Apisolar-Sonnenwachsschmelzer

  • Ich habe die Möglichkeit, aus einer Imkereiauflösung einen wenig benutzten Apisolar-Sonnenwachsschmelzer für 100 Euro zu kaufen. Dieses Teil soll besonders effektiv sein (gut isoliert, spezielle Folien u. Wärmeabsorber über 100 °C auch bei Wintersonne). Man muß die Rahmen seitlich reinschieben, er sieht kein Aufklappen des Deckels vor. Der Hauptnachteil, den ich sehe, ist, daß immer nur 1 Wabe 'reinpaßt (die schmilzt aber angeblich sehr schnell). Leider paßt eine Dadantbrutwabe gerade eben nicht rein, ich denke aber, das könnte man mit ein bißchen Größersägen der Einschuböffnung beheben.


    Hat jemand Erfahrung mit dieser Art Sowasch? Taugt das was?


    Vielen Dank und Grüße,


    Johannes

  • Johannes Haller schrieb:

    Kann mir jemand einen guten, auch in ein paar Jahren bei evtl. gestiegener Völkerzahl noch brauchbaren, Dadant-kompatiblen, bezahlbaren Sonnenwachsschmelzer empfehlen?
    Viele Grüße, Johannes


    Hallo Johannes,
    ein alter Obstentsaftungstopf ist in einer "Kleinimkerei" bis 50 Völker ein gutes Hilfsmittel, wenn du nicht gleich groß in einen Dampfwachsschmelzer investieren willst. Der Obstentsaftungstopf, in dem die Wabe entwachst wird, muss emailiert sein oder aus Edelstahl sein, ansonsten wird das geschmolzenes Wachs statt goldgelb grün, da es Verbindungen mit Metallen eingehen kann. Der Ostentsafter wir mit 2 - 5 l Wasser (Regenwasser) befüllt, da haben 10 Rähmchen mit Hoffmannschenkel im Behälter Platz, diese werden mit einer dicken Decke oder etwas ähnlichem abgedeckt, da die Rähmchen für den Topf zuhoch sind. Das Wachs wird erhitzt, es sollte nicht zu arg sprudeln, hierbei ist Vorsicht geboten. Ca. alle 10- 15 Min. sind jetzt 10 Rähmchen fertig. Sobald sich kein Dampf mehr bildet, geben wir wieder 2 - 3 l Wasser zu. In einem alten emailierten Waschkessel ist natürlich viel mehr Platz, selbiger braucht aber auch selbst viel Platz.
    Das vorgereinigte Wachs wird aus dem Entsafter in ein Behältnis geschüttet, indem sich etwas Regenwasser befindet. Ein ganz langsames Abkühlen des Wachses, das man in einer Segeberger Beute oder in irgendeinem anderen isolierten Behältnis erreichen kann ist sehr wichtig, damit das Wachs nicht spröde wird und Risse bildet.


    Einen Tag später werden Verunreinigungen, die sich noch am Boden abgesetzt haben können, abgeschabt. Falls erforderlich, muß man die ganze Prozedur nochmals wiederholen.


    Vorteil, deine Waben sing gleichzeitig desinfektiert und du brauchst im Sommer nicht immer am SO Wasch stehen, sondern kannst im Herbst größere Mengen an einem Tag bearbeiten. Bis zum Herbst solltest du aber eine mottensichere Einlagerung anstreben.