Modifizierte Rähmchen und Honigraum

  • Liebe Freunde!


    Bei einem Gespräch mit einigen Imkern in meinem Ort kam das Thema auf die mangelhafte Annahme der Honigräume. Dieses sei bei ihnen erst in letzter Zeit auffällig. Selbst sehr starke Völker gingen nur sehr zögerlich durch die Absperrgitter. Verschiedene mögliche Ursachen wurden diskutiert, wir hatten aber alle etwas gemeinsam, nämlich die Einführung der modifizierten Rähmchen. Die Vorteile dieser Rähmchen sind ganz offensichtlich, und brauchen hier nicht mehr erwähnt zu werden. Aber sie sind am Oberträger sehr breit und der Abstand zueinander sehr schmal.


    Bevor ich diese Rähmchen eingeführt habe, reichte oft schon ein Blick durch die Folie, um die Zahl der besetzten Wabengassen grob abschätzen zu können. Das geht jetzt nicht mehr, die Bienen sind kaum mehr zu sehen.


    Könnte in der Enge des Durchgangs das Problem liegen? Vor allem, wenn das Absperrgitter direkt auf den Rähmchen liegt?


    Wie sind eure Erfahrungen?


    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo Christoph,


    auch bei mir und den mir bekannten Imkern in der Umgebung war dieses Jahr die Honigraumannahme mit Absperrgitter sehr schlecht. Wir haben alle die Gitter schon eine Woche nach aufsetzen des Honigraums entfernt. Trotz des großen Platzangebotes kam es zu reichlich Schwärmen. Wir imkern aber mit den normalen DNM Rähmchen ohne Modifizierung. Eine Erklärung für die schlechte Annahme hat niemand so recht.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Christoph,


    in den Jahren, als ich modifierte und nicht modifizierte Rähmchen gleichzeitig in verschiedenen Beuten hatte, ist mir eine unterschiedliche Annahme des Honigraumes nicht aufgefallen. Es mag auch daran liegen, daß ich ohne Absperrgitter arbeite.
    Du weißt bestimmt, daß ein gutes Absperrgitter nicht direkt auf den Waben aufliegt, sondern darüber und darunter eine "Bienendicke" Platz läßt. Das ist besonders wichtig, wenn die Wabengassen eng sind.
    Hm, keine Bienen zu sehen beim Blick auf die Zarge? Ich weiß nicht, ich kann vor lauter Bienen immer nicht feststellen, ob der Honig schon verdeckelt ist.


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,


    da haben wir sie wieder, die verschiedenen Meinungen der Imker. :roll: 
    Ich hatte mir Zwischenböden gebaut, in die ich ein Absperrgitter, bzw. eine Bieneflucht legen kann. Oben und unten je 1 cm Luft. Und was machen meine Bienen damit ?? :o ZUBAUEN was zu bauen geht, völlig dichtgekleistert ( bei allen Völker, wo ich diese Böden eingelegt hatte).
    Erst wie ich den ganzen Müll beseitige und die Gitter direkt auf die Rähmchen legte, geht es, keine Verbauung mehr. :D 
    Ist schon so eine Sache mit den Musterwerten und dem was die Mädels wirklich mit uns machen :wink:8)

  • Hallo Thomas,


    Thomas Hädrich schrieb:


    Hm, keine Bienen zu sehen beim Blick auf die Zarge? Ich weiß nicht, ich kann vor lauter Bienen immer nicht feststellen, ob der Honig schon verdeckelt ist.


    Ob mit oder ohne Bienen: die Waben in den modif. Rähmchen sind bei mir von oben in der Zarge überhaupt nicht mehr zu sehen, dafür sind die Oberträger einfach zu breit. Allerdings muß ich sagen, daß ich nicht mit sog. Dickwaben arbeite.


    Im Mai hatte ich aufgrund dieses Sachverhaltes die Stärke eines Volkes ziemlich unterschätzt. Nachdem ich das erste Rähmchen gezogen hatte, ist mir die Raumnot des Volkes erst wirklich bewußt geworden.


    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo Ralf,


    vermutlich werden mehrere Faktoren die Verbauung beeinflussen:
    bei dicken Oberträgern wird weniger verbaut; 1cm Abstand ist etwas viel, 6mm wären wohl besser gewesen. Und Platznot spielt eine Rolle - wenn ich mal gepennt habe, ist auch jede Ritze vollgestopft.


    Grüße, Thomas

  • Ralf Patjens schrieb:

    Ich hatte mir Zwischenböden gebaut, in die ich ein Absperrgitter, bzw. eine Bieneflucht legen kann. Oben und unten je 1 cm Luft. Und was machen meine Bienen damit ?? :o ZUBAUEN was zu bauen geht, völlig dichtgekleistert ( bei allen Völker, wo ich diese Böden eingelegt hatte).
    Erst wie ich den ganzen Müll beseitige und die Gitter direkt auf die Rähmchen legte, geht es, keine Verbauung mehr. :D 
    Ist schon so eine Sache mit den Musterwerten und dem was die Mädels wirklich mit uns machen :wink:8)


    Hallo Ralf,


    wie schon Thomas schrieb sind 10 mm kein "Musterwert".


    "Beespace" ist das Stichwort, und da liegt imho die Obergrenze bei höchstens 8 bis 9 mm.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo,


    ich kann Thomas und Ulrich nur zustimmen. Über 2 Waben sind die Rähmchen unter dem Absperrgitter etwas tiefer (2 oder 3 mm nach unten gewölbt, weil Oberträger ein bißchen verzogen). Prompt dicker Überbau über diesen beiden Rahmen. Über den anderen Rahmen so gut wie nichts.


    Grüße, Johannes

  • Ich mache es nicht von sofort zwischen Brut und ´Honigraum....ich geb einen Raum Mittelwände. Ein starkes Volk hat die ja in bis zu 7 Tage aushgebaut...danach warte ich bis der erste Nektar oben eingetragen wird und die Bienen sich zur Bearbeitung nach oben zieht.
    Ist die Zarge ganz gut besetzt von Bienen such ich die Königin ob ob sie sich eventuell dort aufhält...ist sie da gebe ich sie in den zweiten Raum und hänge die bestifteten Waben dazu...wenn sie denn da sind.
    Dann kommt das Absperrgitter drauf. Habe ich noch nie Probleme mit gehabt, daß die Bienen dann wieder runter gehen und nicht wieder hoch wandern!
    Lieben Gruß
    Alexandra
    22 Jahre