    ich und ein paar andere kennen sogar welche, die dieses Ziel in noch kälteren Regionen als Deutschland erreicht haben bzw. auf dem besten Wege dahin sind...


    Entschuldigt, aber das verstehe ich nicht ganz. (Rhetorik ein)Wenn du und Reiner schreiben, daß es varroatolerante Bienen in Mitteleuropa gibt verstehe ich nicht warum ihr euch nicht einfach Königinnen schicken laßt(Rhetorik aus). Dann würde es doch keinen Sinn machen eine Menge Kunstschwärme unbehandelt an die Wand zu fahren. Oder hast du Königinnen eingeweiselt, bei denen die Varroatoleranz (in anderen Regionen?) schon erreicht ist?
    Leider wurde die letzten Jahre mit angeblicher Varroatoleranz den Imkern ein Haufen Geld für Königinnen aus der Tasche gezogen, deren Völker dann doch nicht unbehandelt überlebten. Ich denke an die Königinnen mit hohen Varroakillerfaktor oder die russischen Königinnen für die bis 500 DM verlangt wurden. Oft wurden auch Einzelergebnisse hochgejubelt, die sich dann nicht reproduzieren liesen.
    Sicher wurden auf dem Gebiet Fortschritte gemacht, aber das Ziel einer varroatoleranten Biene in Mitteleuropa wird seit 20 Jahren verfolgt.
    Von einer genetisch fixierten Varroatoleranz kann man erst sprechen, wenn die Bienen unbehandelt ca. 3-4 Jahre überlebt haben, und das nicht nur bei ihrem Züchter sondern in einem Ringtausch mit einer größeren Zahl von Imkern in verschieden Gegenden. Ich weiss von keinem Fall wo dieses Ziel in Mitteleuropa bisher erreicht wurde. Wenn ich das verschlafen haben sollte bitte ich mich auf eine entsprechende Quelle hinzuweisen.


    reiner


    Wespenkönig hat folgendes geschrieben:
    Hallo Sabi(e)ne


    Allerdings kenne ich bisher niemanden, der dieses tolle Ziel in Mitteleuropa nur annähernd erreicht hat.



    Du kennst eindeutig zu wenig wichtige Leute! Zum Beispiel Dr. John Kefuss in Frankreich, um nur einen zu nennen.



    Von Kehfuss habe ich gelesen, daß er in Südfrankreich Carnicas und Intermissas unbehandelt seit einigen Jahren hält. Die Carnicas sind inzwischen eingegangen und einige Intermissas haben lange überlebt. Die Intermissa ist aber eine Nordafrikanische Biene, die im Sommer das Brüten einstellt, und im Winter durchbrütet, so also nicht nach Mitteleropa passt. Sie könnte allerdings als Grundlage für Varroatoleranzzüchtungen brauchbar sein. Von jetzt schon Ziel erreicht würde ich nicht reden. Oder gibt es neue Infos.


    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo, Wolfgang!


    zu Dr. John Kefuss (Frankreich):


    - seit 10 Jahren keine Behandlung mehr (in gewinnbringend arbeitender Berufsimkerei mit mehreren Hundert Völkern).


    - reine Standbegattung, also Basiszucht, Intermissaanteil in den Bienen daher wohl nur noch in kleineren Anteilen, in der Gegend überwiegt Mellifera (franz. Landbiene).


    - Hauptselektionskriterium: Überleben. Nebenkriterium: Ausräumverhalten.


    - keine Verwendung kleinzelliger Mittelwände.


    - Prüfung "neuer" Völker: zur Beschleunigung der Ausselektion nonresistenter Völker Zuhängen von Waben aus Völkern mit extrem hoher Varroalast ("Live or die now"-Prinzip, Kefuss nennt es "Bond's accelerated test". Die "normale Bond-Methode" folgt lediglich dem Prinzip "Live and let die"). (Wobei hier ein Problem ist, solche milbenbelasteten Waben zu bekommen, da in den etablierten Völkern die Milbenlast inzwischen viel zu gering ist {das geht bis hin zur Suche nach hoch varroabelasteten Völkern per Annonce - kein Witz!}). Es handelt sich also bei Kefuss' Bienen um varroresistente Völker (das ist nicht das gleiche wie Varroatoleranz! Diese haben viele Milben, bleiben aber gesund).


    - Völkerverluste je Saison ca. 20% (regionales Mittel in Toulouse 40%), wobei hier nicht nur die etablierten Völker mitgerechnet werden


    - der Einbezug dieser Bienen in die Buckfastzucht war geplant, scheiterte aber bisher an logistischen Problemen (stimmt doch, Reiner, oder?)




    zu H. L. (Deutschland):


    - 1993 Neubeginn der aufgegebenen Imkerei mit zugeflogenem Schwarm, der unbehandelt blieb und überlebte.


    - Seitdem keine Behandlung mehr, auch keine "biotechnischen Maßnahmen". Betriebsweise "wie vor der Varroa".


    - keine Verwendung kleinzelliger Mittelwände.


    - Einziges Selektionskriterium: Überleben. Die ausgewinterten Völker werden vermehrt.


    - reine Basiszucht, also Standbegattung ohne Belegstellennutzung.


    - Verlustrate ca. 20% (unter regionalem Durchschnitt).


    - Rasse: stark melliferabetonte Landrasse (lt. Merkmalsuntersuchung in Hohen-Neuendorf).


    - die Biene wurde in die Buckfastzucht aufgenommen.




    Es gibt noch mehr.


    Gruß, Johannes

  • Hallo Zusammen,
    Wisst Ihr, was ich für ein Verdacht hege, weshalb Völker mit "N-Einschlag"
    besser mit der Varroa fertig werden?
    Der viel beschriebene unruhige Wabensitz, manche schreiben sogar von Wabenflucht.
    Der Gegensatz dazu die viel verbreitete Carnica: Die Bienen kleben fest an der Wabe.
    Könnte es nicht sein, das die Milben dieses Gewusel nicht mögen?
    Es ist doch sicherlich viel bequemer, in aller Ruhe von Biene zu Biene wechseln zu können?
    Klingt lächerlich, aber auf der Suche nach Möglichkeiten der Varroa-Bekämpfung darf man nichts ausser Acht lassen.
    Wie steht es eigentlich mit folgendem: Krankheiten der Varroamilbe
    als Bekämpfungsmittel, "Ersetzen" unserer agressiven V.-Unterart durch eine andere, nicht so agressive.
    Wie gesagt, nichts ausser Acht lassen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.