Ausbau von Mittelwänden

  • Hallo Imkerfreunde.
    Ich habe jahrelang auf einer NM Einheit überwintert.Ich imkere in einem klimatisch rauhen Gebiet. Heuer gibts wenig Honig-aber noch viel Brut.
    Deswegen möchte ich versuchen, ca 10 Völker auf 2 Einheiten zu überwintern. Ich imkere mit der Carnica.
    Ein Imker hat den Rat gegeben, 5 ausgebaute Waben und 5 MW in die unterste Einheit (mit der Wabe der Königin) zu placieren. Darüber ein Absperrgitter - und in der 2. Einheit die noch auslaufende Brut.
    Angeblich werden die MW bei ausreichender und durchgehender Flüssigfütterung schön ausgebaut - und noch bebrütet. In der 2.Einheit sollen die auslaufenden Brutwaben schön angetragen werden. Nach der Auffütterung sollte man das Absperrgitter herausnehmen. Die Bienen zehren sich dann angeblich im Winter in die obere Einheit (zum Futter) durch.
    Wie gesagt, es handelt sich um einen Rat, welchen ich hinterfragen will, weil ich im nächsten Frühjahr wieder meine Immen auswintern will, und nicht tot am Bodenbrett vorfinden möchte.
    Mit Dank
    Tschiwi

  • Grüß Gott Tschiwi,


    ich bin zwar nicht gerade ein Profi bei der 2-räumigen Überwinterung, da ich auf Dadant imkere, aber mir ist eines aufgefallen. Deine Beschreibung klingt viel zu kompliziert und ausserdem werden Mittelwände nach oben besser ausgebaut. Ich würde die neue Zarge mit den leeren Waben und den Mittelwänden ohne Absperrgitter aufsetzen und nicht untersetzen. Danach würde ich zunächst mit Zuckerwasser 1:1 leicht aber stetig füttern. Anschließend kann man für den Winter normal einfüttern. Ich weis leider nicht wie viel Du normal einfütterst, aber evtl. ein paar Kilo mehr können nicht schaden, Du hast ja Platz 8) . Die Bienen bauen normalerweise die MW noch ganz gut aus und im Frühjahr wird die Königin in der obersten Zarge mit den Bienen zu brüten beginnen. Im zeitigen Frühjahr könnte dann die untere Zarge abgenommen werden um die alten Waben auszusortieren.


    Die Bienen und deren Königinn wissen bestimmt besser wann sie welchen Raum wie nutzen möchten. Ferner braucht bei meiner Beschreibung im späten Herbst nicht mehr die Zargen auseinender genommen werden um das Absperrgitter zu beseitigen, dieses Risiko würde ich vermeiden. Wer weis ob dann das Wetter noch mit spielt für so einen späten, starken Eingriff.



    Gruß
    Franz

  • Moin Fritz,


    was Franz da schreibt ... ist völlig OK. Ich überwintere nur auf zwei Räumen, weil ich damit weder Probleme mit Futterverteilung noch mit Frühstartern habe. Völker die Anfang August also (jetzt :wink:) gesund und ordentlich in Schuß sind sitzen ja ohnehin auf zwei Zargen. (HW aus dem Brutraum und ein BauRahmen wurden durch MW oder LeerW ersetzt) Die werden einfach ganz langsam aufgefüttert bis das Gesamtgewicht stimmt.


    Ableger bekommen eine Erweiterung mit berüteten abgeschleuderten Waben und MW obendrauf und werden ab jetzt genauso gefüttert und geführt wie die abgeernteten Völker.


    Ein Gitter jetzt ist Unsinn, weil die Bienen schon selbst ganz gut wissen, wo sie's Futter haben wollen und wo die Brut. Die Zwei Zargen bleiben ab jetzt bis zur Winterbehandlung zusammen. (Weil die schwer werden, stelle ich gleich nach der AS-Behandlung die Kletterzarge unter und füttere erst dann weiter)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder