Wieselnäpfchen nicht angenommen.

  • Hallo Alle


    Ich hatte ein Sammelbrutwabenableger mit 8 Brutwaben gebildet und nach 9 Tagen die Nachschaffungszellen gebrochen. 2 Stunden später habe Ich ein Zuchtrahmen mit 30 belarvten Weiselnäpfchen zugehängt.
    Heute habe Ich nachgeschaut und stellte fest, daß kein Näpfchen angenommen ist. :evil: 
    Woran könnte das liegen? Die Wachsnäpfchen hatte Ich letztes jahr mit dem Formholz gegossen sind die Näpfchen schon zu alt? muß man die jedes Jahr neu gießen?
    Jedes Jahr werden bei mir wenige oder keine Näpfchen angenommen obwohl die Pflegevölker immer stark sind. Ich habe es auch schon mit Anbrüter probiert aber nie mehr wie 10 Zellen bekommen.
    Ich habe schon 17 Jahre Erfahrung mit der Imkerei und der Königinnenzucht und alles klappt prima bis eben diese Annahmerate der Näpfchen.
    Wenn es mir nicht gelingt den Fehler zu finden werde ich die Ableger die Königin selbst ziehen lassen und die Königinnenzucht aufgeben ich weis einfach nicht mehr weiter. :( 
    Vielleicht kann mir im Forum jemand helfen. Schon mal danke für Antworten.


    Gruß aus Neidenstein im Kraichgau


    Arno

  • Hallo Arnix,


    grossartige Tipps darfst Du von mir nun nicht erwarten, ich mache dies dieses Jahr erst zum 2. Mal, allerdings mit wesentlich schwächerem Pflegevolk (5 verdeckelte Brutwaben), weil bei mir noch nicht mehr drin ist. Ableger machen wäre für mich die richtigere Methode, aber ich will Erfahrungen mit dem Umlarven machen.


    Letztes Jahr hatte es (für meine Verhältnisse) geklappt und sieht dieses Jahr sah es bei einer Zwischenkontrolle auch wieder ganz gut aus (in 2 Tagen wird verschult).


    Wenn Du an Deinen Näpfchen zweifelst, wäre dann nicht das Nicot-System einen Versuch wert? Ich verwende lediglich Sockel / Napfhalter / Weiselnapf / Verschulkäfig (die jeweils nur ein paar Cent kosten) auf einem selbst "gebauten" Zuchtrahmen.


    Letztes Jahr hatte ich mit der Larvengröße experimentiert, da ich mir über meine Erkennungsqualitäten von 1-2-tägigen Larven nicht im klaren war.


    Dieses Jahr habe ich mehr Augenmerk auf's Umlarven gelegt. Offensichtlich scheint es so zu sein, dass die Larven eher abgelehnt werden, die ich mit dem U.-Löffel nicht beim ersten Mal sauber unter dem Rücken erwische (weil beim Nachfassen beschädigt?).


    Zwischen Zellen ausbrechen und Zuchtrahmen einhängen habe ich mir auch immer mindestens einen Tag Zeit gelassen, um meinen Mädels die nötige Erkenntnis reifen zu lassen, dass jetzt ihre letzte Chance in Form meines Zuchtrahmens kommt. Aber lt. Literatur sollte das keine verbessernde Wirkung haben.


    Bin nun aber auch gespannt, was die Zuchtprofis antworten werden.


    Gruß


    Mic

  • Hallo zusammen!
    Göttin sei Dank bin ich kein Profi.
    Ich habe bisher keinen Sammelbrutableger gemacht.
    Daher kann ich nicht sagen, was da falsch gelaufen ist.
    Ich verwende Nicot-Näpfchen.
    Ich lege 9 Tage vor dem Umlarven ein Kö- Gitter zwischen 1. und 2. Zarge.
    Am Morgen des Umlarvtermins wird die Zarge ohne Königin (keine Eier)
    über Absperrgitter aufs Bodenbrett gestellt.
    Es werden von der Zarge mit der Königin noch gut 5 Waben Bienen mit reingeschüttelt.
    Der Kasten MUß ÜBERQUELLEN!
    Die Zarge Mit der Königin kannst Du über Absperrgitter einem anderen Volk aufsetzen. Später kannst Du Sie wieder rückvereinigen.
    Das ist übrigens nicht von mir erfunden, ich habs mir angelesen und ausprobiert. Ich habe immer zwische 70 und 80% Annahme.
    Ich verwende möglichst kleine Larven, da ist die Annahme nicht so hoch, aber es gibt mir ein besseres Gefühl...


    Gruß, und viel Erfolg.


    PS: Da gibts noch einen Film von Franz-Xaver..

  • Einen wunderschönen Morgen an diesen wunderschönen guten Morgen. :D 
    Hallo Arnix,
    es liegt wahrscheinlich nicht an den Näpfchen.
    Meinst du , das die Bienen nachdem du sie neun Tage stehengelassen hast und Ihre Futtersaftdrüsen reduziert sind , sofort wieder Futtersaft produzieren können?
    Probier es mit dem was Dir Erwin geraten hat oder lies Br. Adams Buch über die Zucht :wink: .
    Vielecht drehst du die Larven auch ausversehen um, d.h. auf den Rücken.
    Du mußt sie so in die Zellen zurücklegen wie du Sie entnommen hast.
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Heike Aumeier schrieb:


    Meinst du , das die Bienen nachdem du sie neun Tage stehengelassen hast und Ihre Futtersaftdrüsen reduziert sind , sofort wieder Futtersaft produzieren können?
    Probier es mit dem was Dir Erwin geraten hat oder lies Br. Adams Buch über die Zucht :wink: .
    Vielecht drehst du die Larven auch ausversehen um, d.h. auf den Rücken.
    Du mußt sie so in die Zellen zurücklegen wie du Sie entnommen hast.


    In der Tat scheint mir seine Methode der Königinnenzucht nicht ideal zu sein. Ich gehe so vor wie Erwin und hatte -zumindestens zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr- eigentlich noch nie Probleme.


    Mir erscheint es aber ungewöhnlich zu sein, das gar keine Larve angenommen wurde. Dass er alle verkehrt in die Weiselbecher gelegt haben sollte halte ich für recht unwahrscheinlich.


    Deshalb frage ich mich, ob Arnix eventuell beim Ausbrechen eine Weiselzelle übersehen hat. Das würde in meinen Augen die vollständige Nichtannahme erklären.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo arnix, hallo zusammen,
    ich habe bisher 4-mal mit dem von dir beschriebenen Sammelableger Königinnen nachgezogen (8 Brutwaben, nach 9 Tagen Nachschaffungszellen ausgebrochen, nach frühestens 2 Stunden Zuchtrahmen eingehängt). Der einzige Unterschied zu Deinem Vorgehen war, dass ich das Nikot-System verwendet habe. Das kann aber eigentlich nicht entscheidend sein, da sowohl Wachs als auch Nikot-Weiselbecher erprobt sind. Die Annahme der Näpfchen lag zwischen 50 und 80 %.
    Der Sammelableger scheint zwar nicht das beste Verfahren zu sein, wie oben schon ausgeführt wurde, aber es lassen sich halbwegs vernünftige Ergebnisse erzielen. In sofern kann es meines Erachtens nicht nur an dem Sammelbrutableger liegen.
    Für die unterschiedlich gute Annahme habe ich bisher das Umlarven verantwortlich gemacht. Wenn das von einem erfahrenen Imker (beim Umlarvtag unseres Vereins) durchgeführt wurde, waren die Ergebnisse besser.
    Übrigens fand das Umlarven immer in der 3. Maidekade statt.
    Gruß Andreas

  • [quote='mic']Hallo Arnix,



    Wenn Du an Deinen Näpfchen zweifelst, wäre dann nicht das Nicot-System einen Versuch wert? Ich verwende lediglich Sockel / Napfhalter / Weiselnapf / Verschulkäfig (die jeweils nur ein paar Cent kosten) auf einem selbst "gebauten" Zuchtrahmen.


    Hallo mic


    Ich kenne eigentlich nur das Jentersystem genauer. Kannst du mir mitteilen wie das Nicotsystem funktioniert?


    Gruß Arno

  • [quote="Erwin"]Hallo zusammen!


    Ich lege 9 Tage vor dem Umlarven ein Kö- Gitter zwischen 1. und 2. Zarge.
    Am Morgen des Umlarvtermins wird die Zarge ohne Königin (keine Eier)
    über Absperrgitter aufs Bodenbrett gestellt.
    Es werden von der Zarge mit der Königin noch gut 5 Waben Bienen mit reingeschüttelt.
    Der Kasten MUß ÜBERQUELLEN!
    Die Zarge Mit der Königin kannst Du über Absperrgitter einem anderen Volk aufsetzen. Später kannst Du Sie wieder rückvereinigen.
    Das ist übrigens nicht von mir erfunden, ich habs mir angelesen und ausprobiert. Ich habe immer zwische 70 und 80% Annahme.
    Ich verwende möglichst kleine Larven, da ist die Annahme nicht so hoch, aber es gibt mir ein besseres Gefühl...


    Hallo Erwin


    Die Version gefällt mir.


    Nur habe Ich bedenken, daß bei einer so vollen Zarke mit Bienen die Weiselszellen total verbaut werden. Das habe Ich schon öfter erlebt.


    Gruß
    Arno

  • [quote='Heike Aumeier']


    Vielecht drehst du die Larven auch ausversehen um, d.h. auf den Rücken.
    Du mußt sie so in die Zellen zurücklegen wie du Sie entnommen hast.



    Hallo Heike


    Das mit den Larven ist mir bekannnt, daß sie nicht umgedreht werden dürfen.
    trotzdem danke für Deine Antwort.


    Gruß
    Arno

  • In der Tat scheint mir seine Methode der Königinnenzucht nicht ideal zu sein.


    Ist nach Dr. Liebig Uni. Hohenheim



    Deshalb frage ich mich, ob Arnix eventuell beim Ausbrechen eine Weiselzelle übersehen hat. Das würde in meinen Augen die vollständige Nichtannahme erklären.


    Das glaube Ich auch obwohl Ich genau durchgeschaut habe.
    Ich lasse den Ableger stehen und werde es dann sehen ob eine Königin geschlüpft ist.


    Grüße


    Arno

  • arnix


    Wir sprechen vom gleichen. Heisst glaub korrekt Nicot Zuchtsystem nach Dr. Jenter, zu sehen hier http://www.bienen-graze.de/S43.htm


    Wie bereits geschrieben verwende ich nur die Teile auf dem ersten, linken Bild, ansonsten larve ich ganz normal um.


    Beim Bauen des Zuchtrahmens habe ich zuerst probiert die Halterungen auf die Latte zu nageln, das war mühsam. Einfacher und effektiver ging es mit Heisskleber. Hält bis heute prima und war nach wenigen Minuten erledigt.


    Die Weisselnäpfe hatte ich letztes Jahr beim Reinigen zu heiss behandelt, das war nichts. Die verformen sich dann. Es gab hier aber schon ein paar gute Tipps wie man sie sauber bekommt.


    Beim Nachkauf meine ich so um 12 - 18 Cent / Stück gezahlt zu haben, da kann man sich den Aufwand für die Reinigung auch überlegen.


    Gruß


    Mic

  • Guten Morgen aus Bayern!
    Also ich habe festgestellt, wenn die Plastiknäpfchen öfters gereinigt
    wurden, werden sie von den Bienen nicht mehr so gut angenommen.
    Warum, weiß ich nicht. Deshalb investiere ich öfters neu.


    Gruß Walter

  • Liebe Imker,
    die Systeme Jenter und Nicot sind nicht kompatibel. Nicot verwendet wohl das selbe Prinzip wie Jenter ist aber insgesamt (aus meiner Sicht) die professionellere Lösung. Auch bekommt man die Nicot-Teile bei verschiedenen Händlern, während Jenter sein System selbst direkt vertreibt.


    Aber dieses Jahr gibt es hier bei uns allgemein Probleme mit der Zucht. Hier haben noch die Pflegevölker nach dem Anbrüter die Zellen wieder ausgefressen. Von über 50 angeblasenen Zellen wurde sechse verdeckelt. Die Quote war so schlecht, daß wir komplett neu gestartet haben, aber auch der Ansatz vom 8. Mai war wieder Murks. Seit Montag ist das Wetter nun deutlich besser und der verblühende Raps und die tropfende Linde sorgt für Zufriedenheit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Walter,


    wichtig ist die Reinigung der Näpfchen, vor der Neubenutzung müssen die Becher in ein Volk gehangen werden und 2-3 Tage drin verbleiben, nach dem Volksaufendhalt glänzen die Bechern wieder, und man kann diese wieder verwenden.
    Ich habe Becher die sind schon einige Jahre alt, und da merk ich keinen Unterschied.
    Bei gutem Wetter ist die Annahme von Zuchtstoff meist ist ungünstig, ich habe am 6.5 bei nass kalten Wetter eine Serie angesetzt und sie da, alle Zellen wurden angenommen und gestern waren alle Damen :D geschlüpft, eine Königin schöner als die andere, und sehr große Tiere sind es.