Gesundheitszeugnis

  • Hallo zusammen,


    beim Lesen der letzten Beiträge (Wandern mit Bienen, Verwaltungskram)
    kam mir die Frage, ob und wie der Veterinär ein Gesundheitszeugnis ausstellen kann,
    das den Namen auch verdient.


    Bei bisher jedem Gesundheitszeugnis bekam ich einen vorgedruckten Zettel,
    auf dem der Veterinär erklärt, daß nach seiner Kenntnis in seinem Bezirk keine meldepflichtigen Krankheiten gemeldet sind,
    dieser wurde noch mit Datum und Unterschrift versehen, ich zahlte dann meinen Obolus und fertig.


    Ich bin ja froh, daß das so unbürokratisch funktioniert,
    aber ist das wirklich der SINN eines Gesundheitszeugnisses?


    Was ist, wenn die AFB von den Imkern (bewußt :evil: oder unbewußt ) nicht erkannt und/oder nicht gemeldet :evil: wird ?


    Wenn das Gesundheitszeugnis eine Verschleppung der AFB durch die "wandernden" Völker wirklich ausschließen soll,
    müßte da nicht vielmehr wenigstens eine Futterkranzprobe entnommen und untersucht werden?


    Ich bin mir selbstverständlich bewußt, was das für Kosten verursachen würde, daher wäre obiger Vorschlag gar nicht praktizierbar.


    Sollten wir nicht dann dem Gesundheitszeugnis nur die Bedeutung beimessen die es verdient ?



    Wie ist eure Meinung dazu?



    Gruß, Erwin

  • die zuständige Veterinärin hier will, dass ich eine Futterkranzprobe zum AFB-Nachweis machen lasse und wenn das Ergebnis vorliegt, kommt sie sich die Biennen anschauen. Ich darf die Völker öffnen. Danach bezahle ich die Verwaltungsgebühr und sie übergibt mir das Gesundheitszeugnis.


    Ich weiß nicht, ob sie wirklich eine Futtekranzprobe von meinen Bienen verlangen kann, aber ich investiere das Geld.


    Ich denke, so ein Gesundheitszeugnis ist reel.


    MfG
    Gerold Wustmann

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Erwin,


    du schriebst:


    Zitat

    Was ist, wenn die AFB von den Imkern (bewußt oder unbewußt ) nicht erkannt und/oder nicht gemeldet wird ?


    Na, dann bist Du doch fein raus. Deine Bienen waren gesund, das hast Du schliesslich schriftlich.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, Erwin,


    nee, so läuft das hier nicht!
    Da die Zeit bis zum ersten Verkauf und der Ablegerbildung zu kurz war, um noch Futterkranzproben analysieren zu lassen, hab ich den Veterinär gebeten, eine Einzelabnahme zu machen, ungeachtet der Kosten.
    Wir haben dann zu dritt eine Volldurchsicht bis auf die letzte Biene gemacht.... :roll: 
    Kosten für das Gesundheitszeugnis an sich: 10 Euro.
    Kosten für die Überprüfung: 6 Std. a 32 Öro plus 14 Öro für An-und Abfahrt.
    Mein Klempner ist teurer im Stundenlohn...


    Allerdings hat der Doc SEHR klargestellt, daß er das SO nicht mehr will ( er wurde mehrfach wegen unzureichendem Stichschutz, meinen wollte er ja nicht, in die Beine und delikatere Teile gestochen ;-) und ich mußte mich zur Futterkranzprobe selbstverpflichten.
    Sprich in Zukunft reicht das Ergebnis davon und gut is....


    Ich habe nördlich, östlich und südlich Sperrgebiete und wundere mich langsam, was da los ist, weil die seit Jahren bestehen....


    Wie ist denn die Situation woanders?


    In meiner alten Heimat sagte ein Kollege(76) mal, es bestehe ein Konsens im Verein; wer Faulbrut habe und den Veterinär informiere, werde geächtet auf alle Zeit... :evil:


    Das kann es doch aber nicht sein....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Geächtet auf alle Zeit!
    Dann lieber die Methode, alles was verdächtig ist kriegt den Schwefelstreifen und wird entsorgt.
    Beides doch wohl nicht.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen
    Mit dem Gesundheitszeugnis ist es so eine Sache.
    Geächtet wird der, der ohne Grund eine Futterkranzprobe einsendet, positiv getestet wird, und nun schuld an dem Sperrbezirk ist.


    Die Bienenseuchensachverständigen sehen meißt im eigenen Umfeld (Verein) nicht alle Stände, und wenn der Veterinär auch noch Angst vor Bienen hat, wer soll dann genau hinschauen?
    Und muß der wissen, wieviel Völker ich genau habe und wo die stehen? Vor allem, dass haben wir ja noch nie gebraucht!


    Solange da kein Umdenken geschieht, wird es ewig so weitergehen. :evil: 
    Muss es sein, dass manche Sperrbezirke über Jahre Bestand haben?


    Ich sage ja zum Gesundheitszeugnis, denn es gibt mir etwas Sicherheit!

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo zusammen,
    ich habe für das Gesundheitszeugnis 10 Euro bezahlt. Zusätzlich entfielen Kosten für die Anfahrt des Seuchenwartes unseres Vereins (25 Cent pro km). Die Bienen wurden durchgeschaut und mit Streichholzprobe auf klinische Symptome der FAB untersucht (3 Brutwaben pro Volk). Eine Futterkranzprobe war nicht notwendig um das Gesundheitszeugnis zu bekommen. Ob diese Vorgehensweise ausreichend ist um FAB-Befall auszuschließen weiß ich nicht.
    In Zukunft werde ich wohl im eigenen Interesse Futterkranzproben einschicken.
    Wichtig ist, dass man wirklich alle Standplätze beim Veterinäramt meldet, so dass man auch informiert wird, wenn ein Standplatzplötzlich in einem Sperrbezirk liegt.
    Gruß Andreas