Zwiebel hilft!

  • Hallo und guten Tag!
    Ich habe eine Erfahrung gemacht, die ich nicht für mich behalten will, weil ich weiß, das ja etliche Leute sich mit bösen Schwellungen nach Bienenstichen plagen. Zu denen gehöre ich auch, war im letzten jahr sogar zweimal krank geschrieben mit Ruhigstellung der betroffenen Extremität und dem ganzen unangenehmen Kram. Auch die Apis-Prophylaxe hat letztendlich nicht gegriffen, Kortisonpräparate, Antihistaminika und all die Medikamente, die ja schon hie diskutiert wurden: alles für die Katze. Nun hat mich vor 2Wochen eine Biene in den Hals gestochen und ich hatte wirklich Magengrummeln vor der zu erwartenden Schwellung mit allem drum & dran... Habe dann spontan rohe zwiebel ausprobiert und es hat super geholfen: kaum Schwellung, minimal schmerzen, am nächsten Tag kaum noch Beschwerden und am 2.Tag alles überstanden. Habe ich seitdem noch zweimal ausprobiert mit dem gleichen Erfolg! Seitdem nehme ich immer eine Zwiebel mit zu meinen gestachelten Freundinnen.
    Schöne Grüße
    Petra

  • Moin Petra,


    bitte vergiß nicht, daß man über's Jahr sehr viel unempfindlicher gegen die Stiche wird und Stiche manchmal (wohl wegen Pollenmagels) ohnehin weniger schmerzen. Stich ist also nicht gleich Stich! Es könnte also sein, daß Du einfach resistent wirst und die Zwiebel nur den Juckreiz gelindert hat.


    Bei mir jedenfalls ist für die Schwellung nach dem Stich ganz entscheidend, wie lange ich vorher nicht gestochen wurde und wieviel Stiche mich gerade erwischt haben. Je mehr Stiche mich erwischen desto geringer sind die Probleme mit jedem einzelnen. Je länger ich nicht gestochen wurde desto schlimmer ist der nächste Stich. Die ersten Stiche im Frühjahr führen schon zu ganz schönen Schwellungen jeweils von der Stichstelle bis zum Ende der Extremität. Später im Jahr wird die Stichstelle wohl noch warm, aber es bleibt nicht viel mehr als ein Mückenstich. Bei Stichen in Schulter und Rücken empfinde ich inzwischen die anschließende Wärme sogar als äußerst angenehm. (Man wird halt nicht jünger :lol: ) Stiche in den Nacken vertreiben mir Miggräne!


    Ich verwende manchmal direkt nach dem Stich die "Entstichpumpe" (eine Entlötpumpe von Herrn Conrad) und wenn ich befürchte, daß der Stich sich formgebend auf mein Antlitz auswirken könnte, werfe ich sofort ein Lisino bzw. Aerius ein. Das hilft perfekt. Soger als ich neulich in die Augenbraue gestochen wurde, konnte ich bei meinem Weibe kein Mitleid heischen. Sie hat es schlicht nicht bemerkt.


    (Bitte keine Unsachlichkeiten jetzt! Es gibt auch Gesichter auf denen man Bienenstiche bemerken würde :wink: )

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Henry,


    seit letztem Jahr schleiche ich innerlich um Deine Entstichpumpe herum. Hat sie eigentlich inzwischen auch einmal versagt?


    Und die Lisino: ist die ebenso effektiv im frühen Jahr mit den schlimmen Stichen? Neulich war ich für 2 Tage echt arminvalide. Statt des üblichen schmächtigen Unterärmchens eine Keule, die dem Gouverneur von Kalifornien Konkurrenz machte. Nur viel schmerzhafter. Vermute ich.

  • Moin Johannes,


    die Entstichpumpe wirkt am Besten wenn der Stachel noch steckt. Ich glaube die saugt dann das Gift richtig durch den Stachel wieder raus und den Stachel dann auch.


    Sowohl Lisino (bzw. Aerius ect.) als auch die Entstichpumpe müssen aber wirklich sofort angewandt werden. Ist das Gift erst mal verteilt und das Histamin erstmal ausgeschüttet nützt es garnüschd mehr. Dann hilft nur noch Kühlen (und weibliches Mitleid :cry: ) Eine halbe Stunde später ist viel zu spät. Sofort ist die Devise!


    Ich will hier nicht zum Medikamentenmißbrauch aufrufen, aber vorm Honigernten an einem Gewitterabend nehm' ich die Lisino gleich und hab' die Entstichpumpe startklar in der Tasche. Das gibt "innere Sicherheit"

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ok, jetzt kauf' ich sie mir!


    Übrigens gilt das mit dem "Sofort" auch für Petras Zwiebel. Neulich habe ich erst mal in Ruhe zu Ende gemacht und dann eine halbe Stunde später die Zwiebel draufgepackt. Effekt gleich Null.


    Also gehe ich beim nächsten Mal mit Pumpe und Schalotte und Pille zu den Bienen. Nach der o. g. Erfahrung sinkt die Lust auf die "Würze des Imkerns".

  • Ich wurde in den letzten Tagen auch zweimal gestochen, einmal schön über dem linken Auge mit dem Ergebnis, dass das Auge schön zugeschwollen war. Das gleiche auch mit meinem Daumen , der etwas übertrieben nun so dick wie eine Coladose ist.


    Habe dann auch mit einer rohen Zwiebel die Stichstellen behandelt, aber leider sind die Stichstellen doch sehr angeschwollen. Vielleicht liegt es ja dran, dass ich davor die letzten Jahre garnicht gestochen wurde?!


    Gruss,
    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Das ist richtig, Zwiebel hilft, aber...sie muß sofort angewendet werden. Ja, und dabeihaben muß man sie auch.
    Ich wende ein Medikament aus dem ersten Weltkrieg an! Das habe ich immer und überall dabei nur ist die Anwendung vom Nichtvorhandensein von Publikum möglich. Aus ästhetischen Gründen. Es muß, genau wie die Zwiebel, sofort angewendet werden und hat eine stark schmerzlindernde Wirkung und die Abschwellzeit wird, ich schätze, um 70% verkürzt. Ja und was haben die Soldaten im ersten Weltkrieg genommen wenn sie verwundet waren und es keine Antibiotika gab? Sie haben die Wunden mit Urin ausgewaschen. Auch bei Gelenkzerrungen, Prellungen und ähnlichen Verletzungen hat es geholfen. Ich kam dann auf die Idee, es bei Stichen anzuwenden. Die benässte Spitze eines Taschentuches reicht, mit sanften Druck die Stichstelle handtellergroß einreiben. Mir hat es schon oft geholfen.
    Hermann.

    Hermann Eiglmaier
    Veilchenweg 18
    85591 Vaterstetten

  • Hallo,
    ich befasse mich erst seit kurzem mit Bienen.
    Vor einer Woche war es dann so weit , zwei Stiche in Oberlippe und Wange. Am nächsten Tag sah ich aus wie Quasimodo. :wink:
    Meine Hautärztin hat mir eine Tinktur mit Australischen Teebaumöl gegeben und am nächsten Tag war die Schwellung fast weg.


    Steffen

    Mit freundlichen Grüßen


    Steffen Winde

  • Hallo zusammen,


    noch ein Tipp: Ein Freund von mir verwendet sog. Schwedenkräuter, die er mit Alkohol aufgesetzt hat, als Tinktur bei Insektenstichen. Muss wohl ziemlich gut wirken. Eigene Erfahrungen fehlen, da ich mir gerade erst ein Fläschen hab abzapfen lassen.


    Die Kräuter sind eine Mischung nach dem Rezept eines schwedischen Arztes und sind, so weit ich weiß, fertig gemischt in der Apotheke zu bekommen.
    Wirken wohl auch gegen Sonnenbrand, Verbrennungen etc.


    Hier noch ein Link mit Rezeptur etc.:
    http://xedox.de/schwedenkraeuter.htm


    Viele Grüße
    Erich

  • Hallo Steffen!
    Quasimodo hatte doch einen abnomalen Rücken und ging ....
    Ein Tip: Immer eine Zwiebel dabei haben.
    Bei starken Reaktionen die Zwiebel teilen und direkt auflegen.
    Und nie vergessen - wir gehen freiwillig zu den Bienen.
    Schöne Grüße
    Klaus Bäuerlein, Abenberg 8) 
    NS: Bienengift kann auch gesund sein!?

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • aber vorm Honigernten an einem Gewitterabend nehm' ich die Lisino gleich und hab' die Entstichpumpe startklar in der Tasche. Das gibt "innere Sicherheit"


     
     
    Bekommt man Lisino (bzw. Aerius ect.) nur auf Rezept oder ist das frei verkäuflich?
     
    Hat von Euch jemand Erfahrungen mit Propolistinktur gemacht? Das soll doch entzündungshemmend sein!? Könnte das nicht auch helfen? Da würden uns die Mädels schmerzen bereiten und auch gleich für die Linderung sorgen :-D