verregnetes Wetter und dann Honigernte ohne Bienenfluchten..

  • da ich zeitlich die Honigwaben ernten und abschleudern am Wochenende erledigen muß, hatte ich gestern spätnachmittag vor alles abzufegen und
    heute dann zu schleudern.


    Kaum hatte ich beim ersten Volk angefangen, kam das erste Gewitter um die Ecke und ich konnte erst mal alles wieder regendicht schliessen.
    Dann war es für eine 3/4 Stunde trocken und dann ging es in einen heftigeren Landregen über. Heute das gleiche Thema, so, daß ich jetzt erst 2/3 abgefegt und geschleudert habe.


    Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann ist das mit dem Waben abfegen doch eine quälende Sache.
    Die Bürsten werden feucht - fegen damit nicht mehr richtig die Bienen ab;
    je mehr desto mehr Frust.


    (Hatte mir schon überlegt, ob ich unseren großen Gartenschirm mitnehme und über dem betreffenden Volk aufspanne !!) :-?



    Was wäre die Alternative ?
    Bienenfluchten ?
    Sind die empfehlenswert ?
    Gibt es da Unterschiede?


    mit dem Honig bin ich zufrieden, zwischen 16 und 26 KG war die Bandbreite ermittelt durch Zargenwiegen vor und nach dem Schleudern.
     :D

  • Hallo "Jungimker"
    Bienenfluchten setze ich ein.
    Ich muß sie einen Tag vorher einsetzen.
    Ich setze die italienischen Bienenfluchten ein.
    ALLE BIENENFLUCHTEN FUNKTIONIEREN NUR, WENN DAS VOLK EINE KÖNIGIN IM BRUTRAUM HAT!!!
    Leidvolle Erfahrung...
    Wegen Pheromone und so...


    Grüße, und volle Honigeimer


    Erwin

  • Hallo!
    Ich arbeite meistens mit Bienenfluchten. Allerdings bleiben immer einige Bienen oben.
    Da ich im Schleuderaum keine Bienen toleriere, fege ich die Waben schnell noch mal ab.
    (nicht direkt ins Volk)


    Kleine Frage am Rande.
    Werden die Honigräume bei Halbzargen eigentlich absolut bienenfrei mit der Flucht?


    Ich habe bei Regen wenn es unbedingt sein musste schon oft mit einem großen Marktschirm gearbeitet, Gartenschirme sind ja meistens nicht wasserdicht.
    Vor allem wenn man Bienenfluchten über Tag einsetzt muss man sicher sein, dass der Honigraum absolut dicht ist.
    Wenn der Deckel an den Ecken undicht ist, was bei älteren Kästen schon mal vorkommt, gibt es leicht Räuberei und der Honig ist schneller weg als man denkt. :evil: 
    Viele Grüsse, Hermann

  • mehl07 schrieb:

    Da ich im Schleuderaum keine Bienen toleriere, fege ich die Waben schnell noch mal ab. (nicht direkt ins Volk)


    Kleine Frage am Rande.
    Werden die Honigräume bei Halbzargen eigentlich absolut bienenfrei mit der Flucht?


    Warum nicht direkt in's Volk fegen? Wo fegts Du sie dann hin? So einfach in die Gegend gefegt, sind sie noch eher ärgerlich als wenn sie in's Volk plumpsen.


    Meine Flachzargen werden nicht absolut bienenfrei, ich lege aber auch keinen Wert auf Absolutes. Warum sollten kleinere Zargen in dieser Hinsicht anders sein als normale?


    Grüße, Thomas

  • Hallo, Thomas,


    Thomas schrieb:

    Warum nicht direkt in's Volk fegen? Wo fegts Du sie dann hin?

    Vor's Flugloch. Das soll den Vorteil haben, daß man nicht dieselben Bienen mehrmals fegt, die dadurch schlechte Laune bekämen. Ich habe das bei Petra S. so gesehen und nach meinem selbstverursachten Bienenfluchtenflop auch so praktiziert. Es entstand überhaupt kein Chaos durch die Bienen, sie sterzelten sich ohne herumzufliegen säuberlich durchs Flugloch wieder hinein.


    Hallo, Erwin,


    Erwin schrieb:

    ALLE BIENENFLUCHTEN FUNKTIONIEREN NUR, WENN DAS VOLK EINE KÖNIGIN IM BRUTRAUM HAT!!!

    Sie funktionieren auch, wenn die Königin im Honigraum ist. Dann aber in die andere Richtung :oops:
    (Siehe http://www.imkerforum.de/viewtopic.php?t=2121 )


    Viele Grüße, Johannes

  • Johannes Haller schrieb:

    Vor's Flugloch. Das soll den Vorteil haben, daß man nicht dieselben Bienen mehrmals fegt, die dadurch schlechte Laune bekämen.


    Hallo Johannes,
    da würden sie bei mir im Gras landen. Aber irgendwie gibt es das Problem nicht. Wenn bei Verwendung einer Bienenflucht noch ein paar Bienen in der Honigzarge sind, stört mich das nicht. Sie sind friedlich und hauen bald ab. Arbeite ich ohne Bienenflucht, so werden die zu erntenden Waben erst beiseite gestellt und dann alle abgefegt, natürlich in die Beute. Jede Biene wird so nur einmal abgefegt und falls Mutti mal am Honig ist, geht sie nicht verloren. (Ich hatte mal eine Weisel in die Gegend gefegt. Das wurde ein Chaos - das halbe Volke raste durch die Gegend und suchte und fütterte sie).


    Grüße, Thomas

  • [quote='Thomas Hädrich
    Warum nicht direkt in's Volk fegen? Wo fegts Du sie dann hin? So einfach in die Gegend gefegt, sind sie noch eher ärgerlich als wenn sie in's Volk plumpsen.


    Meine Flachzargen werden nicht absolut bienenfrei, ich lege aber auch keinen Wert auf Absolutes. Warum sollten kleinere Zargen in dieser Hinsicht anders sein als normale?


    [/quote]


    Hallo Thomas!
    Ich Ernte am Tag oft 30 bis 50 Honigräume ab. Wenn in jedem noch beispielsweise 30 Bienen übrig bleiben, kann man sich leicht ausrechnen, wie viele Bienen im Schleuderraum Kotflecken verteilen, im Honig paddeln oder auf dem Boden krabbeln.
    Fluchten an den Fenstern führen dazu, dass die Bienen planlos ums Haus fliegen und krabbeln da sie ja von Außenständen kommen.
    Ob ein Streifen Bee Boost am Fenster viel bringt habe ich noch nicht ausprobiert.


    Ob man die Bienen ins Volk oder davor abkehrt ist relativ egal.
    Wenn ich mit Fluchten arbeite ernte ich die Völker erst ohne Rauch ab und entferne als letztes alle Fluchten.
    Das Abfegen erfolgt nur wenn nötig am Fahrzeug in einen Kübel, der zwischendurch vor ein Flugloch gekippt wird..
    Da ich mit Segebergern arbeite und unter die Flucht schon direkt eine Lehrzarge setze, müßte ich die Waben zum Abfegen auch zu hoch heben was zu einem Tennisarm führen kann.( bei wenigen Waben fällt das natürlich nicht ins Gewicht)
    Wenn ich eine größere Anzahl von Völkern direkt abernten möchte, arbeite ich manchmal mit dem Kehrfix.


    Ich dachte weil bei kleineren Zargen der Weg kürzer ist.
    Viele Grüsse,
    Hermann