Wer kennt diese Pflanze ?

  • Hallo,


    wer kann mir sagen was das für eine Pflanze ist, die Blüten sehen wie Pinsel aus.
    Diese Pflanze wird von Bienen und Hummeln beflogen.

  • Sieht für mich schwer nach einer "Acker-Kratzdistel" aus.
    Wächst wie Unkraut, und riecht lecker?


    Wächst auf Äckern, Schuttplätzen etc.; vor allem bei reichlich
    gedüngtem Boden.
    Angeblich hat sie 2.5 m tiefe Wurzeln und wächst aus kleinsten
    Wurzelresten wieder neu. Also unkaputtbar.

  • Danke für euer Antworten erst mal, das es eine Distel ist bezweifele ich aber, von der Form her könnte es eine sein, aber die Pflanze hat keine Stachel oder Dornen, die Wurzel sind Möhrenähnlich.
    Die Pflanze hab ich bis jetzt nur in meiner alten Heimat (Erzgebirge) gesehen, auf der Wiese ist der Boden etwas feucht und sumpfig, auch auf trocknen Boden wächst dieses Kraut, die Höhenlage liegt bei 500 m über NN sonst habe ich dieses Kraut noch nie gesehen.
    Habe mir extra 2 Stauden mitgenommen in der Hoffnung diese in meinen Garten an zu pflanzen, und bei Erfolg später in der Umgebung zu verbreiten.
    Die Pflanze wird von Stein, Garten, Wald, Erd, Baumhummel beflogen und natürlich von Bienen, auch Schmetterlinge kann man beobachten.

  • Lieber Michael, vermutlich handelt es sich um eine Flockenblume.Es gibt hierzulande zwei Varietäten, die in der freien Natur vorkommen: die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) und die Skabiosen-Flockenblume (C.scabiosa). Beide gelten als gute Insektenweide, blühen von Juni bis Oktober rsp. von Juli bis August. Man kann in Gärtnereien eine gezüchtete Flockenblume kaufen; diese sind außerordentlich anspruchslos, vermehren sich rasant und ziehen ebenfalls Hummeln, Bienen, Schmetterlinge an.
    Die Flockenblumen haben die von dir beschriebenen Pfahlwurzeln.
    Viel Glück beim Einbürgern im Garten und bei der Auswilderung!
    Schöne Grüße von Petra

  • Ich habe die Pflanze erflogreich in meinen Garten zum wachsen gebracht 3 Pflanzen mit neuen Trieben gezogen. :D 
    Die Jungpflanzen sehen sehr kräftig aus, die Vermehrung geht scheibar über die Wurzeln.
    Werde die Tage mal hier Bild rein stellen
    Wer will kann nächtes Jahr Ableger haben ,die Pflanze wird stark von Bienen und Hummeln beflogen.

  • 3 Stauden von dieser (Pinselblume) habe ich erfolgreich in meinen Garten angepflanzt.
    Wenn es möglich ist versuche ich Samen von der Pflanze nächstes zu ernten, wer will kann dann welchen haben.
    Die Blüten werden sehr gerne von Bienen, Hummel und Schmetterlingen genutzt.

  • Hallo Michael,


    bei der von Dir abgebildeten Pflanze handelt es sich um die Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cirsium helenioides, früher auch Cirsium heterophyllum).
    Gruß


    Urs

  • Hallo zusammen,


    Urs hat recht: die Bilder gehören zur Verschiedenblättrigen Kratzdistel (Cirsium helenioides, früher auch Cirsium heterophyllum genannt). Die erste Idee mit der Acker-Kratzdistel war also gar nicht so falsch.


    Die Verschiedenblättrige Kratzdistel verdient ihren namen nur z.T., vor allem ist sie kaum "kratzig". Sie ist eine typische Pflanze von feuchten Talrinnen der Alpen, kommt darüber hinaus aber auch in höheren Lagen in Oberfranken, in Hessen (Vogelsberg) und eben im Erzgebirge vor.


    Wie alle Disteln wird sie intensiv von Tagfaltern, Schwebfliegen, Käfern, und eben auch von Hummeln und anderen Wildbienen besucht. In der Tuexenia, Band 8 (1988) wurden in 3 Aufsätzen ihre Vorkommen in Oberfranken analysiert, wovon hier natürlich insbesondere Teil III interessant sein dürfte:


    Reif, A., Weiskopf, A.: Ökologische Untersuchungen an der Verschiedenblättrigen Kratzdistel (Cirsium helenioides [L.] Hill) in Oberfranken. 1. Vergesellschaftung und Standort. S. 101-148


    Weiskopf, A., Romstöck, M., Reif, A., Schulze, E.-D.: Ökologische Untersuchungen an der Verschiedenblättrigen Kratzdistel (Cirsium helenioides [L.] Hill) in Oberfranken. II. Heterophyllie und Standort. S. 149-162


    Romstöck, M.: Ökologische Untersuchungen an der Verschiedenblättrigen Kratzdistel (Cirsium helenioides [L.] Hill) in Oberfranken. III. Cirsium helenioides-Blütenköpfe und ihr assoziierter Insektenkomplex. S. 163-180



    mfg Erwin Rennwald (Dipl.-Biol.)

  • Hallo Erwin,



    ich bedanke mich rechtherzlich für die Information, hätte nicht gedacht dass ich den Namen mal rausbekomme, meine letzte Möglichkeit wer nur noch ein Biologe gewesen.
    Gut das es solche Leute wie dich gibt. :D
    In meiner alten Heimat gibt es sehr viele von den Pflanzen, ich habe diese immer Pinselblume genannt.
    Ich hoffe ich kann diese Pflanze hier einbürgern, der Nutzen ist sehr hoch, viele Insekten finde Nahrung.
    Da ich nicht nur Imker bin, beschäftige ich mich auch mit Hummel und anderen Insekten, und natürlich Pflanzen.