Amelunxen Bienenfutter

  • Hallo,


    hatt jemand mit dem Bienenfutter von Amelunxen das zu 0.59 € Probleme gehabt. Einer sagte mir das das Futter übers Winter sehr fest in den Waben sein soll.

  • Hallo, gio,
    das ist der Sirup auf Maisstärkebasis, und nur bei Amelunxen zu kaufen, das Zeugs kommt aus dem Elsaß.
    Lt. unserer hochgeschätzten Institute gibt es damit trotz des hohen Maltose-Anteils keine Probleme bei der Überwinterung...
    Ambrosia oder Api-Invert bestehen hauptsächlich aus Trauben- und Fruchtzucker; der Fruchtzucker hält im Gegensatz zum Malzzucker das Futter in den Zellen weich.
    Angesichts des Preisunterschiedes ist es verführerisch, aber ich persönlich werde noch sehr lange warten, bevor ich das ausprobiere.
    Unter anderem steht in der Deklaration nichts davon drin, daß der Sirup nicht aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt wurde, und schon das ist für mich ein Grund, ihn nicht zu kaufen.
    Meine Bienen sind doch nicht Resteverwerter für Mais, der nicht anders loszuwerden ist!

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,
    ich muss dir da heftig widersprechen.
    Woher der Amelunxen sein Futtersirup hat und was da drin ist, weiß ich nicht.
    Der Futtersirup, der im Elsass in Mussig verkauft wird, wird aus Weizenstärke hergestellt, in dem keinerlei genveränderte Materialien verarbeitet sind.
    Als ich Anfang Juli dort war, habe ich, bevor ich irgend etwas gekauft habe, nachgefragt, und mir wurde versichert (und durch Zertifikat bescheinigt) dass sich keinerlei genverändertes Material in dem Futtesirup oder -Teig befindet.
    Der Verkäufer (übrigens "Erfinder" des Rezepts) ist selbst Berufsimker und massgeblich an den Verfahren gegen Bayer bezüglich Imidacloprid u.a. in F. beteiligt. Er wäre ja schön blöd, sich ein solches Ei ins Nest zu legen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, Michael,
    das Zeugs heißt HF1575 und kommt aus Frankreich.
    Das gibt es natürlich nicht nur da zu kaufen, sondern ich wollte damit sagen, Amelunxen ist nicht der Hersteller.
    Und das ist aus Maisstärke und hat einen sehr hohen Maltoseanteil.
    Ich habe auch nicht behauptet, daß da gentechnisch veränderter Mais drin sein muß, ich habe gesagt, daß es kein Zertifikat über das Gegenteil gibt.
    Weißt du die prozentuale Zusammenstellung dieses elsässischen Futters? Frucht-und Traubenzucker? Wäre interessant zu wissen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    jetzt bringst du mich ins Schwimmen; ich habe ein Inhaltsstoffen-Zertifikat hier gehabt, aber das ist beim letzten Großreinemachen in den Reisswolf gewandert, weil ich dachte, ich bräuchte es nicht mehr. :cry: 
    Wenigstens hat man mir versichert (und auch gezeigt), dass gar kein Mais, geschweige denn gentechnisch veränderter, verarbeitet wurde, sondern Weizen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, Sabine,


    Api-HF 1575 war bis vor 1 oder 2 Jahren aus Maisstärke. Wegen des (wenn auch geringen) Risikos einer GVO-Kontamination wurde derzeit auf Weizenstärke umgestellt.


    Mir geht's wie Michael, die Analyse ist verschollen; es ist auch Maltose drin, allerdings nicht überwiegend! Aber das ist ja nicht die entscheidende Frage. Entscheidend ist vielmehr, daß es problemlos vertragen wird und den Bienen so gut bekommt wie Invertzuckersirup. Das sagen mir jedenfalls die, die es seit längerer Zeit und inzwischen in großem Stil verwenden. Beim Füttern von Ablegern sei eher ein leichter brutstimulierender Effekt zu verzeichnen (vielleicht sind da die Mehrfachzucker gar nicht so schlecht - das gleiche Phänomen einer Stimulation soll es ja auch bei Lärchentracht geben, nur kommt hierbei das dicke Ende mit der Melezitose hinterher).


    Das Gerücht des Auskristallisierens stammt aus einer von Südzucker finanzierten Studie, denen dieses Ergebnis sicher nicht unangenehm war (ich hatte seinerzeit mehrere Links dazu gefunden, ggf. mal über Google suchen). Es ist in keiner anderen Studie bestätigt worden, im Gegenteil, dort ist immer von problemloser Überwinterung die Rede.


    Viele Grüße, Johannes

  • Hier ist sie, die Analyse. Tatsächlich hat Maltose doch den höchsten Anteil. Im Übrigen siehe oben.


    Analyse von Bienenfuttersirup API HF 1575


    Trockensubstanz 75%
    Brix(20 Grad) 75 Grad
    Brechungsindex 1,478
    Fructose 16%
    Glucose 22%
    Maltose 42%
    Maltotriose 8%
    Höhere Zucker 15%
    pH 3,5
    Farbe 20 IU
    Dextroseäquivalent 66%


    Viele Grüße, Johannes


  • Für Interessenten: http://www.buckfast-niedersach…/boersevandenbongard2.htm


    Hallo,


    die Maltotriose (sie besteht aus 3 Glucose-Bausteinen) wird vermutlich zum größten Teil noch während der Auffütterung über den Zweifachzucker Maltose (= 2 Glucose-Bausteine) in Glucose gespalten.
    Die 42% Maltose und 8% Maltotriose erhöhen also im Winterfutter den Glucose-Anteil;
    und vom Rapshonig wissen wir, dass er wegen des hohen Glucose-Gehalts (im Verhältnis zur Fructose) recht fest wird.
     
    Zum "Dextroseäquivalent 66%" (Dextrose = veralteter Name der Glucose):
    Reine Glucose hat den Wert 100.


    Das größere Problem wäre aber für mich der relativ hohe Anteil (15%) "höhere Zucker".


    Da sind außer der Maltotriose also noch andere Dreifach-Zucker (= Triosen) in diesem Sirup drinnen,
    oder gar noch höherwertige, schwer verdauliche "Mehrfach-Zucker" (= Oligosaccharide) ?


    So ist zB. der Dreifach-Zucker Raffinose (genau wie die Melezitose) im Winter ein Gift für die Bienen.

    Deshalb nehme ich beim Discounter immer die praktisch raffinose-freie Raffinade (= EG-Kategorie I, unter 1% Raffinose-Gehalt), während EG-Kategorie II noch merklich Raffinose enthält.
    Der Preisunterschied ist minimal, gelegentlich ist EG-I- sogar billiger wie die schön farbig verpackte minderwertige EG-II-Qualität !
    In meiner Mini-Imkerei gibt es gegen den Schock des Honigraum-Abräumens noch am selben Abend eine Raffinade-Lösung 1 : 1.
    Nach der Ameisensäure folgt dann die Auffütterung mit Apiinvert-Sirup.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo zusammen,
    da mir auf meine Frage was hinter der Bezeichnung Bienenfuttersirup API-MELIOSE 221575 steckt,noch niemand geantwortet hat,versuche ich es hier noch einmal. :cry: Handelt es sich etwa um das gleiche Futter,von welchem weiter oben geredet wird? (Api-HF 1575) :roll: 
    Würde mich freuen,wenn mich jemand aufklärt,bzw.mir seine Erfahrung damit mitteilt.
    Danke!!!!!!!!

  • Hallo, Dieter,
    scheint hier niemand zu kennen.
    Ruf doch einfach in dem Geschäft an, von dem du den Katalog hast und laß die es dir erklären.
    Oder laß dir die Analysewerte durchsagen und vergleich selbst.
    Mehr fällt mir dazu nicht ein, sorry....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Habe heute zum zweiten mal bei Amelunxen für die Wintereinfüttrrung obiges Flüssigfutter für meine Bienenvölker eingesetzt bin sehr zufrieden mit dem Produkt. Es ist ein aus Franmkreich stammendes Material aus Weizen gewonnen mit einem Festzuckeranteil von ca.75,0%. Die Bienen nehmen das Futter schnell ab die Räuberei beim versehendlichen klackern ist gering. Habe heute 34 Völker eingefüttert. Vorher hatte ich Waben vom letzten Winter bewußt mit einer Entdechelungsgabel geöffnet, aber keine Futterwabe hatte auskristallisietes Flüssigfutter. Bei Südzucker oder Nordzucker kam das immerwieder mal vor. Besonders wenn Futterteig verabreicht wurde. Trotz 80km Anfahrt lohnt es sich bei dem Preis von 59cent. Imkervereine könnten sich in Süddeutschland zusammentun und 5*1cqm Abfüllfässer anschaffen und Herr Amelunxen würde anliefern für 59cent. Der Preis ist harte Konkurenz für das Zucker Monopol.Packen wirs an.

  • Habe heute zum zweiten mal bei Amelunxen für die Wintereinfüttrrung obiges Flüssigfutter für meine Bienenvölker eingesetzt bin sehr zufrieden mit dem Produkt. Es ist ein aus Frankreich stammendes Material aus Weizen gewonnen mit einem Festzuckeranteil von ca.75,0%. Die Bienen nehmen das Futter schnell ab die Räuberei beim versehendlichen klackern ist gering. Habe heute 34 Völker eingefüttert. Vorher hatte ich Waben vom letzten Winter bewußt mit einer Entdeckelungsgabel geöffnet, aber keine Futterwabe hatte auskristallisietes Flüssigfutter. Bei Südzucker oder Nordzucker kam das immerwieder mal vor. Besonders wenn Futterteig verabreicht wurde. Trotz 80km Anfahrt lohnt es sich bei dem Preis von 59cent. Imkervereine könnten sich in Süddeutschland zusammentun und 5*1cqm Abfüllfässer anschaffen und Herr Amelunxen würde anliefern für 59cent. Der Preis ist harte Konkurenz für das Zucker Monopol.Packen wirs an.
    MfG
    Helmuth

  • Api HF (22)1575 hat seinen Namen vom gehalt an Glucose =22%, an Fructose =15% und seiner Trockenmasse von 75%.


    Mich würde interessieren ob jemand, der mehr als 25 Völker damit eingefüttert hat und dies auch schon mehr als einmal gemacht hat mit Api Hf 1575 schon schlechte Erfahrungen machen musste hat und wenn ja welche.


    Gruß Beemichael