Das Verstellen von Jungvölkern unterhalb von 3 km

  • Wie gehe ich vor wenn ich die Völker innerhalb von 1,5 bis 2 km verstellen muss (Umzug ins Bienenhaus)
    Muss ich sie im Keller stellen und wie lang, mit Futter??
    Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus.



    Gerade muss ich lesen das ich Ableger habe keine Jungvölker.
    Schön das es dieses Forum gibt.


    Rüdiger

  • Moin Rüdiger,


    stell' Deine Ableger drei Wochen lang weiter weg und dann zurück. Sonst riskierst Du alle Bienen, die schon wissen wo sie wohnen.


    Man kann das auch ausnutzen. Stell Deine alle bis auf eines (oder einige wenige) an den neuen Standort. Sämtliche Flugbienen betteln sich dann innerhalb der nächsten zwei Tage bei diesem Volke ein. Sowas kann manchmal Sinn machen, aber nicht unbedingt bei Ablegern, wo man jede einzelne Biene haben will. Das ist praktisch das Gegenstück zum Sammelbrutableger, also ein Sammelflugling. :lol: Im Frühjahr oder in der Trachtpause sofort nach dem Raps ist das sogar clever.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry!


    Wie würde sich das verhalten, wenn alle Beuten umgestellt werden würden (da gäbe es die Möglichkeit des Einbettelns nicht) ?
    Das Problem wird sich demnächst bei mir stellen, da ich von Hinterbehandlungsbeuten (im Bienenhaus stehend) auf Langstrothmagazine umsteigen werde, und die dann ca. 200m weiter weg im Freien aufgestellt möchte (Gruppenaufstellung), zur Zeit drei Völker (Am liebsten wäre mir aber, wenn ich die jetzt nicht für ein paar Wochen ein paar Kilometer weiter weg stellen müsste).


    Danke für Antworten, vielleicht gibts dazu ja Erfahrungen


    Grüße
    Christian

  • Hallo Christian,


    stell sie weg. Für 2-3 Wochen.
    Du darfst gerade jetzt im Herbst die Gefahr durch Räuberei nicht unterschätzen.
    Und Bienen, die suchend hin und her fliegen, haben ganz schnell einen Ableger oder so gefunden, der dann dran glauben muss.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin grissley,


    wenn die Beuten nur einfach innerhalb des Flugkreises weggestellt werden und es keine Möglichkeit zum Einbetteln am alten Standort gibt, gehen die Bienen ein, zu Grunde, verhungern erfrieren, werden Opfer der Vögel und Hornissen. ...


    Ich glaube man kann erkennen, was ich darüber denke. :cry:


    Bei den Amis und in anderen Gegenden ist es aber üblich auf die "paar" Flugbienen zu verzichten. Dort werden Paletten mit offenen Fluglöchern transportiert. Wer nicht drin war oder nicht drin bleibt ist halt "Verlust"

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry!


    Was du darüber denkst, ist eindeutig erkennbar :wink: 
    Dass Damen dabei zugrunde gehen, ist eigentlich das Letzte was ich will, ich brauch sie ja noch :oops: 
    Also ich habe jetzt eigentlich nicht viele Alternativen dazu:
    1. Entweder die neuen Beuten im Bienenhaus austauschen, dort dann die neuen stehen lassen (möchte ich aber nicht), ich möchte ins Freie mit den Beuten.
    2. Die Beuten im Bienenhaus austauschen, dann im Frühjahr BEVOR die Bienen wieder zu fliegen beginnen (VORSICHTIG) an den neu angedachten Standort bringen.
    3. Bienen wegstellen (außerhalb des jetzigen Flugkreises) und dann nach ca. 3 Wochen an den neuen Standort zurückstellen.


    Danke auf alle Fälle für die Antworten
    Grüße
    Christian

  • Ich wähle Antwort 3 :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • habe alle 6 Bienenbeuten bis auf eine umgestellt und wie mir schon geraten wurde eine Beute (Minniableger) stehen lassen.


    Gegen Abend hatten sich noch zwei kleine Trauben an den alten Beutestandpunkten gebildet welche ich gerade (23 Uhr) etwas mit der sprühflasche besprüht habe und sie dann ganz vorsichtig auf eine Kehrschaufel gefegt und vor dem Minniableger vorsichtig wieder abgelegt.
    Innerhalb weniger Minuten waren alle Bienen in der Beute verschwunden.
    Glücklicher Weise habe ich eine verdammt Klasse Freundin die die Taschenlampe so gehalten hat, das die Bienen nicht direkt angestrahlt wurden.
    Bin mal gespannt wie die Bienen sich morgen verhalten.


    Wollte es Euch nur mitteilen, weil ich selbst aus diesem Forum gelernt habe.



    Mit lehmigen Grüßen
    Rüdiger

  • Hallo Christian!
    Warum stellst Du auf Langstrothmagazine um?
    Da hast Du ja wie bei Zander und Co. wieder einen getrennten Brutraum.
    Dieses Maß macht Sinn, wenn Du u.a. in den Lavendel wanderst.
    Machst Du das?
    Dann würde ich auf bienengerechten Brutraum setzen.
    Gruß
    Klaus Bäuerlein, Abenberg :roll:

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • Hallo Klaus!


    Zuerst mal danke für dein Interesse.
    Ich stelle auf Langstroth um, weil ich die Hinterbehandler sehr sehr unpraktisch finde (das sind noch ganz alte Beuten von meinem Schwiegervater und dessen Vater), wo es sowieso Zeit wird, da mal etwas zu erneuern.
    Magazinbeuten sind einfach praktisch weil man schön von oben dazu kommt. Langstroth auch deshalb, weil viel gutes darüber geschrieben steht, und dieses Maß denk ich mal für die Carnica auch ganz ok ist.
    Buckfast ist ja bei uns in "felix austria" so ein Thema :wink:


    Werde die dann auch in Gruppen (Bruder Adam) aufstellen, deshalb auch raus vom Bienenhaus.
    Habe auch schon an Dadantbeuten gedacht, aber letztendlich muss man sich für irgendeine entscheiden.


    In den Lavendel wandere ich nicht, weils den bei uns nicht so in Massen gibt (Oberösterreich). Bin auch dabei bei mir auf der Wiese Lavendel in größeren Mengen aunzubauen (mal schaun was es wird).


    Schöne Grüße
    Christian

  • Hallo Christian!
    Ich bin keinesfalls ein Missionar, aber bei Langstroth wirst Du um 2 Bruträume nicht umhin kommen (u.a. bei der Einfütterung).
    Es gibt da nur ein "AUFSETZEN" oder "NICHT AUFSETZEN".
    Bei einem System wie der Dadantbeute bist Du auf alle Zeiten flexibel.
    Du imkerst in einem Brutraum, mußt keine Verbauungen zerreisen, kannst die Brutnestgröße jeder Königin anpassen und wirst dadurch auch mehr Honig ernten können, soweit Du nicht aus dem Brutraum schleuderst.
    Wenn Du ein Jahr wenig Honig haben willst, dann kannst die Bienen auf 12 Bruträhmchen laufen lassen (hab ich gemacht wegen Umbau) und hast dann wenig arbeit (~ natürlich auch weniger Honig).
    Ich imkere auch mit der Carnica im Dadant und da zeigt sich schon zu einem kleinen Wabenmaß der Unterschied zu anderen Rassen.
    Aber in zwei Bruträumen (~ Leistungskönigin) kann sich dies trotzdem wegen dem zuviel an Platz negativ verhalten.
    Jede Biene sollte ein artgerechte Behausung bekommen.
    Für Deine ganz persönliche Entscheidung alles Gute.


    Gruß
    Klaus Bäuerlein, Abenberg :wink:

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • Hallo Klaus!


    Danke für deine Anregungen und Erläuterungungen der Erfahrungen mit Dadant.
    Ich war bis jetzt eh noch nicht so ganz sicher, ob Langstroth oder Dadant.
    Du hast mein Nachdenken nochmal ordentlich angekurbelt und das ist gut so :D Habe seit deinem vorletzten Posting hier gegrübelt über Vor- und Nachteile beider Maße, beide dann auch nochmal verglichen (optisch, anhand eines Blatt Papiers, dass ich mir zugeschnitten habe). Und deine Argumente jetzt, haben mir eine Entscheidung leichter gemacht. Ich werde Dadant probieren (die Möglichkeit habe ich ja noch, weil ich die Beuten erste im Laufe der nächsten Woche bekommen werde, und da kann ich mich noch umentscheiden). Werde dann berichten, wenn alles soweit läuft.


    Danke nochmal
    L.G. Christian