Sehr kleine Königinnen

  • Liebe Freunde,


    meine diesjährigen Versuche Könniginnen nachzuziehen, sind wohl gründlich gescheitert. Das Ergenis ist: Die Königinnen sind allesamt sehr klein, eine ist sogar kleiner als die Arbeiterinnen und hat einen verkümmerten Flügel. Aus der ersten Serie ist die Brut zwischenzeitlich verdeckelt. Ich bin mir nicht sicher, was schief gelaufen sein könnte.


    Ich habe - nach Liebig - jeweils einen starken Sammelbrutableger erstellt mit verdeckelter und auslaufender Brut und nach neun Tagen die wenigen Nachschaffungszellen ausgebrochen. Zwei Stunden später das Zuchtmaterial eingehängt. Umgelarvt hat unser Zuchtobmann aus gekörten Völkern. Jeweils 4 Larven wurden in Pflege genommen. Habe diese Sammelbrutableger einen Tag vor dem Schlupf aufgeteilt und die Zellen zugegeben.


    An den Zellen ist mir nichts aufgefallen, sie waren normal groß. Wo liegt der Fehler? Was kann ich in Zukunft besser machen?


    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo Christoph,


    die Größe des Königinnen sagt primär noch sehr wenig über die spätere Leistung aus. Der Hinterleib der Königin ist noch sehr weich und wird durch das Anschwellen der Eierstöcke nach der Begattung deutlich größer. Am Rückenschild, das sich nicht mehr verändert, kann man, wenn sonst alles in Ordnung ist, erkennen, ob sie gut entwickelt ist.
    Dein Problem scheint aber ein anderes zu sein:

    Zitat

    Die Königinnen sind allesamt sehr klein, eine ist sogar kleiner als die Arbeiterinnen und hat einen verkümmerten Flügel


    Das deutet darauf hin, dass deine Königinnen nicht genug versorgt wurden. Entweder hat der Sammelbrutableger die Jungmaden erst mit Verspätung zu füttern begonnen oder die Zellen haben einen Temperaturschaden erlitten, also zu warm (oder eher) zu kalt gehangen.
    Wenn man nicht im Brutschrank ausbrütet, ist es sinnvoll, die Zellen zwischen verdeckelte Brutwaben zu hängen, damit sie ordentlich gewärmt werden.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Halle Michael,


    Die Sammelbrutableger waren sehr gut mit Bienen besetzt! Die Zuchtlatte habe ich in die Mitte gehängt. Aber es stimmt, die äußeren Wetterbedingungen waren zu dieser Zeit nicht ideal.


    Nach meinem laienhaften Verständnis liegt die Hauptursache wohl in der mangelnden Versorgung der Larven. Eine große Zahl an Jungbienen garantiert noch nicht, dass im rechten Augenblick auch genügend Königinnenfuttersaft vorhanden ist. Das bedeutet aber auch, dass ein Sammelbrutableger nach Liebig nicht der ideale Weg ist, zu guten und vitalen Kö zu kommen.


    Die Kö mit dem verkümmerten Flügel wird nie in Eilage gehen. Ich habe sie aber noch nicht herausgenpmmen, um mir eine entsprechende Ersatzlösung durch den Kopf gehen zu lassen.


    Die genet. Voraussetzungen der Königinnen sind eigentlich gut, vielleicht versuche ich eine Nachzucht von diesen.


    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo Christoph,
    auch ist die Zusammensetzung sowie die "Stimmung" im Sammelbrutableger wichtig.
    Ein Tipp:
    Als ich anfing, Königinnen zu züchten, habe ich einfach einem starken Wirtschaftsvolk
    zwei gedeckelte Brutwaben über Absperrgitter in den Honigraum gehängt, dazwischen eine Zuchtlatte mit 6-8 belarvten Näpfchen.
    Von diesen sind in der Regel 5 super gepflegt worden.
    Der Königin im Wirtschaftsvolk war dies meist wurscht, sie ist ja eh nicht an die Zellen ran gekommen, aber geschwärmt ist auch keine.
    Dadurch kannst Du, wenn du nur wenige Königinnen benötigst, problemlos deinen Bedarf für ein Jahr ziehen.
    Notfalls macht man es halt bei 2 Völkern gleichzeitig, aber es funktioniert garantiert.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-