• Hallo, AC,


    hervorragend eignet sich Rainfarn (was den Geruch des Rauches, seine Wirkung und die Brenneigenschaften angeht - besser als die gekaufte Mischung!). Bei mir brennt der Rauchboy damit erstklassig und dauerhaft. Zur Blütezeit ernten (nie alle Triebe einer Staude abschneiden!), aufgehängt trocknen und häckseln oder mit einer Rosenschere in 2 cm lange Stücke schneiden. Wenn Du die Schere nimmst, die Blätter am besten vorher schon ins Vorratsgefäß abstreifen, dann geht's leichter.


    Viele Grüße und viel Erfolg,


    Johannes

  • Moin,


    Modderholz, Holzkohle aus der Kaminasche und trockenes Eichenlaub, kleine Tannenzapfen (harzig mit Schuppen, nicht Kiefernzapfen!) und natürlich viel Rainfarn. Alles durch den Schredder.


    Ich habe dieses Jahr seit sehr langer Zeit mal wieder gesmokert. (Mit Lötlampe angezündet) und war überrascht wie gut das doch geht. Ich nehme sonst Wasser mit Nelkenöl. Die jetzigen großen (Edelstahl-)Smoker sind schon was anderes als die Imkerpfeife von füher. :wink: Jetzt hab' ich halt beides bei den Bienen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • AC: Ich nehme auch Rainfarn, das Zeug ist einfach super.


    Henry: Ich habe einen Smoker und eine Imkerpfeife und benutze eigentlich nur noch die Pfeife. Die Pfeife hat einfach den riesen Vorteil, dass man Sie nicht weglegen muss beim Bearbeiten der Völker. Ich arbeite eigentlich immer ohne Schutz und wenn da doch mal eine Biene auf die Idee kommt, mich zu stechen kann ich sie einfach durch einen geziehlten Rauchstoß "abschießen". Das könnte ich beim Smoker nicht, weil es da zu lange dauern würde, bis ich den in der Hand habe. Natürlich ist das "nachladen" der Pfeife bei einer größeren Völkerzahl ein Nachteil.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Moin Thomas,


    bei mir ist das nun genau umgekehrt gewesen. Mich hat immer das Gezerre am Kiefer gestört und daß man bei Gegenwind sich selbst bedampft und das Gesabber und daß das Loch im Schleier dazu führt, daß man den Kopf nicht drehen kann und daß zu wenig Brenngut rein ging und vielleicht noch, daß sie außen am Rand heiß wurde und daß das Brenngut recht klein geschnitten sein mußte und vielleicht auch, daß man immer Dreck am Mundstück kleben hatte, wenn die Pfeife mal umfiehl, was durchaus nicht selten war und daß man den Rauch in die Augen gekriegt hat .... Ansonsten super das Teil :D


    Der Smoker steht jetz bei mir in Windrichtung neben der Beute und smokert so vor sich hin. Ich bin mir immer sicher, daß er noch an ist und die Bienen die außerhalb der Beute rumfliegen bekommen immer ein klein wenig Qualm. Außerdem kann ich mit richtig Bummes Qualmen. Also zweimal "Pfrt" zwischen die Zargen und die ganze Fläche ist bequalmt. Ich will nicht verschweigen, daß es bei mir Völker gibt, denen es ganz gut tut, wenn man ihnen etwas Rauch unter den Boden oder ins Flugloch gibt, ehe man den Deckel abhebt bzw. daran denkt, vielleicht später mal den Deckel abzuheben. (Ich würde das gern mal sehen mit 'ner Imkerpfeife. Da muß man sicher sehr gelenkig sein. Ich glaube auch, daß die Pfeifen wirklich nur für Arbeiten in Brusthöhe gut gehen, aber ein Unterer Brutraum steht nichtmal in Kniehöhe.)


    Das sind übrigens alles Erfahrungen von diesem Jahr. Ich empfinde den Smoker, obwohl ich ihn erst seit wenigen Wochen benutze, inzwischen als sehr gute Ergänzung zum Nelkenölwasser oder rumgedreht. (Honigwaben will man ja nicht unbedingt ansprühen) Die Pfeife empfand ich immer nur als Übel. Aber ich sammele inzwischen welche. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:

    bei mir ist das nun genau umgekehrt gewesen. Mich hat immer das Gezerre am Kiefer gestört und daß man bei Gegenwind sich selbst bedampft und das Gesabber und daß das Loch im Schleier dazu führt, daß man den Kopf nicht drehen kann und daß zu wenig Brenngut rein ging und vielleicht noch, daß sie außen am Rand heiß wurde und daß das Brenngut recht klein geschnitten sein mußte und vielleicht auch, daß man immer Dreck am Mundstück kleben hatte, wenn die Pfeife mal umfiehl, was durchaus nicht selten war und daß man den Rauch in die Augen gekriegt hat .... Ansonsten super das Teil

    :lol: Mal wieder Henry pur! :lol: Ach, wat isset schön, das Forum...


    Henry, ich habe jetzt auch so ein Fläschchen Nelkenöl hier stehen und weiß nicht recht, wie ich damit umgehen soll. Wie viele Tropfen gibst Du in wie viel Wasser? Beschmierst Du Dir auch die Hände damit? Wann nimmst Du Rauch und wann Nelkenölwasser? Wie gut geht das Geimkere damit so insgesamt?


    Viele Grüße, Johannes

  • Henry schrieb:

    Honigwaben will man ja nicht unbedingt ansprühen


    Hallo Henry,
    hallo Johannes,


    nicht nur die Honigwaben, sondern auch meine Bienen möchte ich nicht mit diesem "Insekten-Abwehrmittel" ansprühen, denn die fein verteilten Öltröpfchen haften sicher "ewig" auf Chitin und Wachs; deshalb verwende ich seit 1996 das Nelkenöltuch


    Damals bin ich auf die Warmbau-Lagerbeute umgestiegen und habe in der zugehörigen Anleitung von Imkermeister Bremer erstenmals von der Nelkenöl-Anwendung in der Imkerei erfahren. Vorher kannte ich es nur als Anti-Schnaken-Mittel und vom Zahnarzt.


    Ein schon mehrfach gewaschenes (weil weicher) Küchentuch in Kastendeckelgröße (bzw. 30-40 cm im Quadrat) wird mit wenigen ml reinem Nelkenöl beträufelt. Bremer schreibt 10 ml, aber 5 ml reichen auch. Aufbewahrt wird das Tuch in einer dicht schließenden Plastikdose (und ist, nur beim 1.Mal, nach 2-3 Tagen gebrauchsfähig).


    Beim Öffnen des Volkes wird das Tuch kurz an den ersten Spalt gehalten, dann ganz ausgebreitet. Nach wenigen Sekunden verziehen sich die Bienen nach unten und die Arbeit kann beginnen.


    Wenn an heissen Tagen das Nelkenöl-Tuch austrocknet, dann mit einigen Sprühstößen aus dem Wasser-Zerstäuber wieder etwas anfeuchten (also ohne zusätzliches Öl, erst wenn das Tuch nicht mehr wirkt, ist wieder ein Spritzer Öl nötig).
    Das empfiehlt sich evtl. auch nach Beenden der Arbeit, damit das Tuch beim nächsten Mal gleich einsatzbereit ist.
     
    In trachtloser Zeit, besonders beim Schleudern, benütze ich zwei Tücher so, wie es Zander von seinem Karbollappen beschreibt: immer nur eine Wabe zwischen den beiden Tüchern freilassen, so werden "Räuber" abgehalten.


    Meinen Smoker hatte ich schon fast vergessen, bis bei einem "Stecher" das Nelkenöl versagte. Aber auch der wieder ausgegrabene Smoker war hier wirkungslos, da half nur Umweiseln.


    Ein 20 ml-Fläschchen mit Tropfeinsatz kostet in meiner Apotheke ca. 6 Euro und reicht mir ca. 2-3 Jahre. Beim Imkerbedarfs-Handel gibt's das Nelkenöl evtl. billiger.


    Eine Handwaschpaste für "Handwerk und Hobby" die auch Propolis wegnimmt, beseitigt den Nelkenöl-Geruch (zB. gelbe Tube mit rotem Schraubverschluß bei einem großen Discounter 2mal im Jahr im Angebot, bei einem anderen ständig im Sortiment).

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Moin Johannes,


    ich benutze den Sprüher OBI Brio 2 (made in Italy Certified ISO 9001)
    Den mache ich ungefähr halb voll Wasser, also so an die 600cc. Ich nehm's aber nicht so genau. Dann versuche ich drei, max. vier Tropfen Nelkenöl dazuzugeben. Oft troft aber etwas mehr. Das is auch nicht schlimm, dann kann man noch einen Schluck Wasser nachgießen. Du merkst nachher ganz gut, ob das Nelkenöl leicht betäubend wirkt oder zu stark ist. Wenn Du zuviel Nelkenöl nimmst, werden die angesprühten Bienen so dusellig, daß sie beim Abstoßen als Klumpen vor der Beute liegenbleiben und nicht einlaufen. Im Frühjahr verklammen sie dann. :cry: Michael hat mal geschrieben: "Die Dosis macht das Gift" (War nicht von ihm direkt und ging wohl auch um Perizin damals, stimmt hier aber auffallend) Also drei Tropfen in die Flasche auf das Wasser und dann zuschrauben und aufpumpen. Richtig ordentlich. Deshalb auch nur halb füllen, damit genug Luft zum Komprimieren bleibt. Düse recht fein einstellen, so daß der Nebel gerade noch nicht weggeweht wird. Das isses dann schon. Die Flasche reicht bei mir für mehr als einen Bienentag. Mußt halt nachpumpen. Und "Pfft" reicht völlig, es muß nicht "Pffffffffffffffffft" sein. (Außer sie wollen Dich fressen :wink: Angst verkrampft die Abzugshand :lol: )


    Ich mache mir dann mit dem Tropfer vom Nelkenöl einen kleinen Fleck auf den Handrücken der linken Hand, ungefähr dort wo der dritte Winkel liegen würde, machte man zwischen Daumenwurzel und Zeigefingerwurzel ein gleichschenkliges Dreieck, und einen auf die Zeigefingerspitze, auf die Seite die dem Daumen zugewandt ist, indem ich den Tropfer der Nelkenölflasche mit der eigenen Haut verschließe und die Nelkenölflasche so halte, daß nur die aufgepreßte (eigene) Haut das Öl am Ausfließen hindert. Dann schraube ich die Nelkenölflasche zu, stelle sie weg und lege meine Hände so zusammen, daß die befeuchteten Punkte der befeuchteten linken Hand auf den spiegelbildlichen noch unbefeuchteten Punkten der noch unbefeuchteten Rechten Hand, die jetzt (Flasche wurde zugeschraubt und weggesteckt) frei ist, zu liegen kommen. Jetz halte ich einen ganz kurzen (besinnlichen, von Vorfreude getragenen) Moment inne. Anschließend streiche ich mit der nun befeuchteten rechten Hand, allerdings mit der (bis auf den Handschweiß) noch trockenen Handfläche über den immernoch nur punktuell feuchten Handrücken und die Finger der linken und (wie sicher jetzt erwartet) mit der linken über die rechte. So das war's und besser kann ich das jetzt nicht beschreiben.


    Das Nelkenölsprühwasser nehme ich immer wenn ich Bienen direkt beruhigen bzw. betäuben will. Also vor und nach dem Abkehren. Vor dem wieder aufsetzen der Zarge, sprühe ich noch mal kurz darüber und besonders auf den Rand, wenn die Bienen herrausquellen. (Es knackt dann nicht so herzzerreißend :cry: ). Die Vereinigungszeitung wird damit angefeuchtet. Ich verteidige mich auch, wenn mal ein paar Stachel-Bienen gezündet wurden und nun partou ihren Stechton nicht abstellen wollen. Dann sprühe ich einfach kurz vor mir in die Luft.


    Den Smoker nehme ich inzwischen gleich nach dem Deckelabheben und zwischen den Zargen, also immer dann, wenn die Bienen nicht direkt angesprüht werden können (in's Flugloch :o ) und vor Allem wo sie Waben haben, auf denen Sie tanken können.


    Kehrbienen anzusmokern ist kontraproduktiv, weil sie sich dann erst in die Zellen strecken und beim Abschlag hängen bleiben.


    Sollte irgendwelche Details offen geblieben sein: Fragen, bitte!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder