Brutraum eng halten?

  • Grüß' Euch!
    In allen Imkerbüchern wird immer darauf aufmerksam gemacht, dass im zeitigen Frühjahr die Bruträume eingeengt werden sollen. Erst ab Ende April darf wieder allmählich erweitert werden.
    Meine Frage: Was ist eigentlich der Grund dafür? Die Kälte kann es ja nicht sein, sonst hätten sie den Winter auch nicht überlebt. Wenn man gleich die Mittelwände hineingeben würde, könnten die Bienen ohnehin erst allmählich den Brutraum ausbauen und damit sie selber bestimmen, wann erweitert wird.
    Hat das etwas mit der Schwarmverhinderung zu tun, sodass sie immer wieder neu etwas zum ausbauen bekommen?
    Wünsche Euren Bienen eine schöne Maienzeit (und auch Euch!)
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Hallo Fritz,


    wenn bei mir ein Volk im Frühjahr schwach ist, hänge ich als Schied eine 2 Wabenfuttertasche ein, der Vorteil des einengen ist das Volk entwickelt sicher wieder besser,
    viel Raum Frühjahr ist für die Entwicklung nach meiner Einschätzung nicht sehr förderlich.
    Eng halten fördert die Brutentwicklung besser, was bei großen Raum nicht geben ist die Bienen können den Volk angepassten Raum besser warm halten und mehr Brut
    Erzeugen.
    Da ich nur meine Völker auf einer Zarge überwintere entnehme ich ende März Anfang April je nach Witterung 2-3 Futterwaben, was in den meisten Jahren oft vor kommt und auch dringend gemacht werden muss um die Völker nicht an der Entwicklung zu hemmen, zum einhängen nehme ich meist Mittelwände oder Honigfeuchte Waben vom letzten Jahr dazu kommt noch ein geteilter Baurahmen, wenn in der Zeit gute Witterung ist dauert das nicht sehr lange bis die Waben ausgebaut und bestiftet sind, keine 10 Tage später bekommt jedes Volk eine zweite Zarge aufgesetzt, das ganze hat auch den Vorteil das kein Winterfutter in den Honig gelangt.


    Volle Honigtöpfe erwünscht, und ganz wichtig keine Schwärme :D

  • Hallo Fritz,
    ich kann mich Michael2's Meinung nur anschließen.
    Der Unterschied zwischen dem Wintervolk und dem Frühjahr ist, daß die in Frühjahr eben Brut haben. Und die müssen sie warm halten.
    Das geht besser mit wenig Raum.


    Gruß, und volle Honigräume, gesunde Völker


    Erwin

  • Hallo Fritz,


    was ich vom Einengen halt? Gar nix.
    Ich denke, wir reden über vitale Völker. Wer mit Kümmerlingen experimentieren will, soll sie ruhig einengen.
    Mein Terminplan sieht etwa so aus: zur Leberblümchenblüte sollte der gesamte später benötigte Brutraum zur Verfügung stehen (bei mir drei Flachzargen); zu Begin der Kirschblüte kommt der erste Honigraum drauf.
    (Und gestern kam schon der 2. drauf, weil alles voll Nektar gekracht war.)


    Grüße, Thomas

  • Hallo Thomas,


    was verstehst du unter Kümmerlingen?
    Ein Volk was im Herbst zwei Zargen belegt hat, aber im Frühjahr nur noch eine Zarge belegt ist für mich aber kein Schwächling, ein Volk kann im Winter immer mal einen Teil der Bienen verlieren.
    Die Gründe dafür sind sehr Unterschiedlich, ich letzten Herbst hatte ich Ableger die nur 9 Waben belegt haben diese sitzen jetzt auf 3 Zargen und der Honigraum ist voll, bei mir brauch ich keine Honigräume mehr aufsetzten ende nächster Wochen wird geschleudert. :D
    Von der Honigmenge bin ich sehr zufrieden hab Völker mit 1 ½ Honigraum voll.

  • Hallo Michael2,


    es ging um das Einengen im Frühjahr, also die Volksentwicklung im Frühjahr. Wie das Volk im Herbst aussah, ist dabei belanglos.
    Ein vitales Volk entwickelt sich im Frühjahr so rasant, das es riskant ist, es einzuengen, da es zu schnell Platzprobleme bekommt. Außer der Imker guckt jeden Tag nach.
    Außerdem ist ein vitales Volk in der Lage, den von ihm besetzten Raum zu erwärmen. Der Glaube, ein Bienenvolk würde die ganze Beute heizen, ist ein Irrglaube.


    Thomas