Strohmagazine

  • Halllo alle miteinander,


    habe in einem Buch über Magazine aus Stroh.
    In diesem wird ein Buch von K.F. Böttcher empfohlen in dem ein Bauplan dieser enthalten ist.
    "Bienenzucht als Erwerb"


    Sollte jemand im Besitz dieses Buches oder Bauplan sein würde ich mich gerne über eine Kopie freuen.


    freundliche Imkergrüße


    Dennis

  • Hallo Dennis,
    sowohl das Strohmagazin als auch die Auflage Deines Buches sind veraltet. In den (oder der?) neueren Ausgabe ist der Beitrag gestrichen und wird durch die Bauanleitung eines Holzrahmen-/Styropormagazins
    ersetzt. Aber ein Styropormagazin ähnlich der Segebergerbeute erscheint heute auch dazu schon die bessere Lösung zu sein, abgesehen von
    Vollholzbeuten.
    Nachteile eines Strohmagazins sind:
    -die Seuchenhygiene, bei Krankheiten kannst Du nicht desinfizieren, da bleibt nur verbrennen.
    -die Materialbeschaffung, wo bekommt man heute noch das benötigte Langstroh?
    -das Anfertigen der Strohwände, das Flechten von Stroh muss gelernt sein, habe das zwar schon bei Strohkörben gesehn, verlangt schon einiges an handwerklicher Geschicklichkeit.
    -die Hinweise stammen aus einer Zeit, in der Holz knapp und teuer war,
    das ist heute nicht mehr so.
    Wenn Du gerne Deine Beuten selbst bauen möchtest, lass Dir Bausätze
    für Beuten schicken. Diese sind günstiger als Fertigbeuten und kosten beim Transport auch nicht so viel.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Das Buch hab ich leider nicht, aber ein Magazin aus Stroh. Sollte dein Wohnort südlich von Wiener Neustadt liegen, wohnen wir nicht sehr weit auseinander. Du könntest es dir holen und nachbauen.


    lg, Stefan

  • Hallo Dennis,
    es gibt von Mathias Thun das Buch „ Die Biene –Haltung und Pflege“, erschienen im Selbstverlag. Darin ist der Bau von Strohmagazinen beschrieben.
    Der Aufwand der Herstellung ist ziemlich groß.
    Die Nachteile der Beuten sehe ich ähnlich wie Lothar. Ich hatte mal eine Zeit lang etwa 20 Völker in solchen Beuten, konnte mich aber nicht damit anfreunden, was zum Teil aber auch daran lag, dass sie ungenau gebaut waren.
    Das Buch von Thun habe ich zufällig doppelt, bei Interesse kann ich es dir schicken.
    Viele Grüsse, Hermann

  • Aha!!
    Gerne lasse ich mich von Eueren Erfahrungen belehren.
    Das Buch ist auch schon ziemlich alt. Sie sahen halt gut aus und von den Nachteilen wurde auch nicht gesprochen. So werde ich mir Vollholzbeuten bauen.


    Danke noch, gruß Dennis

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    Außerdem: Hier eine Anleitung zur Herstellung von Magazinen mit Strohwänden mit Hilfe einer "Presse". Dazu wird eine Art Rahmen geschaffen. Darin wird Stroh eingefüllt, mit einer Latte nach unten gepresst und im gepressten Zustand vernäht. Die Bilder sprechen für sich:








  • Nur: wo nicht durch die Dreschmaschine gebrochenes, langes, nicht mit Pestiziden aller Arten kontaminiertes Stroh herbekommen?

  • tloen
    Finde ich auch. Ich wohne in der Stadt und habe in meinem Garten jetzt drei Jahre lang Waldstauden-Roggen auf einer 2 - 3 Meter-Fläche stehen. Schon bei dem kleinen Fizzelchen ist schon einiges an langem Stroh zusammengekommen. Bernhard, wo sind Deine Selbstversorgerambitionen hingekommen?

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • :) Brauche ein paar mehr Zargen...und Roggenbauer will ich nicht werden. Schöner wäre es auch, diese Bestandteile in bereits vorhandene Beuten ohne viel Aufwand einbauen zu können.


    Als Alternative käme auch Miscanthus in Frage, der hier auf ein paar Hektar als Reste eines Versuches der Industrie zurückgeblieben ist, aus dessen Fasern Auto-Türen usw. herzustellen.